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„Wir Christen können nicht ohne Christus leben!“

22. April 2020 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
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„Die Ehrfurcht gegenüber Gott, die wir Ihm, dem Höchsten und Allerheiligsten schulden, ist vielen Priestern und auch Bischöfen völlig verloren gegangen.“ Gastkommentar von Eva-Maria Hobiger


Linz (kath.net) Die Feier der sonntäglichen Eucharistie ist untrennbar und unwiderruflich mit der Identität des Christen verknüpft. Von Anbeginn an war sie für die Gläubigen der Urkirche so essentiell, dass die Christen der Urkirche nicht zurückschreckten, dafür in den Tod zu gehen. „Sine dominico non possomus“ war die Rechtfertigung des Sprechers einer Gruppe von 49 Christen, die im Jahr 304 in Abitene (im heutigen Tunesien) von römischen Spitzeln überrascht wurden, als sie sich an einem Sonntagmorgen zur Feier der Eucharistie versammelt hatten. Damit aber hatten sie sich dem Befehl des Kaiser Diokletian widersetzt, der den Christen die Religionsausübung unter Todesstrafe verboten hatte. „Ohne den Sonntag, ohne die Eucharistie, können wir nicht leben!“ lautet die Übersetzung dieses Satzes, der sich in die Geschichte des Christentums eingebrannt hat und er impliziert die Feststellung, dass es den Menschen ohne die Feier der Eucharistie an Kraft fehlen würde, die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern. Diese 49 Christen wurden nach Karthago gebracht, grausam gefoltert und ermordet, aber ihr Märtyrerblut wurde zum fruchtbaren Samen, der dazu beitrug, das Christentum wachsen und erblühen zu lassen.

Die Eucharistie ist das unverrückbare Zentrum des christlichen Lebens, sie ist die Kraftquelle unseres Lebens als Christen. Diese Wahrheit blieb unveränderlich durch 20 Jahrhunderte und in allen Generationen, die vor uns lebten, wussten die Gläubigen: Als Christen können wir ohne Christus nicht leben! Es sollte bis zum Jahr 2020 dauern, bis dieser Satz scheinbar seine Gültigkeit verlor. Zu einer Zeit, in der es den Gläubigen in vielen Ländern der Welt untersagt ist, an einem Gottesdienst teilzunehmen bzw. die Sakramente zu empfangen, hören wir bemerkenswerte Aussagen zu diesem Thema, die allerdings diametral allen christlichen Wahrheiten entgegengesetzt sind: „In der Reaktion mancher Gläubigen ist die Eucharistie schon überbewertet“ verkündet ein deutscher Bischof Mitte April und setzt fort: „So als gäbe es nichts Anderes!“ Exzellenz, wie sollen wir Katholiken das verstehen, wenn wir unseren Glauben ernstnehmen und das, was uns überliefert wurde? Haben sich tatsächlich alle Generationen, die vor uns aus der Eucharistie heraus lebten, geirrt? Haben sie übertrieben und nur unsere Generation ist so weise und erhaben, dass sie eine andere Wahrheit als die göttliche erschaffen kann? Was ist mit den Märtyrern, die für die Wahrheit Christi ihr Leben gaben? Haben Sie etwa die Wahrheit überbewertet und leichtfertig ihr Leben weggeworfen?

Im gleichen Zeitraum werden wir von einem Dekan einer katholisch-theologischen Universität im deutschsprachigen Raum in einer „aktuellen kirchlichen Bestandsaufnahme“ belehrt: „Die höchste Form des Gottesdienstes ist die Zuwendung zum Nächsten“ (!) und „die fehlende Möglichkeit des Kommunionempfanges zu Ostern“ wäre „zwar bedauerlich aber durchaus verschmerzbar“. Damit nicht genug, liest man am gleichen Tag, dass in verschiedenen Diözesen des deutschen Sprachraums eine „Eucharistie to go“ angeboten wird: Die Gläubigen könnten die geweihten Hostien mit nach Hause nehmen und dort bei einer häuslichen Feier „konsumieren“. Ein Kommentator zu diesem Artikel meinte, dann könne man die Hostien auch gleich per Post versenden. Das war zwar spöttisch gemeint, allerdings brachte er es damit auf den Punkt: Die Ehrfurcht gegenüber Gott, die wir Ihm, dem Höchsten und Allerheiligsten schulden, ist vielen Priestern und auch Bischöfen völlig verloren gegangen und so werden auch die Gläubigen nicht mehr unterwiesen, dem Herrn in der Eucharistie mit größtmöglicher Ehrfurcht und in der Haltung demütiger Anbetung zu begegnen. Die Menschen unserer Zeit haben die Bedeutung der Heiligkeit vergessen, aber wie auch nicht? Fünf Jahrzehnte lang wurde an allen Fundamenten der Kirche gesägt, wurde ein Glaubensinhalt nach dem anderen über Bord geworfen, nun aber stehen wir unmittelbar am absoluten und unverzichtbaren Zentrum und Geheimnis unseres Glaubens, an der Eucharistie, der immerwährenden Erneuerung des Kreuzesopfers Christi, an Seiner realen Präsenz in den eucharistischen Gaben. Das ist ein gefährliches Terrain, denn mit der Eucharistie steht oder fällt unser katholischer Glaube, hier entscheidet er sich unwiderruflich!

Angesichts dieser furchtbaren Entsakralisierung der Eucharistie selbst durch viele Nachfolger im Apostelamt ist es eigentlich nur mehr konsequent, dass es seitens der kirchlichen Amtsträger geduldet wurde, dass wir zwar schon eine Woche lang alles einkaufen dürfen, was unser Herz begehrt und dass wir schon vor zehn Tagen einen detaillierten Fahrplan in den Zeitungen vorfanden für die Rückkehr in unser gewohntes Leben, aber erst jetzt, als letzter Punkt von allen geklärt wurde, dass ab Mitte Mai, also zwei Monate nach dem letzten öffentlichen Gottesdienst, wieder Gläubige zur hl. Messe „zugelassen“ werden – wobei die Details noch ungeklärt sind. Seitens des säkularen Staates haben wir nichts anderes zu erwarten, denn er besitzt keine Kompetenz für unsere Seele und fasst unser Anliegen angesichts der gegenwärtigen Krise wohl eher als „non essential service“ auf.

Von unseren Hirten hätten wir eine andere Vorgangsweise erwartet. Seit mehr als fünf Wochen hat man den Eindruck, die überwiegende Mehrzahl des Klerus sei vom virtuellen Raum verschluckt worden, in der realen Welt waren jedenfalls nur wenige Vertreter präsent, das wurde selbst von Menschen bemerkt, die der Kirche fernstehen. Haben wir Briefe geschrieben, wurden diese wohl da und dort als lästig empfunden. Wir wurden mit dem Hinweis auf die Livestream-Gottesdienste vertröstet, aber können diese denn ein Ersatz für unsere physische Präsenz bei der heiligen Messe sein? Wenn wir wirklich an die Gegenwart unseres Herrn im heiligen Sakrament des Altares glauben, dann ist diese Frage schlichtweg zu verneinen. Kardinal Robert Sarah schreibt: „Wir betrügen uns selbst, wenn wir meinen, in einer Fernsehsendung Gott begegnet zu sein und an einem eucharistischen Opfer teilgenommen zu haben. Niemand kann behaupten, auf der Beerdigung seiner Mutter gewesen zu sein, nur weil er den Film vom Requiem und von ihrer Bestattung angeschaut hat. Wir entstellen unsere Beziehung zu Gott, wenn wir sie der Vermittlung durch die Technik unterwerfen.“ Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sein wollen, dann müssen wir zugeben, dass es genau das ist, was wir angesichts einer gestreamten Messe erfahren: sie lässt uns trocken und unbeteiligt zurück, sie spendet höchstens unseren Augen Trost, aber nicht unserer Seele.

In den Predigten des Livestreams wurden wir wiederholt darauf hingewiesen, dass es in anderen Gegenden der Welt Menschen gibt, die viel länger auf eine hl. Messe, auf die hl. Eucharistie warten müssen, weil es dort keine Priester gäbe, auch Menschen auf der Flucht hätten für lange Zeit dazu keine Möglichkeit. Der Vergleich hinkt allerdings gewaltig: bei uns gibt es die Priester und sie feiern die hl. Messe, aber während dieser Zeit werden die Gläubigen ausgesperrt. Eine Situation, wie es sie in 2000 Jahren Kirchengeschichte noch niemals gegeben hat! Am Barmherzigkeitssonntag standen Menschen vor einigen Kirchen in Wien und lauschten dem Orgelspiel und dem Gesang, der durch das verschlossene Kirchentor drang, das sie vom Geschehen der hl. Messe trennte. Ein herzzerreißendes Bild, wie können unsere Hirten das ertragen? Wer wäre da nicht an den Beginn des Psalm 83 (84) erinnert: „Wie lieb ist Deine Wohnung mir, o Herr der Himmelsheere! Verlangend nach dem Haus des Herrn verzehrt sich meine Seele!“

In der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte mutierte die Wissenschaft zu einer neuen Religion und selbst Kirchenfürsten opfern heutzutage auf ihren Altären. Wie alles aber, was Menschen denken und schaffen, so war auch die Wissenschaft schon oft in ihrer Geschichte eine blinde Führerin, wandel- und beeinflussbar und wie oft schon war sie gezwungen, ihre Erkenntnisse zu revidieren. Ihr ethische oder politische Prinzipien zu opfern hat in der Vergangenheit schon in tiefe Abgründe geführt. Ihr aber religiöse Prinzipien zu opfern, verleiht ihr einen Absolutheitsanspruch, dem sie als Menschenwerk niemals gerecht werden kann. Die Wissenschaft darf nicht darüber entscheiden, wann wir Christen zu unserer Lebensquelle zurückkehren dürfen, sondern einzig und allein die Verantwortung gegenüber unserem Herrn Jesus Christus sowie die Sorge um das Seelenheil der ihnen Anvertrauten sollte die Bischöfe bei ihrer Entscheidung bewegen.

Wir haben große Kirchen mit größeren Raumvolumina als Baumärkte haben und leider ist die Zahl der Gläubigen bei weitem nicht so hoch wie die der täglichen Kunden in einem Baumarkt. Wir können also Bedingungen schaffen, um den vorgegebenen Sicherheitsvorschriften gerecht zu werden und jeder von uns wird gerne dabei mithelfen. Die Temperaturen sind angenehm, warum nicht die hl. Messe im Freien feiern, dort wo es Platz dafür gibt? All das wäre längst vor dem 15. Mai umsetzbar gewesen. Wie die Gläubigen des frühen Christentums, können auch die Gläubigen von heute nicht leben ohne Eucharistie, schon gar nicht in dieser bedrängten Zeit mit ihrer ungewissen Zukunft. Die Apostelgeschichte betont immer und immer wieder, wie der Völkerapostel Paulus die Gläubigen stärkte und ihnen Mut zusprach. Vielleicht dürfen heute und in dieser außergewöhnlichen Zeit wir Gläubige unseren Hirten Mut machen und ihnen zurufen: Nolite timere – fürchtet euch nicht und öffnet uns wieder die Tore zum wahren Quell unseres Lebens!

Die Autorin Dr. Eva-Maria Hobigerist Ärztin.




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Lesermeinungen

 Diadochus 22. April 2020 
 

Virtueller Raum

Den Kommentar von Frau Dr. Hobiger teile ich vollkommen. Das sehe ich auch so. Die Ehrfurcht vor der Hl. Eucharistie ist bei vielen nicht mehr gegeben. Die Hl. Eucharistie nimmt man sich nicht mit den Händen, man konsumiert sie auch nicht, nein, man empfängt sie demütig und ehrfürchtig vom Priester, sofern diesen nicht der "virtuelle Raum verschluckt" hat, irgendwo im unpersönlichen Nirgendwo. Wir müssen uns immer vor Augen halten, wer Er ist, und wer wir sind. Der Rest erübrigt sich dann. Der Stolz dieser Tage hat viele verblendet. Der Stolz will sich nicht klein machen. Im Kleinsein erkennen wir wieder die Größe und Erhabenheit der Hl. Eucharistie.


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 Harrer 22. April 2020 
 

@ St. Hildegard

Obwohl ich den leiblichen Empfang des eucharistischen Herrn sehr vermisse, kann ich jeden Satz ihres Kommentars unterstreichen!
Ich habe schon länger nicht mehr so freudvolle Ostertage, so tiefe und gehaltvolle Predigten und würdige heilige Messen erlebt wie im Livestream!


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 lesa 22. April 2020 

@Ottokar: Da dürfte einiges dran sein!


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 lesa 22. April 2020 

Unser Geist ist nur im Mitsein mit dem Leib

@Hildegard: Was Sie anführen, ist mehr als nachvollziehbar. Wenn es gesundheitl. oder liturg. "ungünstige Umstände" gibt, kann aus Gewissensgründen die übertragene Messfeier die bessere Lösung sein. @Uwe Lay: Dass die geistl. Kommunion ebenfalls fruchtbringend und "heilswirksam" ist, steht außer Zweifel. Umgekehrt fällt, wie Kard. Cordes sagt, "die geistige Begegnung mit dem Herrn ja nicht automatisch mit der leiblichen Aufnahme seines Leibes und Blutes zusammen." Aber es besteht ein Unterschied zwischen der Leibhaftigen und der virtuellen Teilnahme.
"Wir sind nicht nur Geist. Wer sich mit der Christus-Nähe im Herzen begnügt, mag sich auch fragen: Muß denn Glaube überhaupt materiell vermittelt, gar an Orte und Handlungen gebunden sein? Ja, er muß! Denn d. Mensch gründet nicht in sich, sondern er wird begründet im Mitsein mit d. Menschen. "Unser Geist ist nur im Mitsein mit dem Leib …" (J. Ratzinger)"
(aus dem Artikel von Kard Cordes u. Kard. Pell zur Coronakrise)


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 ottokar 22. April 2020 
 

Man merkt es doch gleich:

Wer die Allem übergeordneten Bedeutung und die absolute Notwendigkeit der hlg. Eucharistie nicht anerkennt, der glaubt nicht (mehr) an die Realpräsenz Christi in dem verwandelten Stück Brot.


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 St. Hildegard 22. April 2020 
 

Also, vielleicht bin ich ja nicht "rechtgläubig", ...

aber ich empfinde die Live-Streams durchaus als große Bereicherung (zB. aus der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein/ K-TV). Die Messen, die Gebete zur geistigen Kommunion - das finde ich sehr viel würdiger als das, was ich in meiner Pfarrei so "geboten" bekomme.
Nur ein Beispiel: Ausgerechnet kurz vor Corona hat unsere Seelsorgeeinheit ein "Jahr der Begegnung" ausgerufen. Im Gottesdient forderte der Priester beim Friedensgruß die Gemeinde dazu auf, doch auch mal die eigene Bank zu verlassen und die anderen Mitchristen freundlich zu begrüßen. Das ganze Theater dauerte mehrere Minuten. Auf solche "gruppendynamischen Spielchen" während der Liturgie kann ich echt verzichten.


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 Uwe Lay 22. April 2020 
 

Zu Kardinal Brandmüller (lesa)

Pointiert bringt hier der Kardinal den genuin lutherischen Standpunkt zum Ausdruck,daß das Sakrament, nur mit dem Munde empfangen, Nutzen bringt. Dabei wird
a) vergessen, daß es geistlich genossen auch zum Heile wirkt- gegen Luther und
daß b) es als Meßopfer allen zu Gute kommt,für das es appliziert wird und
c) die Anbetung Christi immer auch dem Heile des Anbetenden dient.
Ein Fernsehgericht dagegen nützt gar nichts, außer daß es zeigt,wie man es
zubereitet,sodaß erst das selbst Zubereitete dann sättigt.
Uwe C. Lay


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 lesa 22. April 2020 

Virtuell ist virtuell, leibhaftig ist leibhaftig

@Uwe Lay: Kardinal Brandmüller hat m.E. einen köstlichen und passenden Vergleich gefunden: "Denn, ist es damit nicht ähnlich wie beim Fernseh-Koch? Ein zauberhaftes Menü wird vor unseren Augen zubereitet, die Sinne schwelgen – doch der Magen bleibt leer. Allein – es bleibt auch der Appetit, der nach dem wirklichem Genuss, nach Sättigung verlangt. So mag es sich wohl auch mit dem Sakrament verhalten." (kath.net 21.4.)
Wenn es keine Möglichkeit gibt, eine Messe mitzufeiern, kann man nur dankbar sein für jene Übertragungen, die gemäß der Liturgie von tiefgläubigen Priestern zelebriert werden. Schon allein für die Tatsache, dass es sie gibt und für die Hilfsbereitschaft! Insofern bleibt das Herz nicht leer, sondern dankbar. Aber im Prinzip ist der Artikel von Frau Hobiger treffend und dankenswert.
Es handelt sich de facto um zwei verschieden Realitäten: leibhaftig mitzufeiern oder über das Gerät, wenn der Herr uns auch auf diesem Weg seine geistige Gegenwart schenken kann.


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 priska 22. April 2020 
 

Ja es stimmt wir Christen können nicht ohne Christus leben. Und die Fersehmessen sind kein Ersatz.


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 Uwe Lay 22. April 2020 
 

Klarstellungen

1. Seit wann ist die kirchliche Praxis, Kranken, die nicht zur Messe kommen können, die Kommunion an das Krankenbett zu bringen, ein Ausdruck der Mißachtung Gottes?
2. Nahrungsmittel müssen gegessen und getrunken werden, sonst nähren sie uns nicht. Die hl. Speise, der Leib und das Blut Christi kann aber rein spirituell fruchtbringend genossen werden. Darum ist die sakramentale Nießung der Eucharistie nicht unbedingt notwendig und war so lange Zeit in der Kirche nicht die Regel. Die Elevation und die Anbetung des Herrn im hl. Sakrament war das Bestimmende der katholischen Frömmigkeit (kommet und lassset uns anbeten!), gegen die dann Luther so sehr polemisierte.Wir sind keine Lutheraner, die meinen, nur wenn der Leib Christi gegessen würde, brächte das einen Nutzen. Die Coronaseuche ist so eine Chance, uns auf urkatholische Frömmigkeitspraxen zu besinnen,etwa die Anbetung im hl. Sakrament, die auch bei nur übertragenden Messen uneingeschränkt möglich ist.
Uwe C. Lay


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 7.Oktober1571 22. April 2020 
 

Klasse! Danke!


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