Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  13. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

'Die Kirche ist in vielen Bereichen verweltlicht'

20. November 2012 in Österreich, 126 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Windischgarstens Pfarrer Wagner im Interview: Die Pfarrerinitiative vertritt ewig gestrige Themen" – Österreichische Bischofskonferenz unter Kardinal König hat in Fragen der Empfängnisverhütung einen Irrweg begangen


Linz (kath.net)
Der bekannte Windischgarstner Pfarrer Gerhard Maria Wagner (Foto) hat sich in einem Interview mit dem "Kurier" wieder zu Wort gemeldet und das II. Vatikanische Konzil als ein Glück für die Kirche bezeichnet. Dies sei ein Großereignis gewesen. Papst Johannes XXIII. habe sogar von einem neuen Pfingsten gesprochen. Wagner erinnerte daran, dass das Konzil die Pille nicht erlaubt habe und sich auch ganz klar für den Zölibat ausgesprochen hatte. Der jetzige Papst Joseph Ratzinger habe sehr bald gemerkt, dass es zu einer Verwässerung des Glaubens nach dem Konzil kam und er habe deswegen auch die Zeitung "Communio" als Gegenzeitschrift zur linken Zeitung "Concilium" gegründet.

Auf die übliche Journalistenfrage nach dem Zölibat stellte Wagner klar, dass auch eine Abschaffung des Zölibats nicht mehr Priester schaffen würde. "Die Evangelischen dürfen heiraten und haben auch nicht mehr Pfarrer." Zum Einwand, dass es beim Pfarrernachwuchs der Evangelischen angeblich kein Problem gäbe, meinte Wagner, dass diese sehr wohl ein Problem haben, nämlich die Scheidungen.


Pfarrer Wagner übte dann scharfe Kritik an der österreichische Bischofskonferenz unter Kardinal König, da dieser in der Frage der Empfängnisverhütung von einer Gewissensentscheidung gesprochen habe. Dies sei ein Irrweg gewesen, den Papst Johannes Paul II. in einer Ansprache an die Bischöfe klar korrigiert habe. "Ich mache auch Eheseminare, weil ich in dieser Sache der Diözese kritisch gegenüberstehe. Diese Punkte sind kontrovers. Es ist innerhalb der Kirche das größte Problem, dass wir zu wenig eins sind. In der Frage Ehe haben wir die Frage der Pille. Dann der Punkt Sakramente für Wiederverheiratete. Hier gibt es erhebliche Differenzen."

Auf die Frage, was denn in der Diözese Linz schief laufe, erklärte der Windischgarstner Pfarrer, dass er das vertrete, was normal katholisch sei. "Ich vertrete nichts anderes. Wobei ich zugestehe, dass das alles für die heutige Welt manchmal nicht leicht zuträglich ist." Wagner betonte, dass Römisch-Katholisch-Sein auch Gehorsam-Sein heiße. Es brauche nicht viel Mut, Dinge zu vertreten, wie dies die Pfarrerinitiative mache. "Die Pfarrerinitiative vertritt ewig gestrige Themen, sie glaubt auch die Mehrheit zu vertreten."

Kritisch gegenüber der eigenen Diözese zeigt sich Wagner auch bei der Beteiligung von Laien bei der Pfarrleitung. In der Praxis gäbe es derzeit aber nicht nur einen Priestermangel sondern einen Mangel an Gläubigen. "Mit dem weniger werdenden Kirchenbesuch wird auch die Gruppe jener kleiner, die sich solidarisch erklären." Abschließend erklärte der Pfarrer, dass die Kirche auf die heutige Zeit reagieren müsse, aber nicht indem sie sich anpasse. "Die Frage beim Konzil war ja, wie bringen wir den Geist Gottes in die Welt und nicht, wie bringen wir den Weltgeist in die Kirche. Die Kirche ist in vielen Bereichen verweltlicht und deshalb für viele uninteressant geworden."

Foto Pfr. Gerhard Maria Wagner: (c) http://www.dioezese-linz.at/pfarren/windischgarsten/stjakob


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  3. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  6. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  10. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz