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Wissenschaftler bestätigen Schmerzempfindlichkeit ungeborener Babys

9. April 2022 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Zum Zeitpunkt der Legalisierung der Abtreibung sei die Medizin davon ausgegangen, dass Ungeborene keinen Schmerz spüren. Diese Ansicht wurde in den letzten Jahrzehnten widerlegt, schreibt Dr. John Bockmann.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Die Frage der Schmerzempfindlichkeit ungeborener Babys ist im Rahmen der Anhörung von Ketanji Brown Jackson, der von US-Präsident Joe Biden nominierten Kandidatin für den Obersten Gerichtshof, erneut thematisiert worden. Brown Jackson gab an, die Frage nicht beantworten zu können.

Tatsächlich gebe es keine Möglichkeit, das Empfinden von Schmerz direkt zu messen, schreibt der Mediziner Dr. John Bockmann in einem Artikel für LifeNews. Deshalb würden manche Wissenschaftler immer noch vom früheren medizinischen Konsens ausgehen, dass Ungeborene keinen Schmerz fühlen könnten. Wenn man aber die selben Kriterien anwende, die bei Erwachsenen zur Feststellung von Schmerz dienen, gebe es starke wissenschaftliche Beweise für die Schmerzempfindlichkeit Ungeborener. Dazu könne man Schmerz- und Stresshormone heranziehen oder Magnetresonanzbilder und Ultraschall.


Bockmann verweist auf einen Artikel, den er 2020 gemeinsam mit Dr. Stuart Derbyshire, einem Mediziner, der für legale Abtreibungen eintritt, verfasst und im Journal of Medical Ethics veröffentlicht hat. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass erste Formen von Schmerzwahrnehmung bereits nach 12 Schwangerschaftswochen auftreten können. Für seinen Koautor sei dies ein weiter Weg gewesen, schreibt Bockmann. Derbyshire sei lange eine führende Stimme der Position gewesen, welche die Schmerzempfindlichkeit Ungeborener geleugnet hat.

Bis in die 1980er Jahre seien viele Ärzte überzeugt gewesen, dass Neugeborene keinen Schmerz empfinden würden. 1994 sorgten einige Wissenschaftler für Aufsehen, als sie feststellten, dass Ungeborene ziemlich genau auf die gleiche Weise auf Schmerz reagieren wie ältere Kinder und Erwachsene und dass Schmerzmittel diese Reaktionen linderten. Derzeit würden alle Operationen an Föten ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft (14 Wochen) mit Anästhesie durchgeführt.

Ein Argument gegen die Schmerzempfindlichkeit von Föten war die Ansicht, dass die Hirnrinde des Ungeborenen ausgebildet sein müsse, um Schmerz empfinden zu können. Neue Erkenntnisse würden aber zeigen, dass dies nicht notwendig sei.

Sehr wertvoll seien 3D-Ultraschallaufnahmen, welche das Verhalten und die Mimik ungeborener Babys mittlerweile sehr gut aufzeichnen und wiedergeben könnten.

Bockmann weist abschließend darauf hin, dass seit der Legalisierung der Abtreibung durch die Entscheidung „Roe v. Wade“ im Jahr 1973 auf wissenschaftlichem Gebiet viel geschehen sei. Die Entscheidung sei immer noch gültig, obwohl die Wissenschaft seither bedeutende Erkenntnisse gewonnen habe.

 


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 9. April 2022 
 

Todesschmerz

Dies hier zu lesen ist entsetzlich gruselig, aber gut zu wissen. Betroffene, die diese Wahrheit erfahren, werden hoffentlich nachdenklicher und schrecken eher zurück!


1
 
 modernchrist 9. April 2022 
 

modernchrist

Im Film "Der stumme Schrei" sieht man ganz genau, wie beim Andocken des Saugrohres an den Popo des Kindes das Ungeborene seinen Mund zu einem riesigen Todesschrei aufreisst! Vorher versucht es durch Wegschwimmen dem Sog zu entkommen, das Saugrohr aber setzt an und reisst den ersten Teil des Kindes ins Rohr. Dabei spürt das Kind die Zerstörung und schreit - natürlich ohne ausgeformte Stimmbänder, daher der "stumme Schrei". Das Kind wird sicher nicht vor Freude aufgeschrieen haben!
Also auf alle Fälle dokumentierbarer Todesschmerz schon ab der 10. Woche! Abtreibungsbefürworter werden nun sicher ein neues wording dafür suchen: Vielleicht Schrei der Überraschung?


1
 

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