Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Stat crux dum volvitur orbis
  2. Papst gegen Corona geimpft
  3. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  4. Hurra, ein Katholik!
  5. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  6. Bartholomaios ruft zu Teilnahme an Covid-Impfung auf
  7. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen
  8. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  9. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  10. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  11. ‚Big Tech hat der freien Meinungsäußerung den Krieg erklärt’
  12. Softwareunternehmen Mozilla: ‚Trump sperren wird nicht reichen’
  13. Scheidender US-Präsident erklärt 22.1. zum „Nationalen Tag der Heiligkeit des menschlichen Lebens“
  14. Deutsche vertrauen dem Zentralrat der Juden mehr als der evangelischen oder katholischen Kirche
  15. Linke US-Abgeordnete: ‚Religiöse Fundamentalisten’ wollen ‚Gesellschaft ihren Glauben aufzwingen’

Das Lobgebet

vor 6 Tagen in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: erste Generalaudienz 2021. Lobpreis – gerade in den schwierigen Momenten. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ein Loblied Davids. Ich will dich erheben, meinen Gott und König, ich will deinen Namen preisen auf immer und ewig. Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben auf immer und ewig. Groß ist der Herr und hoch zu loben, unerforschlich ist seine Größe [...] Das Lob des Herrn spreche mein Mund, alles Fleisch preise seinen heiligen Namen auf immer und ewig“ (Ps 145, 1-3.21).

Erste Generalaudienz 2021, die Gespensteraudienzen aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung des Apostolischen Palastes gehen weiter. Der Papst setzte seine Katechesenreihe zum Gebet fort. In der 21. Katechese ging Franziskus auf das „Lobgebet“ ein.

Im Matthäusevangelium sei ein Lobpreis Jesu auf den Vater zu finden, der sich den Unmündigen offenbare (vgl. 11,25). Es überrasche, dass der Herr diesen Lobpreis in einem Moment anstimme, da er in seiner Verkündigung auf Ablehnung stoße. Jesus preise freudig im Geist, weil er wisse, dass Gott der Vater der Herr des Himmels und der Erde sei und ihm, seinem Sohn, alles übergeben habe.

Sodann preise Jesus den Vater, weil dieser die Unmündigen in besonderer Weise liebe. Auch wir sollten Gott loben, „dass die Einfachen und Demütigen seine Botschaft annehmen – diejenigen, die sich nicht für besser als die anderen halten, die sich ihrer Grenzen und Sünden bewusst sind und die sich im Vater alle als Geschwister erkennen“.


Schließlich sei es ein Geschenk Gottes, dass wir ihm danken dürften. Unser Lobpreis könne seine Größe nicht mehren, doch uns bringe er Segen und Heil (vgl. Präfation für Wochentage IV). Deswegen sollten wir Gott nicht nur in frohen Stunden loben, sondern auch in schwierigen Augenblicken.

Gerade da sei die Zeit für das Lobgebet, um auf unserem Weg mit Gott weiterzugehen. Dies lehrten uns viele Heilige, so auch Franz von Assisi, der selbst in der Krankheit singe: „Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen“.

Das Lobgebet diene uns. Der Katechismus definiere es als Teilhabe an der Seligkeit der reinen Herzen, die Gott im Glauben lieben, bevor sie ihn in der Herrlichkeit schauten (vgl. 2639). Paradoxerweise solle es nicht nur dann geübt werden, wenn das Leben uns mit Glück erfülle, sondern besonders in schwierigen Momenten, wenn der Weg bergauf führe. Das sei auch die Zeit für den Lobpreis. Denn wir lernten, dass wir durch diesen Aufstieg, diesen anstrengenden Weg, diese herausfordernden Passagen ein neues Panorama, einen offeneren Horizont sähen.

Es gebe eine große Lehre in jenem Gebet, das seit acht Jahrhunderten nie aufgehört habe: der „Sonnengesang“ oder der Gesang „der Schöpfung“. Der „Poverello“ habe dies es nicht in einem Moment der Freude, des Wohlbefindens komponiert, sondern im Gegenteil inmitten der Not. Franziskus sei inzwischen fast blind gewesen und spüre in seiner Seele das Gewicht einer Einsamkeit, die er noch nie gespürt habe. Die Welt habe sich seit dem Beginn seiner Verkündigung nicht verändert, es gebe immer noch Menschen, die sich von Streitereien zerreißen ließen, und außerdem spüre er die Schritte des Todes näher kommen. Es könnte der Moment der extremen Enttäuschung und der Wahrnehmung des eigenen Versagens sein. Aber in diesem Augenblick bete Franziskus: „Laudato si', mi Signore...“. Franziskus preise Gott für alles, für alle Gaben der Schöpfung und sogar für den Tod, den er mutig „Schwester“ zu nennen vermag.

Die Heiligen zeigten uns so, dass man immer loben könne, in guten und in schlechten Zeiten, „denn Gott ist der treue Freund, und seine Liebe versagt nie“.

Die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Gläubigen deutscher Sprache. Das Lob trägt unser Gebet zu seiner Quelle und seinem Ziel: den „einen Gott, den Vater. Von ihm stammt alles und wir leben auf ihn hin“ (1 Kor 8,6). Wollen wir auch in diesem Jahr Gott loben, in den schönen wie in den schwierigen Momenten, und so als seine Kinder seiner Güte vertrauen. Der Herr segne und behüte euch allezeit.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mariat vor 6 Tagen 

Der Lobpreis erhebt die Seele zu Gott!

Er sollte stets auf unseren Lippen sein. Durch den Lobpreis öffnet sich unser Herz - die Liebe fließt - über die ganze Erde, über alle Geschöpfe - bis zum Himmel. Auch ist er ein sehr guter Weg gegen die Dunkelheit - gegen das BÖSE, die Anfechtungen, das jammern, die Ängste - zu siegen.
Wir loben und preisen Dich, Herr Jesus Christus, denn durch Dein Hl. Kreuz hast Du die Welt erlöst.
Amen. Halleluja.


1

0
 
 Karlmaria vor 7 Tagen 

Schwierige Zeiten

Das hat auch sein Gutes. So wie alle Dinge denen zum Besten dienen müssen die Gott lieben. Die Enttäuschung hat den Vorteil das man vorher getäuscht war. Dann ist man Ent-Täuscht. Es ist ja der große Betrug dass man denken könnte das Leben hier auf der Erde wäre das eigentliche Ziel. Das ist aber eine ganz große Täuschung. Da ist es schon ganz gut mal Ent-Täuscht zu sein. Und immer daran denken Gott gleicht aus. Gott gleicht aus ist für mich ein ganz wichtiges Wort. Ob das überhaupt in der Bibel vorkommt ist ja je nach Ausleger oder Übersetzer. Das Wort Sela das oft am Ende eines Psalm Verses steht könnte bedeuten Gott gleicht aus. Gott kann die größte Freude schenken inmitten aller Betrübnis. Das ist völlig unabhängig von den äußeren Ereignissen!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Das Dankgebet
  2. Das fürbittende Gebet
  3. Das Bittgebet
  4. Der Segen – das Gebet
  5. Das Gebet der frühen Kirche - die vier Koordinaten
  6. Die Jungfrau Maria – die betende Frau
  7. Das beharrliche Gebet
  8. Jesus – Meister des Gebets
  9. Jesus – Mann des Gebets
  10. Die Psalmen: Gottesliebe und Nächstenliebe







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  3. Stat crux dum volvitur orbis
  4. Der alte Trick des Feindes
  5. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  6. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  7. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  8. Hurra, ein Katholik!
  9. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen
  10. Papst gegen Corona geimpft
  11. "Für Christen, die an IHN glauben, ist klar in welcher Zeit wir uns gerade befinden"
  12. Vatikan regelt Spendung des Aschenkreuzes im Corona-Modus
  13. Die Christo-Zentrik des Petrusdienstes – Oder warum es nur einen Papst gibt
  14. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  15. Großes kath.net-Gewinnspiel 2021: Zwei Romreisen, Reisegutscheine, Büchergutscheine und ein Ipad!

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz