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Bischof Fürst: Leere Räume des Klosters Weingarten für Flüchtlinge14. Oktober 2013 in Deutschland, 13 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bischof Gebhard Fürst will leerstehende Räume des seit Jahren nicht mehr besiedelten Benediktinerklosters Weingarten als Ort für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
Rottenburg-Weingarten (kath.net/pdr) Bischof Gebhard Fürst (Foto) will leerstehende Räume des seit Jahren nicht mehr besiedelten Benediktinerklosters Weingarten als Ort für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Zum Abschluss eines viertägigen Martinus-Kongresses sagte Bischof Fürst am Samstag in Weingarten, Mantelteilung nach dem Vorbild des heiligen Martin bedeute, solidarisch auch Wohnraum zu teilen. Fremde und Flüchtlinge aufzunehmen, entspreche dem Wort Jesu Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen. 
Bischof Fürst ermunterte dazu, nach dem Vorbild des heiligen Martin Möglichkeiten zu suchen, heimatlos gewordenen Menschen Herberge zu bieten. Es lohne, sich im Interesse christlicher Nächstenliebe an Martinus zu orientieren. Foto Bischof Fürst (c) Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Lesermeinungen| | CATHOLICOS 17. Oktober 2013 | | | | Traditionen wahren Ich finde es sehr bedauerlich,daß ein Nachfolgeorden wie St. Martin der sich auch der Pastoral widmen wollte, sich im Kloster Weingarten nicht ansiedeln kann- nur weil er als zu konservativ erscheint.Wenn ich bedenke,daß nun Flüchtlinge-statt Betenden Mönchen- dort untergebracht werden,so habe ich hierfür ein gewisses Verständniss,weil jenen vordergündig geholfen wird.In Wirklichkeit geht es aber darum,das Kloster aufzulösen,zu "säkularisieren",diesmal nicht durch Napoleon, sondern durch einen Katholischen Bischof unter dem Deckmantel der Nächstenliebe!? |  0
| | | | | Hadrianus Antonius 14. Oktober 2013 | | | | Im Kontrast dazu : Wisques (Fr) Ein ähnliches Schicksal drohte der Benediktinerabtei von Wisques (Dép. Pas-de-Calais)in Nord-Frankreich; eine Tochter von Solesmes,durch die dortige Modernisierungen mitgeschleppt und immer unattraktiver für Berufungen geworden, und massiv überaltert.
Die traditionalistische stark florierende Abtei von Fontgombault wurde auf den imminenten Untergang des Konvents aufmerksam gemacht; mit gediegener Aufklärung vor Ort, mit Angewöhnung und echter Caritas füreinander wurde am Donnerstag 10.Oktober 2013,mit einer tridentinischen Messe v. Bischof von Arras, Wisques durch Solesmes ab- und unter der Obhut von Fontgombault gestellt; 13 junge Mönche kommen zusätzlich in den Konvent, reparieren die alte Abtei; Wisques ist zu der traditionellen Feier der Liturgie übergegangen, welches Faktum jetzt schon sehr weit und segensreich in die weite Umgebung herausstrahlt; vielversprechend!.
Es kann also auch anders. |  4
| | | | | Hadrianus Antonius 14. Oktober 2013 | | | | @Bern2 Communauté de St. Martin Die Communauté de St. Martin ist eine jüngere Gemeinschaft von Priestern, in Frankreich nach dem 2. Vaticanum und mitten in dem darauffolgenden Tsunami in der Kirche entstanden: Hauptpunkte sind eine spezielle Sorge für die Liturgie, besonders mit Latein, Kontemplation, gemeinschaftliches Leben und spartanisch-armer Lebensstil.
Aus Zerntralfrankreich stammend und im gediegenem Wachstum sich befindend, haben sie in Deutschland (v.A. in Weingarten)nach einem günstigem Platz gesucht; die menschliche, theologische und spirituelle Unterschiede sind offenbar zu groß gewesen (was übrigens klar zu erwarten war).
Schade für Weingarten- in diesen schwierigen Zeiten sollten die vorhandene Kräfte jedoch an den meist versprechenden und wichtigsten Stellen eingesetzt werden. |  3
| | | | | Hadrianus Antonius 14. Oktober 2013 | | | | @Bern2 Lokalsituation in Weingarten Die Gebäude der früheren Benediktinerabtei Weingarten sind seit der Säkularisation im Besitz des Staates- jetzt des Landes Baden-Württemberg; die Diözese Rottenburg unterhält seit 1972 in diesen Gebäuden u.A. eine Akademie zur Erwachsenenbildung und stellte damals Teile des Gebäudes den Mönchen zur Verfügung.Das Bistum muß jetzt dem Staat eine Weiterverwendung für diese Gebäude vorlegen, ansonsten verfällt die Nützungsgenehmigung- deshalb dieser Vorschlag v. B.Fürst.
Der Konvent zählte 1996 23 Mönche, davon 11 Priester(damit etwa so groß:1/3 v. Beuron,1/2 v. Maria Laach und Gerleve, größer als Neresheim, Neuburg, Wimpfen,Tholey und Nütschau;
der Konvent wurde innerlich zerrüttet und abgewrackt durch ungute Tendenzen und privateste Verirrungen, besonders von oben; auch im lokalen Umfeld spielt(e) sich vieles wenig appetitliches ab, von der kirchlichen und lokalen omertà gedeckt.
@Theresia hat insoweit mit ihrem Einwurf recht. |  2
| | | | | arbrissel 14. Oktober 2013 | | | |
Ehrlich gesagt, zu manchen Postings hier fällt mir nur eines ein. Bitte Lk10, 25-37 nachlesen. |  1
| | | | | 14. Oktober 2013 | | | | Ich finde es traurig... ... dass manche Leute an allem etwas auszusetzen haben.
Wenn ein Bischof sich gegen die restriktive Flüchtlingspolitik ausspricht, mosern sie "der hat leicht reden, soll er doch mit gutem Beispiel vorangehen und leestehende kirchliche Gebäude den Flüchtlingen zur Verfügung stellen!". Und wenn Bischof genau dies tut, dann ist es auch wieder nicht recht.
Das heißt also, einem Bischof soll sich nicht um das Schicksal der Flüchtlinge kümmern, weil ja keinerlei Beziehung zwischen unserem Land und den armen Ländern besteht und uns diese Leute folglich egal sein können, und sie deswegen an ihrem Schicksal selbst schuld sind. Sehe ich das richtig?
Im speziellen Fall Weingarten kenne ich die Hintergründe nicht. Inwiefern hat Gebhard Fürst, das Kloster "ausbluten lassen"? Ich schätze mal, es wurde mangels Nachwuchs geschlossen...
Und wer ist diese Comunite St. Martin? Welche Sprache ist das überhaupt? |  0
| | | | | 14. Oktober 2013 | | | |
@Theresia Katharina
"Pontifikat"? Ich wusste gar nicht, dass Gebhard Fürst Papst ist...
@Dismas
Die EU schützt ihre Interessen. Exportiert Überschüsse hochsubventioniert in arme Länder, dann brechen dort die Märkte für Nahrungsmittel zusammen. Belegt Produkte aus diesen Ländern (z.B. Textilien) mit Strafzöllen, um die heimische Produktion zu schützen. Dadurch kommt die dortige Wirtschaft nicht in Schwung, mit allen sozialen Folgen. Unternimmt nichts dagegen, wenn multinationale Firmen den Armen regelrecht das Wasser abgraben. Die EU und die gesamte westliche Welt ist sehr wohl mitschuld an dem Elend der Leute in den armen Ländern.
Daran, dass die Boote der Flüchtlinge nicht seetauglich sind, ist sie nicht direkt schuld. Oder vielleicht doch, insofern als sie durch ihre eigennützige Politik auch den dortigen Schiffbau niedrig gehalten hat. |  1
| | | | | Chris2 14. Oktober 2013 | | | | sozial statt pastoral Wer erfolgreich(e) Seelsorge verhindert (@AlbinoL), kann die entstandenen Leerräume leicht PR-wirksam anderweitig nutzen. Schade nur, daß die Glaubensimpulse Franziskus' und Benedikts auf nicht ganz so fruchtbaren Boden fallen... |  8
| | | | | Theresia Katharina 14. Oktober 2013 | | | | Wiederbesiedlung mit Mönchen wäre sinnvoller Das "Ausbluten" von Weingarten und die Verhinderung der Wiederbesiedlung durch die Gemeinschaft(Comunité) St.Martin geschah auch unter seinem Pontifikat.
Die Ansiedlung von Flüchtlingen wäre die endgültige Zerstörung dieses einst großen christlichen Zentrums.
Der einzig gangbare Weg wäre die Wiederbesiedlung durch Mönche und Schwestern, die auch Flüchtlinge (Christen aus Syrien, Irak) aufnehmen und sie eine bestimmte Zeit beherbergen. |  6
| | | | | Theresia Katharina 14. Oktober 2013 | | | | Es ist besser, dort wieder Mönche oder Schwestern anzusiedeln Das "Ausbluten" von Weingarten und die Verhinderung der Wiederbesiedlung durch die "Comunité St. Martin" geschah auch unter Bischof Fürst.
Das Ausschalten eines einst großen christlichen Zentrums, jetzt endgültig durch geplante Ansiedlung von Flüchtlingen scheint doch irgendwie System zu haben. |  12
| | | | | Dismas 14. Oktober 2013 | |  | Ja, und wie geht es dann weiter? Ist das eine Lösung? Wie schaut es dann mit den entsprechenden Arbeitsplätzen in Weingarten aus? Ich bin eher dafür zu wirken, dass Menschen in ihrem Land leben können, ihnen dort zu helfen. Leider muss man sagen, dass "Flüchtling" nicht gleich "Flüchtling" ist. Das müsste man schon erst differenzieren. (ich weiß,das mag im ersten Anschein für manche "unchristlich" klingen..) Die Politik der EU ist nicht verantwortlich für die Katastrophen, die verbrecherische Schlepper mit überfüllten Schrottbooten verursachen.Würde bei Zusage der EU nicht noch mehr solcher Boote fahren und kentern? Dann müsste die EU schon Passagierschiffe zum Abholen senden. |  7
| | | | | AlbinoL 14. Oktober 2013 | |  | Das erste positive was ich von dem eigentlich mein Bischof höre in all den Jahren.
Nachdem er die Comunite St. Martin erfolgreich verhindert hat. |  2
| | | | | @mathi 14. Oktober 2013 | | | | Gutes Zeichen, dass die Worte von Papst Franziskus Früchte tragen. Macht eure leer stehenden Klöster nicht zu Hotels sondern seit barmherzig und öffnet sie für Arme, Obdachlose, Flüchtlinge... Ich bete dass noch viele diesem Beispiel folgen mögen. |  2
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