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‚Gläubige Wähler sollen sich gut überlegen, ob sie Biden wählen’

27. August 2020 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Biden bezeichne sich zwar gerne als Katholik, seine politische Agenda widerspreche aber in wesentlichen Punkten dem Glauben, zu dem er sich bekenne, schreibt Terry Schilling vom ‚American Principles Project’.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Die Paarung Joe Biden und Kamala Harris könnte das „antikatholischste“ Duo sein, das in jüngerer Zeit bei den Präsidentenwahlen kandidiert hat. Diese Befürchtung hat Terry Schilling, Geschäftsführer des „American Principles Project“, in einem Artikel für das Magazin The Federalist geäußert.

 

Biden bezeichne sich zwar immer wieder als „gläubiger Katholik“ und spreche von Nächstenliebe und Hilfe für die Schwächsten. Seine liberale Abtreibungspolitik und die Wahl von Kamala Harris als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft würden dem Glauben widersprechen, zu dem er sich bekenne.

 

Schilling führt Harris' Verhalten bei der Anhörung eines Juristen an, der Mitglied der katholischen Wohltätigkeitsorganisation „Knights of Columbus“ ist. Harris lehnte ihn wegen seiner negativen Haltung zu Abtreibung und „Homo-Ehe“ ab. Diese Ansichten würden ihn für eine Position als Richter an einem Bundesgericht disqualifizieren, sagte die Politikerin damals.


 

Die aus Kalifornien stammende Harris habe sich negativ über den Kampf des katholischen Ordens „Little Sisters of the Poor“ für die Religionsfreiheit geäußert. Als sie vom Obersten Gerichtshof Recht bekamen, bezeichnete Harris das Urteil als „gefährlich“ und nannte es einen „Rückschlag“.

 

Harris habe zwei Gesetzesanträge unterstützt, welche die Religionsfreiheit von religiösen Organisationen, Krankenhäusern und medizinischem Personal einschränken würden. „Katholische Spitäler müssten entweder das Knie vor Harris radikaler Ideologie beugen oder zusperren“, schreibt Schilling wörtlich.

 

Biden sei früher in der Abtreibungsfrage moderater gewesen, setze sich jetzt aber für Abtreibung auf Verlange ein, die er zumindest teilweise aus Steuermitteln finanzieren wolle. Er habe in der Corona-Pandemie Abtreibung als „wesentliche medizinische Leistung“ bezeichnet und sogar von einem „verfassungsmäßigen Recht auf Abtreibung“ gesprochen. Er wolle die Entscheidung „Roe v. Wade“, mit welcher der Oberste Gerichtshof den USA eine der liberalsten Abtreibungsregelungen der Welt beschert habe, gesetzlich verankern.

 

Nicht nur katholische Wähler sondern alle religiösen Wähler sollten sich gut überlegen, ob eine Regierung Biden–Harris ihnen erlauben würde, in Freiheit ihren Glauben zu leben, warnt Schilling abschließend.

 

Das „American Principles Project“ wurde 2009 gegründet. Einer der Mitbegründer war der katholische Intellektuelle Robert P. George. Die Organisation setzt sich für den Respekt für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, für die Ehe als dauerhafte Verbindung eines Mannes mit einer Frau, die klassische Familie und die Anerkennung von zwei Geschlechtern.


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