Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  14. Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus
  15. Papst Leo XIV. legt neues Grundgesetz für den Vatikanstaat fest

Kardinal Pell zum Synodalen Weg: ‚Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche’

28. Mai 2021 in Weltkirche, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Missbrauchsskandale könnten kein Grund dafür sein, die katholische Lehre grundlegend zu ändern. Wer sich an die Lehre der Kirche halte, begehe keinen Missbrauch, betonte der Kardinal.


Vatikan (kath.net/KAP/jg)

„Sind wir Diener und Verteidiger der apostolischen Tradition, des Glaubens, der Offenbarung – oder deren Herren, so dass wir sie grundlegend ändern könnten?“ Dies sei die entscheidende Frage, die sich die Katholiken bei synodalen Prozessen stellen müssten, sagte George Kardinal Pell in einem Interview mit Kathpress.

Pell bezog sich auf den „Synodalen Weg“ der Kirche in Deutschland und auf das bevorstehende Plenarkonzil der Kirche in Australien. Mit den genannten Prozessen wollen die Verantwortlichen Vertrauen zurückgewinnen, welches durch die Missbrauchsskandale in den letzten Jahren verloren gegangen ist. Die Missbrauchsfälle müssten aufgearbeitet werden, betonte Pell, dies könne aber kein Grund dafür sein, wesentliche Lehraussagen der katholischen Kirche aufzugeben. Wer glaube, die „furchtbare Krise verlange ein völliges Umdenken bei unseren Strukturen oder der Art, wie wir leben“, unterliege einer totalen „Fehlinterpretation“, sagte er wörtlich.


Missbrauch und schwere Fehler würden nicht dadurch entstehen, dass jemand der kirchlichen Lehre folge. „Jemand, der sich an die Lehre hält, begeht keinen Missbrauch“, betonte er.

Pell ist davon überzeugt, dass ein Abgehen von der katholischen Lehre den Mitgliederschwund in der Kirche nicht aufhalten würde. „Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche; liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir“, sagte er wörtlich. Der christliche Glaube sei attraktiv, wenn er sich an dem orientiere, was Jesus Christus gelehrt habe.  „Religiöse Gruppen, die eine feste, klare Lehre haben, überleben besser als liberale. Die Kinder liberaler Christen werden Agnostiker“, sagte Pell.

Finanzreform weist in die richtige Richtung

Die von Papst Franziskus eingeleitete Reform der Finanzen des Vatikan sieht der ehemalige Leiter des vatikanischen Wirtschaftssekretariates positiv. Die wichtigste Maßnahme ist nach seiner Ansicht die Einrichtung eines Expertengremiums, welches den Heiligen Stuhl bei Finanzinvestitionen berät. Es sei seit Jahrzehnten bekannt gewesen, dass der Vatikan mit verdächtigen und unseriösen externen Finanzpartnern zusammen gearbeitet habe.

Vieles wofür er sich vor seiner Beurlaubung 2017 eingesetzt habe, habe sich als richtig erwiesen, sagte Pell rückblickend. Die Entlassung des Generalrevisors 2017 sei ein Fehler gewesen, ebenso die Kündigung von Verträgen mit externen Beratern wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers, betonte der Kardinal.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“

Synodaler Weg

  1. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  4. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  5. Kirche im Verfall
  6. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  11. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  12. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  13. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  14. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz