Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Vatikanzeitung kritisiert Aids-Prävention der Vereinten Nationen

12. Oktober 2011 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» wirft der UN-Gesundheitsorganisation WHO und dem US-Pharmakonzern Pfizer vor, in Afrika ein hormonelles Verhütungsmittel für Aids-Kranke zu vertreiben, das die Ansteckungsgefahr erheblich erhöhe.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» wirft der UN-Gesundheitsorganisation WHO und dem US-Pharmakonzern Pfizer vor, in Afrika ein hormonelles Verhütungsmittel für Aids-Kranke zu vertreiben, das die Ansteckungsgefahr erheblich erhöhe. Das in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara am häufigsten verwendete Kontrazeptivum «Depo-Provera» verdoppele die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung des Lebenspartners, heißt es in einem Kommentar auf der Titelseite der Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf neuere Forschungen.


Ungeachtet dessen hielten die Vereinten Nationen jedoch an der Verteilung dieses Verhütungsmittels fest, kritisiert der «Osservatore». Auch der Hersteller Pfizer weigere sich, diese Forschungen zur Kenntnis zu nehmen, und lehne eine Stellungnahme ab. Leidtragende seien vor allem afrikanische Frauen.

Der «Osservatore» betont, dass eine Erziehung hin zu einer Verwendung natürlicher Methoden der Empfängnisverhütung das wirkungsvollste Mittel sei, um eine Ausbreitung des HI-Virus einzudämmen. Dies sei wissenschaftlich belegt. Zugleich weist die Zeitung darauf hin, dass eine unabhängige, von wirtschaftlichen Interessen freie Forschung unerlässlich für die Lösung der Probleme der Entwicklungsländer sei.

Der Autor des Kommentars, der italienische Sozialwissenschaftler Emanuele Rizzardi, beruft sich auf einen Beitrag in der renommierten britischen Fachzeitschrift «The Lancet». Darin werden die Ergebnisse einer von der «Bill and Melinda Gates Stiftung» finanzierten Untersuchung von knapp 3.800 Paaren in afrikanischen Ländern mit einer hohen Zahl von Aids-Kranken vorgestellt. Die Ansteckungsrate der zuvor nichtinfizierten Partner lag demnach für Paare, die das Hormonpräparat verwendeten, doppelt so hoch wie im Durchschnitt.

(C) 2011 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aids

  1. Die sicherste Methode gegen HIV-Infektionen: Abstinenz und Treue
  2. Wenn die Kinder HIV-positiv sind
  3. Papst an afrikanische Bischöfe: Bei Aids-Hilfe nicht nachlassen
  4. Indonesiens Präsident wirbt für Abstinenz als Mittel gegen Aids
  5. Caritas-Experte: Aids kann nicht nur mit Kondomen besiegt werden
  6. Südafrika: Malteser engagieren sich im Kampf gegen Aids
  7. Papst lobt Aids-Hilfe und fordert moralische Stimme der Kirche
  8. 1000 'Gefällt mir' auf Facebook - Dann kommt der Bart weg
  9. Vatikan: Gegen Aids hilft vor allem Verhaltensänderung







Top-15

meist-gelesen

  1. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz