Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  6. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  11. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  12. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  13. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“

Jan Graubner wird neuer Erzbischof von Prag

13. Mai 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


73-jähriger Bischofskonferenz-Vorsitzender wechselt als Nachfolger von Kardinal Duka aus der Erzdiözese Olmütz auf den Bischofsstuhl in der tschechischen Hauptstadt


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat den bisherigen Olmützer Erzbischof Jan Graubner (73) zum neuen Erzbischof von Prag ernannt. Das teilten das vatikanische Presseamt und die Erzdiözese Prag am Freitagmittag zeitgleich mit. Der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz folgt damit Kardinal Dominik Duka, der seit 2010 an der Spitze der Hauptstadt-Erzdiözese in der Tschechischen Republik stand und vor wenigen Wochen seinen 79. Geburtstag feierte. Vor zwei Jahren hatte Graubner, der seit 1992 als Erzbischof von Olmütz amtierte, Duka auch an der Spitze der Bischofskonferenz abgelöst.

Ende 2020 überlebte Graubner eine Covid-19-Erkrankung nur knapp. Der neue Prager Erzbischof ist in der tschechischen Öffentlichkeit angesehen. Graubner war schon von 2000 bis 2010 über ein Jahrzehnt Vorsitzender der tschechischen Bischöfe und ist seit vielen Jahren "Caritas-Bischof" des Landes. Die nunmehrige Ernennung des bereits 73-jährigen Olmützer Erzbischofs durch den Papst kommt dennoch eher überraschend. Als Kandidaten für den Prager Bischofsstuhl waren in der tschechischen Presse in den vergangenen Monaten wiederholt auch der Pilsner Bischof Tomas Holub (54), der Königgrätzer Bischof Jan Vokal (63) oder der Erzabt des Benediktinerstifts Brevnov, Prokop Siostrzonek (64), genannt worden.


Das Amt des Erzbischofs von Prag war in den vergangenen Jahrzehnten traditionell auch mit der Verleihung der Kardinalswürde durch den Papst verbunden. Das Diözesangebiet umfasst den Zentralraum um die tschechische Hauptstadt, wo nach Angaben der Erzdiözese unter rund 2,3 Millionen Menschen etwa 550.000 Katholikinnen und Katholiken leben. Jan Graubner wurde am 29. August 1948 in Brünn (Brno) geboren und wuchs als eines von fünf Geschwistern in Straznice auf. Nach der Matura wurde er nicht zum höheren Studium zugelassen und verdiente sich als Arbeiter seinen Lebensunterhalt. Erst während des "Prager Frühlings" im Jahre 1968 durfte er in Olmütz das Theologiestudium aufnehmen. 1973 wurde Graubner zum Priester geweiht.

Danach war er als Seelsorger in kleinen Orten tätig, wobei er sich unter der Bevölkerung große Sympathien erwarb. 1990 ernannte Johannes Paul II. den damals 42-jährigen zum Weihbischof von Olomouc (Olmütz). Nach dem Tod von Erzbischof Frantisek Vanak 1991 übernahm Graubner zunächst als Diözesanadministrator die interimistische Leitung der Erzdiözese. Am 28. September 1992 wurde er Erzbischof von Olmütz und damit Metropolit der mährischen Kirchenprovinz, zu der neben Olmütz auch die Diözesen Brünn (Brno) und Ostrau-Troppau (Ostrava-Opava) gehören.

Zu Graubners Verdiensten zählt u.a. Wiederbelebung der Tradition der Nationalwallfahrten nach Velehrad. In der Diözese Olmütz sorgte er für den Wiederaufbau der Kirchenstrukturen nach kommunistischer Zeit und einen Fokus auf Familienseelsorge, gründete mehrere Schulen und initiierte u.a. auch die mit der Sternsingeraktion vergleichbare Drei-Königs-Sammlung. 2008 zeichnete der damalige Staatspräsident Vaclav Klaus Erzbischof Graubner mit dem "Masaryk-Orden II. Klasse" aus. Graubner spricht fließend Deutsch und hat sich um die Aussöhnung mit heimatvertriebenen Sudentendeutschen sehr verdient gemacht. 

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tschechien

  1. „Weg zur Erneuerung von Kirche und Gesellschaft ist ohne die Erneuerung der Familien nicht möglich“
  2. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  3. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  4. Kardinal Duka gestorben - Requiem am 15. November im Veitsdom
  5. Zehntausende bei tschechischer Nationalwallfahrt in Velehrad
  6. Prager Ordensfrauen verwandeln verfallenes Bauernhaus in Kloster
  7. Kirche will bekannten Heinrichsturm im Zentrum Prags verkaufen
  8. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  9. Graubner neuer Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz
  10. Tschechien: Öffentliche Gottesdienste ab Ende April!






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Leipzig: Christliches Café schließt nach 26 Angriffen von Linkextremisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz