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Papst bestürzt nach Anschlag durch Islamisten auf katholische Kirchengemeinde im Kongo

29. Juli 2025 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Mit "Bestürzung und tiefem Schmerz" hat Papst Leo XIV. auf das Blutbad mit vielen Toten in einer Kirche im Ostkongo reagiert - Menschen, die Gebetswache in katholischer Kirche hielten, wurden von Islamisten mit Stichwaffen niedergemetzelt


Vatikanstadt, 28.7.2025 (KAP) Mit "Bestürzung und tiefem Schmerz" hat Papst Leo XIV. auf das Blutbad mit vielen Toten in einer Kirche im Ostkongo reagiert. Er teile die Trauer der Familien und der christlichen Gemeinschaft und versichere ihnen seine Nähe, hieß es am Montag in einem Beileidstelegramm aus dem Vatikan. Angesichts dieser Tragödie sei ein größerer Einsatz für die Menschen in dieser Region geboten. Der Papst bitte Gott, "dass das Blut dieser Märtyrer ein Samen des Friedens, der Versöhnung, der Geschwisterlichkeit und der Liebe für das gesamte kongolesische Volk sei".


Berichten zufolge hatten in der Nacht auf Sonntag Islamisten in Komanda zunächst Geschäfte und Lastwagen in Brand gesetzt. Dann seien etwa 20 Menschen, die eine Gebetswache in einer katholischen Kirche hielten, überrascht und mit Stichwaffen niedergemetzelt worden, hieß es unter Berufung auf Augenzeugen. Weitere Leichen seien in niedergebrannten Häusern und Geschäften unweit der Kirche gefunden worden.

Der kongolesische Sender Radio Okapi berichtet von 43 Todesopfern; die Nachrichtenagentur AP spricht von mindestens 21 Toten in einer Kirche. Die Attacke wird Rebellen der islamistischen Allied Democratic Forces (ADF) aus dem Nachbarland Uganda zugeschrieben. Der Angriff erfolgte nach mehreren Monaten der Ruhe in der Region, in die zuletzt viele Vertriebene zurückgekehrt seien.

Die bevölkerungsreiche Demokratische Republik Kongo ist nach Algerien der zweitgrößte Flächenstaat Afrikas. Vor allem im rohstoffreichen Osten kämpfen seit Jahrzehnten diverse Rebellengruppen um die Vorherrschaft. Konflikte in den Nachbarstaaten tragen ebenfalls zu einer politisch instabilen Lage bei. Hinzu kommt eine meist schwache Zentralregierung in Kinshasa.

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