Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Das Evangelium: es ist eines!

4. August 2021 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die harten Wortes des Völkerapostels sind notwendig, weil es nur EIN Evangelium gibt. Also: kein Spielraum für Verhandlungen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben - er sei verflucht” (Gal 1,6-8).

Erste Generalaudienz nach der Sommerpause mit Pilgern und Besuchern in der Aula “Paolo VI”, dies aus Gründen des Klimas und der Rehabilitation von Papst Franziskus nach seiner schweren Darmoperation. Der Papst  setzte seine Katechesenreihe zum Brief des Paulus an die Galater fort. Der dritte Teil stand unter dem Thema: „Das Evangelium - es ist eines!”.

Wie wir im Galaterbrief lesen könnten, verstehe sich Paulus als Knecht Christi, der allen Menschen das Evangelium verkünden soll. Umso enttäuschter sei er, dass sich die Galater nun einem anderen Evangelium zuwendeten.

Das Evangelium sei doch die Heilszusage Gottes an alle Menschen: “wer das Evangelium annimmt, wird von Gott als Sohn oder Tochter aufgenommen und erhält als Erbe das ewige Leben”. Eine Verkündigung, die diese Heilsbotschaft verändere, lasse die Neubekehrten nicht wirklich zu der Freiheit gelangen, die der Glaube ermögliche.


Es brauche keine Beschneidung, auch wenn sie vermeintlich in Treue zur Tradition der Väter geschehe. Der Glaube bestehe nicht in der genauen Befolgung des mosaischen Gesetzes. Paulus bringe hier seine persönliche Glaubenserfahrung ins Spiel: Das Evangelium habe er „durch eine Offenbarung Jesu Christi“ (Gal 1,12) empfangen: “dies hat seinen Enthusiasmus für diese höchste Wahrheit, die Gegenwart der absoluten Liebe des Vaters geweckt. Dieses klare Wort gibt den Galatern und auch uns Orientierung”.

Der Apostel könne keine Kompromisse in einem so entscheidenden Bereich riskieren. Es gebe “nur ein Evangelium”, und das habe er verkündet. Es könne kein anderes geben.

“Aufgepasst!”, so der Papst: “Paulus sagt nicht, dass das wahre Evangelium seins ist, weil er es verkündet hat, nein! Das wäre anmaßend, das wäre prahlerisch. Vielmehr bekräftigt er, dass ‘sein' Evangelium, das gleiche, das die anderen Apostel anderswo verkündet haben, das einzig wahre ist, weil es das von Jesus Christus ist”. So schreibe er: “Ich erkläre euch, Brüder und Schwestern: Das Evangelium, das ich verkündet habe, stammt nicht von Menschen” (Gal 1,11).

Wir könnten verstehen, warum Paulus sehr harte Worte verwende. Zweimal verwende er den Ausdruck “Anathema”, der auf die Notwendigkeit hinweise, das von der Gemeinschaft fernzuhalten, was ihre Grundlagen bedrohe. Kurzum, in diesem Punkt lasse der Apostel keinen Spielraum für Verhandlungen: “Wenn man über das Evangelium und seine möglichen Umwälzungen spricht, geht man keine Kompromisse ein: Der Glaube an Jesus ist keine Verhandlungsmasse”. Es gebe keine Kompromisse.

Diese zu Beginn des Briefs an die Galater beschriebene Situation erscheine paradox, denn alle Beteiligten scheinen von guten Gefühlen beseelt zu sein. Die Galater, die auf die neuen Missionare hörten, dächten, dass sie durch die Beschneidung noch mehr dem Willen Gottes ergeben sind und damit Paulus noch mehr gefallen. Die Gegner des Paulus “scheinen von der Treue zu der von den Vätern überlieferten Tradition beseelt zu sein und glauben, dass der wahre Glaube in der Befolgung des Gesetzes besteht”.

Angesichts dieser höchsten Treue rechtfertigten sie sogar ihre Unterstellungen und Verdächtigungen gegenüber Paulus, der als unorthodox in Bezug auf die Tradition gelte. Der Apostel selbst sei sich bewusst, dass seine Sendung göttlicher Natur sei, und deshalb sei er von einer totalen Begeisterung für die Neuheit des Evangeliums ergriffen. Das Evangelium sei immer neu.

Seine pastorale Besorgnis “veranlasst ihn, streng zu sein, denn er sieht die große Gefahr, der junge Christen ausgesetzt sind. Kurzum, in diesem Labyrinth der guten Absichten muss man sich selbst entwirren, um die höchste Wahrheit zu erfassen, die mit der Person und der Verkündigung Jesu und seiner Offenbarung der Liebe des Vaters am besten übereinstimmt. Deshalb war das klare und entschiedene Wort des Paulus heilsam für die Galater und ist auch für uns heilsam”. Das Evagelium sei das Geschenk Christri an uns.

Die Pilger und Besucher sowie die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache. In dieser Ferienzeit wollen wir uns mehr um die Menschen um uns kümmern und so die Liebe bezeugen, die Gott für die ganze Menschheit hegt. Der Heilige Geist geleite uns auf all unsren Wegen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz