Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

Warum die 'Orientierungshilfe' auf Kritik stoßen muss

8. September 2013 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der badische Landesbischof gibt den Medien die Schuld am anhaltenden Protest. Von Klaus-Peter Grasse


Karlsruhe (kath.net/idea) In Baden – aber nicht nur dort – nimmt die Kritik an der familienpolitischen „Orientierungshilfe“ der EKD zu. Eine Initiative um Pfarrer Hans-Gerd Krabbe fordert, dass der Rat der EKD die 160-seitige Schrift als offizielle Handreichung der EKD zurücknimmt und durch eine neue Erklärung ersetzt, die die Kontinuität mit der biblisch-reformatorischen Theologie wahrt und die vom unaufgebbaren Leitbild von Ehe und Familie im herkömmlichen Sinne wertschätzend ausgeht. Krabbe zufolge hat sich die Aktion zu einem „Selbstläufer“ entwickelt: Immer mehr Gemeinden kopieren von der Internetseite www.ekiachern.de diese Forderung, um sie direkt an die EKD zu schicken.

Der Bischof hält die Kritik für überzogen


Was sagt der badische Landesbischof Ulrich Fischer dazu? Er ist der Ansicht, dass Teile der bürgerlichen Presse mit einer „bemerkenswerten Härte“ und „einiger Häme“ den Eindruck erweckt hätten, die EKD habe einen Kurswechsel in ihrer ethischen Bewertung von Ehe und Familie eingeleitet. „Ich halte diese Kritik, die auch in unserer Landeskirche Wirkung entfaltet hat, für überzogen“, schreibt Fischer an die badische Pfarrerschaft. Dabei bedauert er, dass viele, die den Text selbst nicht gelesen haben, einen falschen Eindruck bekommen haben, und räumt Schwächen in der theologischen Argumentation des EKD-Textes ein. An der Kernbotschaft aber hält er fest: Die Ehe sei „eine gute Weisung Gottes für unser Leben“, die sich aber in ihrer heutigen Form „nicht direkt aus biblischen Texten herleiten“ lasse. Für den Bischof ist „nicht nachvollziehbar“, dass die Ehe eine „Schöpfungsordnung“ sei.

Ist die Ehe nicht biblisch-theologisch begründbar?

Damit widerspricht Fischer den ausführlichen Stellungnahmen zahlreicher Theologen. Für sie steht außer Frage, dass sich die Ehe auch in ihrer heutigen Form sehr wohl biblisch-theologisch begründen lässt. Jesus selbst habe den Ursprungsgedanken des Schöpfers bestätigt, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen wurde, einen Auftrag zur Fortpflanzung habe und seine Umwelt zukunftsfähig gestalten solle. Dieser bleibend gültige Ansatz der Ehe ziehe sich durch das ganze Alte Testament. Um es einfach zu sagen: Die Kirche hat am Leitbild Ehe festzuhalten, weil dies dem Zeugnis der Bibel entspricht, und nicht – wie in der „Orientierungshilfe“ dargestellt – weil die Ehe ein Vorbild für verlässliches, verbindliches und monogames Miteinander von zwei Menschen sein kann.

Medienschelte führt nicht weiter

Medien, die darauf hingewiesen oder die Kritik verbreitet haben, gebührt Hochachtung. Sie haben ein Wächteramt wahrgenommen, das man eigentlich von Mitgliedern des EKD-Rates hätte erwarten sollen. Medienschelte hingegen führt nicht weiter. Sie zeigt nur, dass man die Kritik entweder nicht ernst nimmt oder dass man sie nicht versteht.

Hintergrund:
Evangelischer Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe: „Wirkt das EKD-Familienpapier kirchenspaltend?“
Evangelischer Theologieprofessor Peter Beyerhaus im kath.net-Interview: „Die Grenze des Tragbaren ist beim EKD-Papier weit überschritten“


Grafik (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 8. September 2013 
 

@ willibald reichert

„Es führt nur zur Verwirrung der Geister und schadet a u c h dem Glauben in der katholischen
Kirche!“

Lieber Willibald Reichert, Ihre Aussage muss all den Katholischen, - gleich welchen Dienstgrades –, klar gemacht werden, die es vor ökumenischer Unruhe nicht meinen aushalten zu können.


1
 
 willibald reichert 8. September 2013 
 

Matthäus 5

Man muß leider sagen, mit einer solchen
Gemeinschaft soll es a n g e b l i c h
ökumenischen Fortschritt geben. Aber wenn
die Einheit n i c h t in der Wahrheit ge-
sucht wird, dann sollte man die Lobhude-
leien in diesem Bereich lassen und wahr-
nehmen, daß diese "reformatorischen"
Gemeinschaften sich in einem Maße von
der Frohbotschaft entfernen, daß irgend-
wer einmal den Mut haben muß, zu sagen:
S o geht das nicht weiter! Es führt nur
zur Verwirrung der Geister und schadet
a u c h dem Glauben in der katholischen
Kirche!


2
 
  8. September 2013 
 

Fischer

Liebe Mitchristen,
Herr Fischer scheint keine Ahnung zu haben, worüber er redet. Ein trauriger Zustand ist es, wenn ein "Bischof" weniger theologische Kompetenz hat als seine Pastoren.
Herzliche Grüße
Matthäus 5


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  3. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  6. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  7. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  8. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  9. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  10. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  11. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  12. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  13. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  14. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  15. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz