Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Erzbischof Cordileone: Katholiken kennen ihren Glauben zu wenig

24. August 2023 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die säkulare Welt von heute werde nicht von den Kirchenführern verändert. Das sei die Aufgabe der Laien, welche der Erzbischof zum Engagement in Gesellschaft und Politik ermutigte.


San Francisco (kath.net/Aleteia/jg)
Viele Katholiken würden der Lehre der Kirche nicht folgen, weil sie diese wahrscheinlich nie kennen gelernt haben. Diese Einschätzung äußerte Salvatore Cordileone, der Erzbischof von San Francisco, in einem ausführlichen Interview über die Lage der Kirche in den USA mit Fox News Digital.

Eine Möglichkeit welche die Kirche hätte um die Aufmerksamkeit der Jugend zu gewinnen wäre kritische soziale Fragen aus einer katholischen Perspektive zu beleuchten. Leider sei die säkulare Welt gegenüber den Grundwerten des katholischen Glaubens zunehmend feindlich eingestellt, bedauerte Cordileone.

Die Abtreibungsfrage hat seit der Aufhebung des Urteils „Roe v. Wade“ durch den Obersten Gerichtshof viel Aufmerksamkeit erhalten. Der Redakteur von Fox News Digital zitierte eine Umfrage des Pew Research Center, die ergeben hat, dass 53 Prozent der Katholiken in den USA der Ansicht seien, dass Abtreibung in allen oder den meisten Fällen legal sein sollte. Nur 42 Prozent würden der Lehre der Kirche folgen, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche festgelegt ist.


Die Ursache für diese Diskrepanz sei in der mangelhaften religiösen Bildung zu suchen, sagte Erzbischof Cordileone. Obwohl es ein relativ großer Anteil der US-Bevölkerung der katholischen Kirche angehöre, hätten viele keinen Unterricht in den Inhalten der Glaubenslehre erhalten. Viele Menschen, die sich als Katholiken bezeichnen, seien deshalb mehr von der säkularen Gesellschaft beeinflusst, in der sie leben, als vom katholischen Glauben. Dieses Phänomen wiederum habe den Einfluss der Kirche in den letzten Jahrzehnten schwinden lassen. Gleichzeitig habe sich das gesellschaftliche Klima verschlechtert, so dass andere Ansichten nicht mehr gehört würden. In seiner Jugend seien die Menschen viel mehr bereit gewesen, einander zuzuhören und zusammen zu arbeiten. Davon sei heute nicht mehr viel übrig, bedauerte der 67jährige Erzbischof.

Zu den fast 350 Angriffen auf katholische Kirchen, die seit dem Frühjahr 2020 geschehen sind, stellte Cordileone fest, dass die Kirche selbst attackiert werde. Kirchliches Eigentum sei beschädigt worden, Symbole der Kirche seien entweiht worden und generell sei in der Gesellschaft viel Respektlosigkeit gegenüber Katholiken festzustellen. Das sei eine „neue Realität“, auf die sich die Kirche einzustellen habe.

Die Katholiken sollten in ihrem öffentlichen Auftreten aber nicht aggressiv oder nachtragend sein. Das würde die gesellschaftlichen Gräben nur vertiefen.

Die säkulare Welt werde nicht durch die Kirchenführer geändert werden, sondern durch die Laien. Er ermutigte diese, sich in der Gesellschaft und in der Politik zu engagieren. Eine weitere, wesentliche Aufgabe der Laien sei es, den Glauben an ihre Kinder weiter zu geben.

In der „polarisierten Gesellschaft, in der wir leben“, sei es für den katholischen Glauben schwer, sich Gehör zu verschaffen, sagte Cordileone, verwies aber auf die intellektuelle Tradition der Kirche, die ein tiefes Verständnis über den Menschen und seine Stellung in der Schöpfung enthalte. Die Kirche lehre, dass er nach dem Bild Gottes geschaffen sei und deshalb eine besondere Würde habe. Aus diesem und anderen Gründen habe der katholische Glaube in der gesellschaftlichen Diskussion der Gegenwart etwas einzubringen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Über das Dämonische
  2. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  3. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  4. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  5. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  6. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  7. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  8. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  9. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  10. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz