Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Die frohe Botschaft für Prostituierte

8. Juni 2010 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie eine Neuseeländerin in Berlin Prostituierten das Evangelium erzählt - Von Karsten Huhn


Berlin (kath.net/idea)
Die Arbeit von Patricia Green (70) gehört zu jenen unscheinbaren Tätigkeiten, die nicht vom Erfolg der großen Zahl leben, sondern davon, dass man das Richtige tut. Auf den beiden großen Straßenstrichs in Berlin spricht Patricia Green Prostituierte an, um mit ihnen über das Evangelium zu sprechen. Greens Leitmotiv steht im Buch der Sprüche 31,8-9: "Tue deinen Mund auf für den Stummen, für das Recht aller Verlassenen! Tue deinen Mund auf, richte recht und verteidige den Elenden und Armen!"

Von Bangkok nach Berlin

Patricia Green stammt aus Neuseeland. Dort studierte sie in der Hauptstadt Wellington Psychologie und Sozialarbeit und baute ein christliches Haus für vernachlässigte oder misshandelte Mädchen und Frauen auf. 1988 zog sie in die thailändische Hauptstadt Bangkok und gründete dort im Rotlicht-Milieu den "Rahab Dienst" (benannt nach der Hure Rahab in Josua 2). Um Kontakte zu den Prostituierten zu knüpfen, eröffnete sie einen Schönheitssalon. Später kamen ein Haus für Aussteiger sowie Angebote für Ausbildung und Existenzgründung hinzu, zum Beispiel eine Schmuckwerkstatt. In 20 Jahren gelang auf diese Weise etwa 200 Frauen der Ausstieg aus der Prostitution. 200.000 Frauen leben in Bangkok von der Prostitution.


Ein 14 Milliarden Euro-Markt

Ein Großteil der nach Thailand reisenden Sex-Touristen sind Deutsche. So begann Patricia Green sich für Deutschland zu interessieren. Dem Landeskriminalamt Berlin zufolge gibt es in der deutschen Hauptstadt etwa 6.000 bis 8.000 Prostituierte. Mehr als die Hälfte der Frauen stammt aus Osteuropa oder Asien. Sie bieten ihre Dienste auf der Straße, in Bars, Nachtclubs oder Bordellen an. Mit Prostitution werden in Deutschland pro Jahr etwa 14 Milliarden Euro verdient. Der Großteil dieser Summe geht nicht an die Prostituierten, sondern an deren Zuhälter. Dass Prostitution in Deutschland seit 2002 legal ist, hält Patricia Green für einen Fehler. "Das legt den Schluss nahe, dass Prostitution ein Beruf sei wie der einer Krankenschwester oder Lehrerin. Dabei ist die Legalisierung von Prostitution nichts anderes als eine Erlaubnis für Männer, Frauen sexuell auszubeuten."

Schokolade und Bibelverse

Seit 2006 lebt Patricia Green in Berlin und gründete das Hilfswerk "Alabaster Jar". Der Name spielt auf die Frau in Matthäus 26,7 an, die an Jesus mit einer Alabasterflasche herantritt, um ihn mit Öl zu salben. Um Prostituierte zu beraten, baute Patricia Green ein Team von derzeit sieben ehrenamtlichen Frauen auf (weitere Helferinnen sind willkommen). In den ersten Monaten wurden die Frauen von "Alabaster Jar" von den Prostituierten ignoriert. Mit kleinen Geschenken wie Blumen oder Schokolade gelang es mit der Zeit, deren Vertrauen zu gewinnen. Die Frauen von "Alabaster Jar" haben Tee, Kaffee und Karten mit Bibelversen dabei, auf Nachfrage geben sie auch Kondome weiter. Manche der oft drogensüchtigen Prostituierten bieten ihren Körper bereits für fünf Euro an und haben für Verhütung kein Geld.

Einmal in der Woche lädt das Team von Alabaster Jar zu Gespräch und Gebet in einem Café ein. "Die meisten Menschen mögen es, wenn für sie gebetet wird", sagt Patricia Green. "Wir wollen, dass die Frauen erfahren, dass Gott sie liebt und sie etwas Besonderes für ihn sind."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Good News

  1. Zum Tode verurteilte Christin aus dem Sudan in USA angekommen
  2. Good News: Pornostar findet neues Leben durch Jesus
  3. Aus für Porno-Sendungen über Astra-Satellit
  4. Jetzt reicht's! Der 'sprungbereite Hass' zeigt seine Wirkung!
  5. Good News: Katholiken bleiben trotz Missbrauchsdebatte der Kirche treu
  6. Proteste von Christen und Muslimen erfolgreich
  7. Durch Raum und Zeit
  8. Christen aus dem Irak sehen totgeglaubten Vater wieder
  9. Bekannte Hotelkette verbannt Pornofilme
  10. Miss Israel und Miss Libanon sind die 'besten Freundinnen'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz