Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Prager Weihbischof Herbst an Corona erkrankt

31. März 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gesundheitszustand des 76-Jährigen laut Erzdiözese Prag stabil - Kontaktpersonen, darunter Kardinal Duka sowie Weihbischöfe Maly und Wasserbauer in Quarantäne


Prag (kath.net/KAP) Der emeritierte Prager Weihbischof Karel Herbst (76) ist an Covid-19 erkrankt und wird auf einer Intensivstation in der tschechischen Hauptstadt behandelt. Das teilten der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka in einer Radiosendung und die Erzdiözese Prag via Aussendung am Wochenende mit. Der Gesundheitszustand von Herbst habe sich "beruhigt" und sei stabil, sagte Duka am Sonntagabend im "Radiojournal" des Tschechischen Rundfunks. Der Prager Erzbischof sowie andere Kontaktpersonen Herbsts begaben sich nach Kirchenangaben in Quarantäne. "Alle fühlen sich gesund", so die Erzdiözese.

Bischof Herbst war am Freitag zunächst in das Krankenhaus Petrin zu Füßen des Prager Hradschin eingeliefert worden. Zunächst wurden Lungen- und Herzprobleme festgestellt, am Samstag wurde Herbst in die Intensivabteilung des Krankenhauses in Prag-Stresovice überstellt. Der Salesianerpater war von 2002 bis zu seiner vorzeitigen Emeritierung 2016 Weihbischof von Prag. Damals ließ Herbst mitteilen, er sei der "Arbeit eines Bischofs im Laufschritt" nicht mehr gewachsen und habe wegen "fortschreitender Erschöpfung" gebeten, ihn vor allem von Verwaltungsaufgaben zu entbinden.

Kardinal Duka sagte in dem Radiointerview, er selbst verspüre keine Anzeichen einer Ansteckung und fühle sich seinem Alter - Duka ist so wie der Erkrankte Jahrgang 1943 - und den Umständen entsprechend gut. Auch die beiden Weihbischöfe Vaclav Maly (69) und Zdenek Wasserbauer (53) sowie jene Mitarbeiter, die mit Weihbischof Herbst in der vergangenen Woche zusammengetroffen waren, befänden sich in ihren Wohnungen in Quarantäne. Über das gesamte Ordinariat sei aber keine Quarantäne verhängt worden, da seine Wohnung von den übrigen Arbeitsplätzen abgetrennt sei und über eine eigene Stiege verfüge, so der Prager Erzbischof.

Kardinal würdigt Frauen im Gesundheitsdienst

In der Sendung "Interview" von CT24 hatte sich Kardinal Duka zuvor am Freitag erstmals zur Coronakrise geäußert. Im Kontext des Ostergeschehens könne man "etwas von dem erleben, was Jesus und seine Jünger durchgemacht" hätten, sagte der Prager Erzbischof. Zugleich müssten alle dankbar sein, denn die Sterblichkeitsrate der Infektion sei "verhältnismäßig sehr niedrig" und, "als hätte der Virus Achtung vor Kindheit und Jugend", hätten "jene, die am Beginn des Lebens stehen, eine große Hoffnung für die Zukunft".
Unendlich dankbar sei er aber auch dafür, "dass die für die Sicherheit Verantwortlichen im Staat die Möglichkeit der Anwesenheit bei Sterbenden eröffnen", sagte der böhmische Primas. Vor allem die Frauen im Gesundheitsdienst seien zu würdigen, "weil sie die größte Last dieser Krankheit zu tragen haben, und zwar im Bewusstsein, dass sie zu Hause eine Familie haben".

Erfreut zeigte sich Kardinal Duka über Facebook-Accounts, die signalisieren, dass Online-Übertragungen von heiligen Messen "in beträchtlichem Ausmaß von Menschen verfolgt werden, die sonst an keinen Gottesdiensten teilnehmen". Nicht nur dies mache sichtbar, "dass jeder Mensch von Zeit zu Zeit zumindest ein bisschen geistliche Unterstützung braucht".

Erster Priester Mitte März infiziert

Mitte März war bei einem aus Tschechien stammenden Salesianer nach der Rückkehr in die Kommunität im slowakischen Poprad eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das Ordenshaus beherbergt das gemeinsame Noviziat der Salesianer Don Boscos der Slowakischen wie auch der Tschechischen Provinz. Es handelte sich um die erste Infektion eines Priesters in der Slowakei.

Da der Krankheitsverlauf des 54-Jährigen keinen dauernden Krankenhausaufenthalt erforderlich machte, konnte er in die Kommunität zurückkehren. Deren Mitglieder wurden jedoch wie er und andere Personen, die mit ihm zuletzt Kontakt gehabt hatten, unter Quarantäne gestellt.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Symbolbild (c) Pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tschechien

  1. „Weg zur Erneuerung von Kirche und Gesellschaft ist ohne die Erneuerung der Familien nicht möglich“
  2. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  3. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  4. Kardinal Duka gestorben - Requiem am 15. November im Veitsdom
  5. Zehntausende bei tschechischer Nationalwallfahrt in Velehrad
  6. Prager Ordensfrauen verwandeln verfallenes Bauernhaus in Kloster
  7. Kirche will bekannten Heinrichsturm im Zentrum Prags verkaufen
  8. Jan Graubner wird neuer Erzbischof von Prag
  9. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  10. Graubner neuer Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz