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St. Pölten: Gesundeter Pfarrer spendet Covid-19-Blutplasma

11. Mai 2020 in Österreich, keine Lesermeinung
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Bei bereits 93. Blutspende gab im März erkrankter Wieselburger Pfarrer Daniel Kostrzycki antikörperreiches Plasma für Genesung schwerstkranker Covid-19-Patienten ab


St.Pölten (kath.net/KAP) Daniel Kostrzycki, Pfarrer von Wieselburg (NÖ.), ist der erste Covid-19-Blutplasmaspender in der Blutbank des Landesklinikums St. Pölten. Nach einer überstandenen Corona-Erkrankung hat er Abwehrkörper in seinem Blut gebildet, berichtete die Diözese St. Pölten am Samstag auf ihrer Website. Und mit dem antikörperreichen Plasma aus seinem Blut wolle er schwerstkranken Covid-19-Patienten helfen, die Krankheit so gut wie möglich zu überstehen. "Sie sind unser Erster, und vor allem einer, der sich selbst gemeldet hat": Mit diesen Worten sei Kostrzycki im Landesklinikum freudig empfangen worden, hieß es.


Über die Vorgeschichte berichtete die Diözese: Der beliebte Pfarrer von Wieselburg wollte eine Pfarrgemeinderat-Sitzung Anfang März nicht absagen, obwohl er sich schon leicht kränklich gefühlt habe. Kurz nach Beginn der Sitzung brach er diese ab, aus Sorge, jemanden anstecken. Am nächsten Tag meldete sich Kostrzycki mit Fieber und Schüttelfrost bei der Covid-Hotline, dort wurde ihm geraten, sich an den Hausarzt zu wenden. Doch die Ferndiagnose "Nein, Sie haben kein Corona" ließ den Priester nicht ruhen; mehrmalige Anrufe und ein vom Hausarzt verschriebenes Antibiotikum folgten. "Erst als nach einer Woche mit starkem Schüttelfrost, hohem Fieber und Husten die Symptome nicht nachließen, wurde Kostrzycki positiv auf Covid-19 getestet", berichtete die Diözese.

"Wo ich mich infiziert habe, kann ich nicht rekonstruieren", sagte Daniel Kostrzyck. "Aber jetzt bin ich froh, nach überstandener Krankheit mit meinem Blut anderen Menschen zu helfen."

Die Belegschaft der Blutbank kennt den Priester bereits. Seiner jüngsten Blutplasmaspende gingen 92 Besuche im Landesklinikum voraus. Kostrzyckis 93. Blutspende "ist etwas ganz Besonderes", hieß es. Wer es ihm gleichtun will, muss zwischen 18 und 68 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen. Mit besonderer ärztlicher Bescheinigung sind auch Spenden im Alter über 68 Jahren möglich. 450 Milliliter Blut wird entnommen, davor werden alle Spender einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung einschließlich Anamneseerhebung und Labordiagnostik unterzogen.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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