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Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben

20. April 2022 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus: die Erziehung zur Ehrerbietung gegenüber den Älteren hilft den jungen Menschen, ein tieferes Verständnis für den Wert des Lebens und die Würde der menschlichen Person zu finden. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wer den Vater ehrt, sühnt Sünden, / und wer seine Mutter ehrt, sammelt Schätze. Wer den Vater ehrt, wird Freude haben an den Kindern / und am Tag seines Gebets wird er erhört. Wer den Vater ehrt, wird lange leben, / und seiner Mutter verschafft Ruhe, wer auf den Herrn hört. – Kind, nimm dich deines Vaters im Alter an / und kränke ihn nicht, solange er lebt! Wenn er an Verstand nachlässt, übe Nachsicht / und verachte ihn nicht in deiner ganzen Kraft! – Wie ein Gotteslästerer ist, wer den Vater im Stich lässt, / und ein vom Herrn Verfluchter ist, wer seine Mutter erzürnt“ (Sir 3,3-6.12-13.16).

Fünfzehnte Generalaudienz des Jahres 2022 mit Pilgern und Besuchern, zum ersten Mal seit zwei Jahren und den pandemiebedingten Beschränkungen wieder auf dem Petersplatz. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zum Alter fort. Die sechste Katechese srand unter dem Thea: „Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben“.

Ältere Menschen machten oft die Erfahrung, dass sie nicht mehr wie früher am Leben der anderen teilnehmen könnten: „sie fühlen sich zurückgesetzt und unverstanden. Dieser Eindruck wird nicht selten verstärkt durch eine gewisse Überheblichkeit der Jüngeren, denen die Schwäche und die Unsicherheit der Alten für ihre eigene Lebensgestaltung lästig werden“.


Die älteren Menschen ihrerseits fühlten sich infrage gestellt, und dies im Kontrast zu den reichen Erfahrungen ihres gelebten Lebens, die auch im Alter nicht verloren gingen. Die Geringachtung, die den Alten keine Ehre schenke, entehre aber in Wirklichkeit uns alle zusammen.

Die Heilige Schrift sprreche sehr entschieden davon, die ältere Generation zu ehren. „Eh-re deinen Vater und deine Mutter“ sei eine feierliche Aufforderung, mit der die zweite Tafel der Zehn Gebote beginne, die dem Moses von Gott selbst offenbart worden sei.

Die Ehrerbietung „ist ein Ausdruck der Liebe, die der älteren Generation gebührt für all das, was sie, sei es in der Familie oder in der Gesellschaft, für uns geleistet hat“. Der Abschnitt aus dem Buch Jesus Sirach, den wir gehört hätten, spreche sogar davon, „dass derjenige, der die Eltern ehrt, selbst eine reiche Belohnung für sein Leben erhält“.

Die Erziehung zur Ehrerbietung gegenüber den Älteren helfe den jungen Menschen, ein tieferes Verständnis für den Wert des Lebens und die Würde der menschlichen Person zu finden: „der Heilige Geist schenke uns dazu die nötige Kraft und Einsicht!“.

Die Verachtung, die den alten Menschen entehre, entehre somitt eigentlich uns alle. Der Abschnitt aus dem Buch Sirach seizu Recht hart zu dieser Schande, die vor Gott nach Rache schreie: „in der Geschichte von Noah gibt es eine Stelle, die in dieser Hinsicht sehr aussagekräftig ist. Der alte Noah, Held der Sintflut und immer noch ein harter Arbeiter, liegt bewusstlos da, nachdem er tz viel getrunken hatte. Um ihn nicht aus Verlegenheit zu wecken, decken ihn seine Söhne sanft zu und schauen mit großem Respekt zu Boden. Dieser Text ist sehr schön und sagt alles über die Ehre aus, die dem alten Mann gebührt“.

Trotz aller materiellen Vorkehrungen, die reichere und besser organisierte Gesellschaften für das Alter zur Verfügung stellten - lworauf wir sicherlich stolz sein könnten, „scheint das Ringen um die Wiederherstellung dieser besonderen Form der Liebe, die Ehre ist, immer noch zerbrechlich und unreif. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um sie zu unterstützen und zu fördern, indem wir denjenigen, die für diese entscheidende Form der ‚Zivilisation der Liebe’ empfänglich sind, eine bessere soziale und kulturelle Unterstützung bieten“. Der Papst riet den Eltern, die jungen Menschen immer mit den alten Mneschen zusamenzubringen. Die alten Menschen seien die "Gegenwart der Geschichte".

Es sei keine Frage von Kosmetik und plastischer Chirurgie. Es handle sich alsovielmehr um eine Frage der Ehre, „die die Erziehung der Jugendlichen über das Leben und seine Phasen verändern muss. Die Liebe zum Menschen, die uns allen gemeinsam ist, einschließlich der Ehre für das gelebte Leben, ist keine Angelegenheit der Alten. Vielmehr ist es ein Ehrgeiz, der die Jugend, die seine besten Eigenschaften erbt, zum Strahlen bringen wird.

Die Pilger und Besucher sowie die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Gläubigen deutscher Sprache. Eine gute Osterzeit, erfüllt von der Gnade des auferstandenen Herrn, wünsche ich Euch allen und Euren Familien. Beten wir zugleich für den Frieden und um Trost für die Familie, die wegen der Kriege in der Welt viel Leid erfahren.

 


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