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'Die Kirche ist in vielen Bereichen verweltlicht'

20. November 2012 in Österreich, 126 Lesermeinungen
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Windischgarstens Pfarrer Wagner im Interview: Die Pfarrerinitiative vertritt ewig gestrige Themen" – Österreichische Bischofskonferenz unter Kardinal König hat in Fragen der Empfängnisverhütung einen Irrweg begangen


Linz (kath.net)
Der bekannte Windischgarstner Pfarrer Gerhard Maria Wagner (Foto) hat sich in einem Interview mit dem "Kurier" wieder zu Wort gemeldet und das II. Vatikanische Konzil als ein Glück für die Kirche bezeichnet. Dies sei ein Großereignis gewesen. Papst Johannes XXIII. habe sogar von einem neuen Pfingsten gesprochen. Wagner erinnerte daran, dass das Konzil die Pille nicht erlaubt habe und sich auch ganz klar für den Zölibat ausgesprochen hatte. Der jetzige Papst Joseph Ratzinger habe sehr bald gemerkt, dass es zu einer Verwässerung des Glaubens nach dem Konzil kam und er habe deswegen auch die Zeitung "Communio" als Gegenzeitschrift zur linken Zeitung "Concilium" gegründet.

Auf die übliche Journalistenfrage nach dem Zölibat stellte Wagner klar, dass auch eine Abschaffung des Zölibats nicht mehr Priester schaffen würde. "Die Evangelischen dürfen heiraten und haben auch nicht mehr Pfarrer." Zum Einwand, dass es beim Pfarrernachwuchs der Evangelischen angeblich kein Problem gäbe, meinte Wagner, dass diese sehr wohl ein Problem haben, nämlich die Scheidungen.


Pfarrer Wagner übte dann scharfe Kritik an der österreichische Bischofskonferenz unter Kardinal König, da dieser in der Frage der Empfängnisverhütung von einer Gewissensentscheidung gesprochen habe. Dies sei ein Irrweg gewesen, den Papst Johannes Paul II. in einer Ansprache an die Bischöfe klar korrigiert habe. "Ich mache auch Eheseminare, weil ich in dieser Sache der Diözese kritisch gegenüberstehe. Diese Punkte sind kontrovers. Es ist innerhalb der Kirche das größte Problem, dass wir zu wenig eins sind. In der Frage Ehe haben wir die Frage der Pille. Dann der Punkt Sakramente für Wiederverheiratete. Hier gibt es erhebliche Differenzen."

Auf die Frage, was denn in der Diözese Linz schief laufe, erklärte der Windischgarstner Pfarrer, dass er das vertrete, was normal katholisch sei. "Ich vertrete nichts anderes. Wobei ich zugestehe, dass das alles für die heutige Welt manchmal nicht leicht zuträglich ist." Wagner betonte, dass Römisch-Katholisch-Sein auch Gehorsam-Sein heiße. Es brauche nicht viel Mut, Dinge zu vertreten, wie dies die Pfarrerinitiative mache. "Die Pfarrerinitiative vertritt ewig gestrige Themen, sie glaubt auch die Mehrheit zu vertreten."

Kritisch gegenüber der eigenen Diözese zeigt sich Wagner auch bei der Beteiligung von Laien bei der Pfarrleitung. In der Praxis gäbe es derzeit aber nicht nur einen Priestermangel sondern einen Mangel an Gläubigen. "Mit dem weniger werdenden Kirchenbesuch wird auch die Gruppe jener kleiner, die sich solidarisch erklären." Abschließend erklärte der Pfarrer, dass die Kirche auf die heutige Zeit reagieren müsse, aber nicht indem sie sich anpasse. "Die Frage beim Konzil war ja, wie bringen wir den Geist Gottes in die Welt und nicht, wie bringen wir den Weltgeist in die Kirche. Die Kirche ist in vielen Bereichen verweltlicht und deshalb für viele uninteressant geworden."

Foto Pfr. Gerhard Maria Wagner: (c) http://www.dioezese-linz.at/pfarren/windischgarsten/stjakob


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