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„Wir Katholiken, die dem Lehramt treu sind, haben es satt, diffamiert und stigmatisiert zu werden“

29. Juli 2025 in Aktuelles, 20 Lesermeinungen
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Prof. Riccardo Wagner: „Ohne Bischof Barron wäre ich wahrscheinlich kein Christ und ganz sicher kein Katholik“ – Wagners Eindrücke bei Verleihung des Josef-Pieper-Preises an US-Bischof in Münster – Vandalismus an der gotischen Kirche! – VIDEOS!


Münster-Köln (kath.net/pl) „Ein feierliches Pontifikalamt in der Überwasserkirche mit Bischof Stefan Oster – konzelebriert von Bischof Barron. Auch Piepers Requiem wurde in dieser Kirche als Choralamt gehalten. Oster hielt eine wunderbare und bewegende Predigt über die Kraft des Gebets für Nähe und Einheit mit Gott, unserem Vater.“ Das schreibt Prof. Riccardo Wagner auf X, er nahm an der Verleihung des Josef-Pieper-Preises an US-Bischof Robert Barron in Münster teil, ebenso am Pontifikalamt in der historischen Münsteraner Überwasserkirche. Prof. Dr. Riccardo Wagner ist Professor für Nachhaltiges Management & Kommunikation an der Hochschule Fresenius in Köln, Leiter der Media School, Studiendekan sowie Autor. „Barron ist ein würdiger Preisträger, weil er wie kaum ein anderer dafür gesorgt hat, das reiche katholische intellektuelle Erbe und die Tradition des katholischen Denkens für eine ganz neue Generation fruchtbar zu machen. Er ist auch ein verdienter Preisträger, weil er diese Perspektive konsequent mit dem Wunsch verbindet, Menschen für unsere Heilige Kirche zu gewinnen und zu inspirieren – mich eingeschlossen. Ohne Barron wäre ich wahrscheinlich kein Christ und ganz sicher kein Katholik. Vielen Dank daher, Bischof Barron, auch für Ihre freundlichen Worte heute.“ Wagner wurde 2024 in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche aufgenommen und hat anlässlich der Preisverleihung Barron auch persönlich kennengelernt.

Dann schildert Wagner: „Leider nutzten einige Demonstranten, von denen nicht wenige nicht einmal katholisch waren, nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, absurde Parolen zu skandieren und die üblichen Diskriminierungsvorwürfe zu erheben. Sie diffamierten Barron als Nazi, Faschisten und Autokratenhelfer (Trump). Leider war die gesamte Kirche zuvor mit Farbe beschmiert und Heiligenstatuen geschändet worden – doch es war schön zu sehen, dass viel mehr Menschen freudig und inspiriert aus dem Gottesdienst kamen, als zuvor aggressiv schreiend dagestanden hatten. Auch mein Gespräch mit einigen von ihnen offenbarte das erwartete Bild: Zitat: ‚Ich habe zwei, drei Videos von ihm gesehen. Er unterstützt Trump und schließt queere Menschen aus.‘ Auf die Frage nach Beweisen etc. kam nicht viel mehr. Alles in der Art von: ‚Ich habe kurz nachgeschaut, es ist nicht meine Meinung – er ist mein Feind und ein rechter Katholik‘“.


Außerdem berichtet Wagner, dass Bischof Stefan Oster vom Bistum Passau „eine wunderbare und persönliche Laudatio“ gehalten hat, „die Bischof Barrons Wirken als glaubwürdiger Verkünder der Frohen Botschaft via @WordOnFire perfekt beschrieb, für alle erkennbar als jemand, der im existenziellen Sinne betet und deshalb Herzen entflammen kann. Das liegt auch daran, dass er Menschen und die menschliche Natur kennt und dies, wie Josef Pieper, mit intellektueller Tiefe und Reflexion verbindet, im Kern wissend, dass Gnade die Natur nicht nur voraussetzt, sondern auch vervollkommnet. Eine Vollkommenheit, die sich auch in der Schönheit des katholischen Glaubens zeigt und die als Schlüssel zum Glauben ein Eckpfeiler von Barrons Werk und ‚Word on Fire‘ ist.“

Dabei schrieb Wagner explizit: „Dankenswerterweise ließ Oster auch die Kritik Barrons nicht unerwähnt und übte seinerseits berechtigte, klare und wohlüberlegte Kritik am vermeintlichen Mainstream der deutschen Kirchen, die den wahren Mainstream, das kirchliche Lehramt, und die Fähigkeit zum Diskurs oft weit hinter sich gelassen hätten. ‚Die Neuevangelisierung hat es in Deutschland nicht leicht‘, sagte Oster. Vielen Dank, Bischof Oster, für Ihre klaren und tröstenden Worte. Wir Katholiken, die dem Lehramt treu sind, haben es satt, diffamiert und stigmatisiert zu werden. Der tosende Applaus sprach für sich.“

Auch Prof. Pater Karl Wallner OCist (Link) aus Heiligenkreuz, der österreichische Nationaldirektor der Päpstlichen Missionwerke MISSO,, zeigte sich auf X tief beeindruckt von der Veranstaltung und dem Preisträger: „US Bischof Robert Baron erreicht in den Medien mit seinen Erklärungen des katholischen Glaubens Aber-Millionen Menschen. Barron ist Doktor und Professor und hat neun Ehrendoktorate, er spricht 5 Sprachen. Er ist der bedeutendste intellektuelle Medien Missionar unserer Zeit! Den Josef-Pieper-Preis hat dieser gelehrte Philosoph und Theologe verdient.“ Weiter twitterte er: „Ich durfte bei der Preisverleihung in Münster auch einen Vortrag, inspiriert von Medien-Thomismus von Barron halten. Viele junge Leute, die durch Barron zum Glauben gekommen sind, waren unter den 300 Teilnehmern. Bischof Stefan Oster war als Laudator großartig, mit ihm durfte ich am Grab des seligen Bischofs von Galen beten. Es war eine der besten akademischen Veranstaltungen, die ich je erlebt habe! Danke an die Organisatoren.“

Der Theologe Dr. Benjamin Leven (Link), Redaktionsleiter Online bei der Zeitschrift „Communio“ (Freiburg i.Br.), kommentierte auf seinem privaten Auftritt auf X sarkastisch die Vandalisierung der Überwasserkirche in Münster im Rahmen der Preisverleihung nach entsprechenden Berichten und Stellungnahmen von kirchlichen und kirchensteuerfinanzierten Organen: „Vandalismus und ‚Fuck Trump‘-Graffiti an der Überwasserkirche. Die Reinigungskosten übernehmen die theologische Fakultät und die Bistumszeitung ‚Kirche+Leben‘, ok?“

Hintergrund: Der US-Amerikaner Robert Barron ist seit 1992 Professor für systematische Theologie, er lehrt gastweise auch an vielen anderen Hochschulen weltweit. So hatte er u.a. 2007 eine Gastprofessur an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin (Rom), 2010 bis 2011 war er als Scholar in Residence am Pontifical North American College (Rom). 2015 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof der Erzdiözese Los Angeles, 2022 zum Bischof Winona-Rochester. Er kommentiert in vielen Medien kirchliche Themen, darunter sind auch weltliche Meiden wie CNN und ABC. Mit seinem erfolgreichen Mediennetzwerk „Word on Fire“ setzt er sich für die Neuevangelisierung ein.

Archivfoto Bischof Barron (c) Diözese Winona-Rochester


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