Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Écône, zum Zweiten
  8. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  13. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  14. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  15. Papst hofft auf gemeinsamen Weg aller christlichen Konfessionen hin zur Feier des Jahres 2033

Missbrauch: Journalistin fordert von Bischöfen mehr Transparenz

24. Februar 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mexikanische Journalistin und dienstälteste Vatikan-Korrespondentin, Valentina Alazraki, bei Kinderschutzgipfel: "Wer nicht informiert, nährt ein Klima der Verdächtigung und des Misstrauens und provoziert Wut und Hass auf die Institution".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Vorbehaltlose Transparenz in der Kommunikation über Verbrechen hat die mexikanische Journalistin Valentina Alazraki von Bischöfen und Ordensoberen verlangt. Beim internationalen Anti-Missbrauchsgipfel sagte sie am Samstag im Vatikan: "Wer nicht informiert, nährt ein Klima der Verdächtigung und des Misstrauens und provoziert Wut und Hass auf die Institution." Die Fernsehjournalistin Alazraki ist die dienstälteste Vatikan-Korrespondentin und berichtet seit 45 Jahren über Vorgänge an der Kirchenspitze.

Mit Nachdruck verteidigte sie die Rolle der Medien in der Berichterstattung über sexuellen Missbrauch in der Kirche. Sie müssten mit ihr strenger sein als mit anderen Institutionen. Dies hänge mit der besonderen moralischen Rolle der Kirche zusammen. Wenn die Bischöfe sich nicht radikal auf die Seite der Opfer und ihrer Familien stellten, hätten sie allen Grund, die Medien zu fürchten. In Journalisten, die das Gemeinwohl verteidigen, hätten sie dann ihre ärgsten Feinde.


Alazraki rief die Kirchenoberen auf, nicht die Recherchen und Enthüllungen von Journalisten abzuwarten, sondern proaktiv zu informieren. "Erzählen Sie die Dinge, sobald Sie sie wissen. Das wird sicher nicht angenehm sein. Aber es ist der einzige Weg, wenn Sie wollen, dass wir Ihnen glauben, wenn Sie sagen, dass Sie künftig keine Vertuschung mehr tolerieren werden."

Den Heiligen Stuhl rief die Journalistin auf, künftig im Klartext darüber zu informieren, wenn ein hochrangiger Geistlicher wegen Missbrauchsvorwürfen zurücktritt. Wichtig sei auch die Geschwindigkeit der Information. "Wenn nicht zeitig informiert wird, interessiert die Antwort schon nicht mehr. Dann ist es zu spät, und andere werden informieren, und das womöglich fehlerhaft."

Mit Blick auf den Ordensgründer und sexuellen Serienstraftäter Marcial Maciel sagte Alazraki, sein Fall sei auch das Ergebnis einer "kranken Kommunikation" gewesen. Im Orden habe es ein Gelübde gegeben, das die Kritik an den Oberen verbot. Daraus sei eine "kranke und korrupte Kommunikation" entstanden, aus der die Kirche Konsequenzen ziehen müsse. Nur dank des Muts einiger Opfer, einiger Journalisten und des damaligen Papstes Benedikt XVI. sei dieses "Krebsgeschwür entfernt worden."

Für die Zukunft forderte sie, die Kirche solle beim nächsten Skandal, der die sexuelle Ausbeutung von Ordensfrauen durch Priester und Bischöfe betreffe, in die Offensive gehen. "Für die Kirche wäre das eine gute Gelegenheit, selbst die Initiative zu ergreifen und vorneweg zu marschieren beim Offenlegen dieses Missbrauchs von Sexualität und Macht."

Die anwesenden rund 190 Bischöfe und Ordensoberen quittierten den Vortrag der Vatikan-Korrespondentin mit starkem Applaus. Er war der letzte in einer Reihe von neun Referaten über die Themen Verantwortlichkeit und Transparenz der Kirche im Angesicht des Missbrauchsskandals.



Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauchspräventio

  1. Papst erlässt neue Normen für Kinderschutz im Vatikan
  2. Kinderschutz: Ordensobere für Reform der Ausbildung Geistlicher
  3. Kinderschutz: Ordensobereform der Ausbildung Geistlicher für Re
  4. Erzbischof: Missbrauch erfordert kopernikanische Wende in Kirche
  5. DBK-Vorsitzender kritisiert Päpstliches Geheimnis bei Missbrauch
  6. Beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan wird es konkret
  7. Vatikan will weltkirchlich gemeinsames Vorgehen gegen Missbrauch
  8. Papst ernennt Vorbereitungskomitee für Treffen gegen Missbrauch






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  7. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  8. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  9. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  12. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  13. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz