Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Vatikanzeitung kritisiert Aids-Prävention der Vereinten Nationen

12. Oktober 2011 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» wirft der UN-Gesundheitsorganisation WHO und dem US-Pharmakonzern Pfizer vor, in Afrika ein hormonelles Verhütungsmittel für Aids-Kranke zu vertreiben, das die Ansteckungsgefahr erheblich erhöhe.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» wirft der UN-Gesundheitsorganisation WHO und dem US-Pharmakonzern Pfizer vor, in Afrika ein hormonelles Verhütungsmittel für Aids-Kranke zu vertreiben, das die Ansteckungsgefahr erheblich erhöhe. Das in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara am häufigsten verwendete Kontrazeptivum «Depo-Provera» verdoppele die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung des Lebenspartners, heißt es in einem Kommentar auf der Titelseite der Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf neuere Forschungen.


Ungeachtet dessen hielten die Vereinten Nationen jedoch an der Verteilung dieses Verhütungsmittels fest, kritisiert der «Osservatore». Auch der Hersteller Pfizer weigere sich, diese Forschungen zur Kenntnis zu nehmen, und lehne eine Stellungnahme ab. Leidtragende seien vor allem afrikanische Frauen.

Der «Osservatore» betont, dass eine Erziehung hin zu einer Verwendung natürlicher Methoden der Empfängnisverhütung das wirkungsvollste Mittel sei, um eine Ausbreitung des HI-Virus einzudämmen. Dies sei wissenschaftlich belegt. Zugleich weist die Zeitung darauf hin, dass eine unabhängige, von wirtschaftlichen Interessen freie Forschung unerlässlich für die Lösung der Probleme der Entwicklungsländer sei.

Der Autor des Kommentars, der italienische Sozialwissenschaftler Emanuele Rizzardi, beruft sich auf einen Beitrag in der renommierten britischen Fachzeitschrift «The Lancet». Darin werden die Ergebnisse einer von der «Bill and Melinda Gates Stiftung» finanzierten Untersuchung von knapp 3.800 Paaren in afrikanischen Ländern mit einer hohen Zahl von Aids-Kranken vorgestellt. Die Ansteckungsrate der zuvor nichtinfizierten Partner lag demnach für Paare, die das Hormonpräparat verwendeten, doppelt so hoch wie im Durchschnitt.

(C) 2011 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aids

  1. Die sicherste Methode gegen HIV-Infektionen: Abstinenz und Treue
  2. Wenn die Kinder HIV-positiv sind
  3. Papst an afrikanische Bischöfe: Bei Aids-Hilfe nicht nachlassen
  4. Indonesiens Präsident wirbt für Abstinenz als Mittel gegen Aids
  5. Caritas-Experte: Aids kann nicht nur mit Kondomen besiegt werden
  6. Südafrika: Malteser engagieren sich im Kampf gegen Aids
  7. Papst lobt Aids-Hilfe und fordert moralische Stimme der Kirche
  8. 1000 'Gefällt mir' auf Facebook - Dann kommt der Bart weg
  9. Vatikan: Gegen Aids hilft vor allem Verhaltensänderung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz