Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Keiner, der Maria um Hilfe gebeten hat, ist jemals verlassen worden

8. Dezember 2021 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Kleinheit Marias. Maria, frei von sich selbst, ganz Gott und den anderen zugewandt. Maria ‚Immaculata’ hat keine Augen für sich selbst. Heiligkeit ist nichts für ‚Eingeweihte’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, Angelus mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz,

Das Evangelium der heutigen Liturgie, so Franziskus, führt uns in ihr Haus in Nazareth, wo sie die Verkündigung des Engels empfing (vgl. Lk 1,26-38). In den eigenen vier Wänden zeige sich eine Person besser als anderswo. Und genau in dieser häuslichen Intimität gebe uns das Evangelium ein Detail, das die Schönheit des Herzens Marias offenbare.

Der Engel nenne sie „du Begnadete“. Wenn sie voll der Gnade sei, bedeute das, dass die Gottesmutter frei vom Bösen sei, „sie ist ohne Sünde, unbefleckt“. Bei dieser Begrüßung sei Maria „erschrocken“ (Lk 1,29). Sie sei nicht nur überrascht, sondern eben auch erschrocken. Wenn man große Grüße, Ehrungen und Komplimente erhalte, bestehe manchmal die Gefahr, dass man sich anmaßend und überheblich werde: „Erinnern wir uns daran, dass Jesus denjenigen nicht wohlgesonnen ist, die auf den Plätzen grüßen, bewundern und sich zeigen wollen (vgl. Lk 20,46)“. Maria hingegen erhebe sich nicht, sondern sei beunruhigt. Anstatt Freude zu empfinden, sei sie erstaunt. Der Gruß des Engels scheine größer zu sein als sie: „Warum? Weil sie sich innerlich klein fühlt, und diese Kleinheit, diese Demut zieht Gottes Blick an“.


Hinter den Mauern des Hauses von Nazareth sähen wir also einen wunderbaren Aspekt des Herzens Marias: „nachdem sie das größte Kompliment erhalten hat, ist sie erschrocken, weil sie spürt, dass das, was sie sich nicht selbst zugeschrieben hat, an sie gerichtet ist“. Maria schreibe sich in der Tat keine Vorrechte zu, sie erhebe keine Ansprüche, sie schreibe sich nichts zu. Sie beglückwünsche sich nicht selbst, sie überhöhe sich nicht selbst. Denn in ihrer Demut wisse sie, dass sie alles von Gott erhalte. Sie sei also frei von sich selbst, ganz Gott und den anderen zugewandt. Maria „Immaculata“ habe keine Augen für sich selbst. Das sei wahre Demut: nicht auf sich selbst zu schauen, sondern auf Gott und die anderen.

Dese Vollkommenheit Marias, die voll der Gnade sei, werde also vom Engel hinter den Mauern ihres Hauses verkündet: „nicht auf dem großen Platz von Nazareth, sondern dort, im Verborgenen, in größter Demut“. In diesem kleinen Haus in Nazareth „schlug das größte Herz, das je ein Geschöpf hatte“. Das sei eine außergewöhnliche Nachricht für uns. Denn es sage uns, dass der Herr, um Wunder zu wirken, nicht große Mittel oder unsere erhabenen Fähigkeiten brauche, sondern unsere Demut, unsere Offenheit für ihn und für andere.

Mit dieser Verkündigung hinter den ärmlichen Mauern eines kleinen Hauses habe Gott die Geschichte veränderte. Auch heute wolle er in unserem Alltag Großes mit uns tun: „in der Familie, am Arbeitsplatz, in unserem täglichen Umfeld. Mehr noch als in den großen Ereignissen der Geschichte liebt es die Gnade Gottes dort zu wirken. Aber ich frage mich, ob wir das glauben? Oder denken wir, dass Heiligkeit eine Utopie ist, etwas für Eingeweihte, eine fromme Illusion, die mit dem normalen Leben unvereinbar ist?“.

„Bitten wir die Gottesmutter heute um eine Gnade“, so der Papst abschließend: „sie möge uns von der irreführenden Vorstellung befreien, dass das Evangelium das eine und das Leben das andere ist. Sie möge uns für das Ideal der Heiligkeit begeistern, was nicht eine Frage von Heiligen und Heiligenbildern ist, sondern davon, dass wir jeden Tag demütig und freudig leben, was uns widerfährt, frei von uns selbst, mit dem Blick auf Gott und den Nächsten, dem wir begegnen“. Wir sollten nicht den Mut verlieren:

„Der Herr hat uns allen einen guten Stoff gegeben, um die Heiligkeit in unser tägliches Leben zu weben! Und wenn uns der Zweifel überfällt, es nicht zu schaffen, die Traurigkeit, unzulänglich zu sein, dann lassen wir uns von den barmherzigen Augen der Gottesmutter anschauen, denn keiner, der sie um Hilfe gebeten hat, ist jemals verlassen worden“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an seine Apostolische Reise nach Zypern und Griechenland (2. - 6. Dezember 2012) und fasste die wesentlichen Punkte zusammen. 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz