Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  9. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Schwarz wird nicht an Marketz-Bischofsweihe teilnehmen

21. Jänner 2020 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


St. Pöltner Bischof Schwarz bekräftigt Bedauern über eigene Fehler: "Meine Entschuldigung gilt den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen im Bistum und der Diözese, die von dieser Unruhe betroffen waren und sind".


St. Pölten-Klagenfurt (kath.net/KAP) Bischof Alois Schwarz wird am 2. Februar nicht in Klagenfurt an der Weihe seines Nachfolgers Josef Marketz zum Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt teilnehmen. Das hat er am Montag im APA-Interview bestätigt und zugleich auch seine Beweggründe dargelegt. Am 2. Februar solle es "um ein Glaubensfest für die Diözese, den Bischof und die Menschen in Kärnten gehen, nicht um meine An- oder Abwesenheit", so Schwarz wörtlich.

Der St. Pöltner Bischof verwies auf die Vorwürfe und Ermittlungen gegen sich und erklärte wörtlich: "Wie bereits in der Vergangenheit mehrfach betont, tut es mir aufrichtig leid, wenn durch meine Arbeit mit Gremien und Räten oder durch die Entscheidungen auf Leitungsebene Unklarheiten entstanden oder Unfrieden gestiftet wurden. Meine Entschuldigung gilt, wie beim Abschiedsgottesdienst betont, den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen im Bistum und der Diözese, die von dieser Unruhe betroffen waren und sind. Mein Vertrauen gilt dem designierten Bischof von Gurk-Klagenfurt, den Gläubigen ein guter Hirte zu sein und ein ganzheitlich und nachhaltig sozial denkender Bischof zu sein."


Schwarz betonte im APA-Interview weiter, er habe Josef Marketz als seelsorgerisch und menschlich denkenden und handelnden Priester kennengelernt und viele Jahre mit ihm Seite an Seite gearbeitet. Aus diesem Grund habe er auch mit ihm gesprochen und ihm seine Beweggründe genannt, die ihn dazu veranlasst hätten, nicht an der Bischofsweihe teilzunehmen.

Bischof Schwarz betonte, er hoffe darauf, dass die Ermittlungen gegen ihn in diesem Jahr abgeschlossen würden, danach werde es ihm ein Anliegen sein, gemeinsam mit dem neuen Bischof von Gurk-Klagenfurt an einer Lösung der Situation zu arbeiten.

Gegenüber "Kathpress" ergänzte Schwarz am Montag: "Seit mehr als eineinhalb Jahren vertraue ich auf die Arbeit der zuständigen Behörden, dass diese Vorwürfe aufgeklärt werden. Aus diesem Grund und aus rechtlichen Überlegungen heraus bin ich weder durch Wortmeldungen noch durch Taten hinsichtlich der Vergangenheit in Kärnten in irgendeiner Weise tätig gewesen oder geworden. Ich bitte erneut um Verständnis für meine Zurückhaltung, bis alle Verfahren beendet sind."

Finanzstrafverfahren teilweise eingestellt

Am Wochenende war bekannt geworden, dass Teile des nach einer Selbstanzeige des Bistums Gurk laufenden Finanzstrafverfahrens gegen Bischof Schwarz von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingestellt wurden. Das berichtete die "Kleine Zeitung". Eingestellt wurden laut WKStA-Sprecherin Elisabeth Täubl die Ermittlungen wegen des Verdachts der Hinterziehung von Grunderwerbssteuer. Es gebe keine gerichtliche Zuständigkeit, weil der strafbestimmende Wertbetrag unter 100.000 Euro liegt. Der zweite Teil des Finanzstrafverfahrens betrifft den Verdacht der Hinterziehung von Körperschaftssteuer, hier laufen die Ermittlungen noch. Es geht um die Geldflüsse rund um den Verkauf von drei Wohnungen in Pörtschach am Wörthersee im Jahr 2013.

Weiter warten heißt es bei den anderen Vorwürfen gegen den Bischof. Sowohl beim Betrugsverdacht im Zusammenhang mit dem Pachtvertrag für ein Schloss als auch wegen des Untreueverdachts bei Dienstverträgen von Mitarbeitern der Diözese Gurk hat die WKStA Vorhabensberichte erstellt. Diese liegen seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr bei den Oberbehörden.

Andere Vorwürfe, bei denen es um durch Schwarz in seiner Zeit als Kärntner Bischof geäußerte Einladungen zur Jagd auf das bischöfliche Mensalgut Gurk-Klagenfurt ging, hatten die Korruptionsermittler bereits Mitte 2019 fallen gelassen.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Bischof Schwarz (c) Diözese Gurk-Klagenfurt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Gurk-Klagenf

  1. Josef Marketz zum neuen Gurker Bischof geweiht
  2. Kärnter Bischof rudert nach Protesten beim Zölibats-Thema zurück!
  3. Das neue enfant terrible der katholischen Kirche Österreichs?
  4. Papst ernennt Josef Marketz zum neuen Bischof von Gurk
  5. Diözese Gurk-Klagenfurt: Josef Marketz soll Bischof werden
  6. Freistetter: Krise in Kärnten als Chance für Neubeginn nützen
  7. Diözese Gurk: Kundgebung im Klagenfurter Dom
  8. "Gebet für die Diözese": Kärntner Kirche auf "Apollo-13-Mission"
  9. Kärnten: Bisheriger Diözesanadministrator Guggenberger enttäuscht
  10. Freistetter: 'Werde Aufgabe mit aller Sorgfalt nachkommen'






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz