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Beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan wird es konkret

23. Februar 2019 in Chronik, 24 Lesermeinungen
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Betroffenheit und Scham dominierten zu Beginn des weltweiten Anti-Misbrauchsgipfels in Rom. Doch es gibt auch praktische Reformvorschläge - Von Ludwig Ring-Eifel.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Am zweiten Tag des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan sind erstmals konkrete Vorschläge zur Reform des Kirchenrechts diskutiert worden. Im Kern geht es um die Frage, wie Kirchenobere abgesetzt werden können, wenn sie selbst Missbrauch begangen oder im Umgang mit Missbrauchstätern versagt haben. Die Selbstherrlichkeit katholischer Bischöfe, die zwischen sich und dem lieben Gott nur den Papst als Kontrollinstanz sehen, soll nach diesem Vorschlag ein Ende finden.

Kardinal Blase Cupich aus Chicago legte am Freitagmorgen einen 12-Punkte-Plan vor, der zahlreiche Nachfragen in der Versammlung auslöste. Demnach sollen künftig die Metropolitan-Erzbischöfe, die bislang ein eher zeremonielles Führungsamt in ihrer jeweiligen Kirchenprovinz innehaben, eine Schlüsselrolle übernehmen: Sie sollen die Verfahren an sich ziehen, die letztlich zur Absetzung eines Bischofs führen können - etwa, wenn er einer Missbrauchsanzeige nicht nachgegangen ist. Oder wenn er überführte Missbrauchstäter nicht entlassen, sondern lediglich in eine andere Gemeinde versetzt hat. Unterstützung sollen die Metropoliten bei dieser Kontrollaufgabe von Nicht-Klerikern mit juristischer und kriminalistischer Kompetenz erhalten. Am Ende soll Rom über die Entlassung des Bischofs entscheiden.


Mit diesem Vorschlag greift Cupich Reformideen auf, die im vergangenen Herbst bei der Vollversammlung der amerikanischen Bischofskonferenz in Baltimore kontrovers diskutiert wurden. Eine davon zielte darauf ab, die Metropoliten mit der Aufsicht über und den Ermittlungen gegen ihre Amtsbrüder zu betrauen. Dieser Vorschlag hat sich bei den US-Bischöfen nun offenbar durchgesetzt und soll nach dem Willen von Cupich auch weltweit eingeführt werden. Auch an den Fall, dass ein Metropolit selbst für schuldig oder unfähig gehalten wird, haben die Amerikaner gedacht: Dann muss der dienstälteste Bischof der Kirchenprovinz das Verfahren gegen den Erzbischof in die Hand nehmen.

Als Alternative zum Cupich-Vorschlag regte am Freitagnachmittag die im Vatikan arbeitende Kirchenrechtlerin Linda Ghisoni die Schaffung eines unabhängigen Kontroll- und Beratungsgremiums in jedem Land an. Es solle auf Ebene der Bischofskonferenz evaluieren, ob die einzelnen Bischöfe korrekt arbeiten und ob sie alles Notwendige tun, um den Missbrauch zu bekämpfen. Diesen Gremien sollten überwiegend Laien, aber auch Geistliche angehören, meinte die Untersekretärin im Päpstlichen Familienrat.

Anders als ihre Idee greift der Cupich-Plan auf bestehende Strukturen wie die Kirchenprovinzen und die Metropolien zurück. Von Konferenzteilnehmern war zu hören, dass der Vorschlag aus USA realistische Chancen habe. Wenn er tatsächlich Kirchenrecht wird, hätte das weitreichende Folgen. Neben der strafrechtlichen Seite, für die der Fall des Jahrzehnte lang straflos gebliebenen Ex-Kardinals Theodore McCarrick als Warnung steht, kommt erstmals so etwas wie die Übernahme "politischer Verantwortung" von Bischöfen in den Blick.

Nicht nur wenn sie kirchenrechtlich straffällig geworden sind, müssen Oberhirten dann zurücktreten, sondern auch, wenn sie in ihrer Leitungsfunktion versagt haben. "Wer sich als Hirte unfähig erwiesen hat, seine Herde vor den Verletzungen der Missbrauchstäter zu schützen, muss gehen!", brachte der Erzbischof von Chicago die Sache auf den Punkt.

In letzter Konsequenz bedeutet der Vorschlag nicht weniger als eine Verfassungsreform im Aufbau der katholischen Kirche. Die unmittelbare Unterstellung jedes Bischofs unter den Papst würde ein Stück weit eingeschränkt, ein neues Element von "checks and balances" in die Kirchenhierarchie eingeführt. Die Missbrauchskrise wäre damit noch nicht überwunden. Aber die Nachlässigkeit, die manche Bischöfe noch immer gegenüber den Missbrauchsfällen an den Tag legen, dürfte dann der Vergangenheit angehören.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Bernhard Joseph 24. Februar 2019 
 

Werter Stefan Fleischer!

In der Tat fehlt heute der Kirche das Heilige, Unantastbare. Der Relativismus verschlingt alles, die Schönheit der Liturgie, die Festigkeit des Glaubens und die Leuchtkraft des Priesters als Diener der Freude am Glauben.

Alles ist in die Verfügungsmasse des Banalen gestellt und anstatt endlich wieder über den rechten Glauben zu reden, redet man über Verfahrensmodi.

Was hilft aber alle Transparenz, wenn in der Kirche weiter das Heilige verdunstet und am Ende ein Glaube steht, der so entleert ist, das man ihn getrost ablegen kann, weil in ihm ohnehin keine Freude mehr zu finden ist.

Die Kirche krankt am schwindenden Glauben derer, die den Glauben verkünden sollen und nicht an einem Mangel an Weltoffenheit.

Mal ganz ehrlich, wo spürt man heute in vielen Gottesdiensten denn noch die Heiligkeit der Liturgie?

Dieser Tage tritt das zumindest mir um so schmerzlicher ins Bewusstsein.


6
 
 Stefan Fleischer 24. Februar 2019 

Man kann mir jetzt vorwerfen

ich hätte das Wichtigste vergessen. Deshalb will ich es hier nachholen:
Zuoberst auf der Agenda zur Krisenbewältigung muss natürlich die Rückbesinnung auf die persönliche Heiligung jedes Einzelnen von uns stehen.


6
 
 Stefan Fleischer 24. Februar 2019 

Übrigens

Wenn ich die Diskussionen hier auf kath.net richtig gelesen habe, so steckte unsere Kirche im 11. Jahrhundert in einer durchaus vergleichbaren Krise. Damals reagierte sie nicht zuletzt mit einer Rückbesinnung auf die Moral und die Disziplin. Wäre das nicht auch für heute ein Erfolgsrezept? Ernsthaft versuchen sollte man es wenigstens.


5
 
 Stefan Fleischer 24. Februar 2019 

Ich frage mich einfach

Hat sich diese Konferenz, oder was immer es war oder sein wollte, nicht einfach nur damit befasst, wie man die Folgen der offensichtlichen Krise in den Griff bekommt, um die Bekämpfung der Ursachen aber machte man sich kaum Gedanken?
Beim Aufräumen ist mir gestern eine Gegenüberstellung der Ordensgelübde von früher und heute in die Hände geraten. Unter anderem ist dort die Keuschheit zur Ehelosigkeit geworden. Wenn natürlich heute Zölibat einfach Ehelosigkeit hiesst, wenn es nur darum geht nicht zu heiraten, warum sollen dann die Kleriker und Ordensleute – aber auch alle anderen Gläubigen – sich auch nur bemühen, ihre sexuellen Neigungen mit Gottes Hilfe in den Griff zu bekommen?
Ich hätte mir die Erklärung gewünscht, dass nach dem Willen Gottes der Sex zur Ehe gehört und sonst nirgendwo hin einerseits, und dass der Mensch letztendlich vor Gott für sein ganzes Leben verantwortlich ist, dass Gott genauso gerecht ist, wie barmherzig für alle, die zu ihm umkehren.


8
 
 Philipp Neri 24. Februar 2019 

Journalistin Alazraki redet den Teilnehmern ins Gewissen!

Das letzte Referat auf dem Missbrauchsgipfel hielt die mexikanische Journalistin Alazraki und das war sicherlich eine Fügung.
Das Thema war Transparenz und Kommunikation.
Sie führte gegenüber den anwesenden Bischöfen und dem Papst klar und deutlich aus, wie wichtig Transparenz und Offenheit im heutigen Medienzeitalter wären, da vieles sich durch die sozialen Netzwerke sehr schnell verbreiten würde.
Sie sprach das Geheimhalten des Missbrauchs in der Kirche an.
Sie sprach das Schweigen und das Verschweigen von Informationen an, die alles nur noch schwieriger und schlimmer machen würden! Sie riet zu einer großen Offenheit und Transparenz innerhalb der Kirche auf!
Jetzt bin ich mal gespannt, ob wir heute, als Resultat dieser großartigen Rede, endlich Antworten auf verschiedene, offene Fragen erhalten werden, die leider bisher nur mit Schweigen oder Aussitzen von Seiten der Kirche bedacht werden!
Beten wir um wahre Erkenntnis!


6
 
 Philipp Neri 23. Februar 2019 

Transparenz ?!

Und da es heute ja bei der Konferenz um das Thema Transparenz im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in der Kirche geht und Kardinal Marx genau das heute eingefordert hat, können wir ja bald mit der Beantwortung der noch offenen Fragen
zu McCarrick und Zanchetta rechnen!


14
 
 Zeitzeuge 23. Februar 2019 
 

Die Richtlinien der DBK sehen bereits

bei konkretem Verdacht grundsätzlich
eine Strafanzeige vor.

In Deutschland streiten sich die Juristen
über eine allgemeine Anzeigepflicht dieser Straftaten.

Lt. tagesschau.de vom 03.09.18

vermelden Experten ca. 13.000

angezeigte Verdachtsfälle p.a.,

das wären aber lt. diesen Experten

lediglich 20% aller Fälle.

Bei einer allgemeinen Anzeigepflicht

würden zahlreiche Stellen in der Justiz

neu geschaffen werden müssen.

Sollen deswegen aber "nur" kath. Geistliche immer angezeigt werden,
während Lehrer, Trainer und auch
Schüler usw. als Täter weiter im Dunkelfeld
verbleiben können?

Natürlich muß die kath. Kirche mit gutem Beispiel vorangehen, aber eine
Beschränkung auf deren Geistliche
hat für mich einen juristischen Bei-
geschmack bzgl. des Gleichheitsgrundsatzes.

Ich bin für die kirchenrechtl. und weltliche Strafverfolgung gegen gefallene
kath. Geistliche aber das sollte auch
für alle anderen Tätergruppen gelten
hinsichtlich der weltlichen Gerichtsbarkeit oder etwa nicht?


12
 
 Philipp Neri 23. Februar 2019 

Konkret werden heißt, eine Straftat auch als Straftat anzuzeigen!

Wenn Menschen Gewalt angetan wird, dann muss auch Strafanzeige erhoben werden!
Das Hauptanliegen dieses "Gipfels" in Rom sollte deshalb sein, klar diese Gewalt in der Kirche, sei es körperlicher, sei es geistlicher Art zu erkennen, zu benennen und zu ächten! Nach dieser Vorgehensweise müssen dann die notwendigen Konsequenzen gezogen werden!


8
 
 Zeitzeuge 23. Februar 2019 
 

Lieber Hape!

Danke für Ihren Beitrag!

Vergangenen Samstag predigte der mutigste
Pater, den ich bzgl. des o. Ritus kenne:

"Die Kirche ist dabei sich selbst zu
säkularisieren"!

Noch eine wichtige Empfehlung zum
Thema "Sexualität":

Prof.Dr. Georg Siegmund:

Die Natur der menschlichen Sexualität

wurde in 8 Sprachen übersetzt und ist

antiquarisch verfügbar!

Von Prof. Siegmund sind alle Bücher
empfehlenswert, sein Hauptwerk
ist bei fe-verlag für 5,00 EUR lieferbar, es heisst:

Naturordnung als Quelle der Gotteserkenntnis

Im übrigen gilt:

Allein den Betern kann es noch gelingen!

Täter werden n i e den Himmel zwingen!

Im Gebet vereint!

Ihr Zeitzeuge!


12
 
 hape 23. Februar 2019 

Was heißt konkret?

Metropoliten sollen nach Cupich in Zukunft die Verfahren an sich ziehen, die letztlich zur Absetzung eines Bischofs führen können.

Nach menschlicher Erfahrung wurde bisher aber noch kein Amt erfunden, dass sich nicht auch missbrauchen ließe. Wer sagt denn, dass die Zuständigkeit des Metropoliten auf den Kinderschutz beschränkt bleiben wird? Viel wahrscheinlicher ist doch, dass machtbewusste Metropoliten über kurz oder lang noch mehr Macht verlangen werden.

Die Homo-Lobby dürfte sich freuen. Jetzt muss sie nur noch einen Sympathisanten als Metropoliten platzieren, um Macht über Anhänger der kath. Morallehre zu gewinnen. Aber auch die Reformkatholiken dürften sich freuen. Wenn sie jemanden als Metropoliten platzieren, wird es in Zukunft leichter werden, missliebige Bischöfe wie Mixa / TvE loszuwerden.

Ein Brechen des Schweigens im Sinne der Dubia-Kard. Brandmüller / Burke ist das nicht. So wird der geistlich-moralische Niedergang der Kirche jedenfalls nicht bezwungen.


18
 
 hortensius 23. Februar 2019 
 

Verschwiegene Hauptursach

Die Homosexualität ist die leider oft verschwiegene Hauptursache der Missbräuche. Wer wagt das vor den Medien auszusprechen? Pater Wucherpfennig SJ, Pater Batlog SJ und der Regens des Priester-Seminars Paderborn sind hier Schlüssel-Funktionäre. Warum werden sie nicht entfernt?


14
 
 Zeitzeuge 23. Februar 2019 
 

Berichtigung:

..eine Änderung des CIC....ist dafür nicht erforderlich!

Der Missbrauch der Missio Canonica ist
alltäglich, zum Schaden der Gläubigen.

Interessiert das eigentlich Papst und
die meisten Bischöfe überhaupt nicht?


13
 
 Zeitzeuge 23. Februar 2019 
 

Instrumentalisierung der schrecklichen Missbräuche?

Das bisherige Visitationsverfahren konsequent durchgeführt ist ausreichend,
eine Änderung des CIC, immerhin sind mind. 95% der Priester nicht in diese
Schandtaten verwickelt, ist ausreichend!

Alle Bischöfe, auch Kard. Cupich, sind
verantwortlich bzgl. der streng zu befolgenden Richtlinien bzgl. der
Aufnahme von Männern mit hs. Tendenzen
i.d. Priestersemianre und die streng
durchzuführenden Aufnahmeprüfungen,
vgl. §§ 199-200 i.V.m. §§ 203-210
der Ratio Fundamentalis.

Wird auch gegen Bischöfe ermittelt, die
hiergegen verstoßen haben u. verstoßen?

Für das Seelenheil der Gläubigen ist
auch von sehr großer Bedeutung, daß
jeder Missbrauch der Missio Canonica
sofort zu ahnden ist, auch in Bezug
auf Nicht-Rechtgläubigkeit der Professoren/innen u. Religionslehrer/innen, die §§ 804-810
sind eindeutig zu befolgen, letztverantwortl. ist der Ortsbischof!

Werden Verstöße von Bischöfen gegen ihre dienstl. Aufsichtspflicht bzgl.
der Missio Canonica-Inhaber auch bestraft und veröffentlicht werden?


13
 
 Pilgrim_Pilger 23. Februar 2019 
 

Einen Papst kontrollieren? Er ist sakrosankt!

Und wer kontrolliert "Rom" und den Papst?

Eigentlich wäre das die Aufgabe der Kardinäle derartiges vor der Wahl im Konklave zu bedenken, aber eine Kontrolle des Papstes ist im Kirchenrecht nicht vorgesehenen, er gilt zurecht als unverletzlich. In seltenen Fällen war das ein Problem aber meistens eine sehr gut Lösung gegen die Angriffe der Welt auf den Papst.

Aufgrund des Vorschlags von Kardinal Blase Cupich aus Chicago käme dafür der amtierende Kardinaldekan in Frage, aber ich sehe dabei viele sehr große Probleme mit Amt und Würde eines Papstes.


2
 
 Philipp Neri 23. Februar 2019 

Was heißt denn Konkret werden genau?

Dann will ich mal eine ganz konkrete Frage stellen:
Warum haben die zuständigen Amtsträger im Vatikan in der Causa Zanchetta anscheinend ganz konkret gelogen, nachdem nämlich vor 2 Tagen in der argentinischen Zeitung El Tribuno bekannt gemacht wurde, dass der Vatikan schon seit 2015 und 2016 über Zanchettas Machenschaften Bescheid wusste?


17
 
 martin fohl 23. Februar 2019 
 

Der Papst selbst wird

von einem, der Glaubenskongregation unterstellten, Gremium kontrolliert!


1
 
 Bernhard Joseph 23. Februar 2019 
 

Der Zölibat allein bringt nicht die Rettung

Als der Patriarch Athinagoras mit Papst Paul VI. 1967 zusammentraf richtete er die ernste Mahnung an den Past:"Rühren Sie die Liturgie nicht an".

Patriarch Athinagoras wusste um die verheerenden Auswirkungen der Liturgiereform, die den Glauben zutiefst erschüttert hat und zwar vor allem bei den Hirten, die nun zu Entertainer wurden.

Wo die würdevolle Feier der Messe zerstört wird, hilft auch der Zölibat nichts, dann verfällt sukzessive der Glaube. Im Banalen kann es keine Demut geben.

Es wird also einer Umkehr gerade hinsichtlich der Liturgie bedürfen, will man den sittlichen Verfall im Klerus Herr werden.

In diesem Pontifikat ist jedoch hier mit einer Besserung nicht zu rechnen, weil Papst Franziskus ebenso wenig versteht, wie es Papst Paul VI. auch nicht verstanden hat, wie berechtigt die Mahnung von Patriarch Athinagoras war.


18
 
 Montfort 23. Februar 2019 

"den Papst als Kontrollinstanz " - ist ein "schlechter Witz"

Der "Obervertuscher" und "Ober-Täter-Begnadiger" als "Kontrollinstanz"?!

Und wer kontrolliert "Rom" und den Papst?


18
 
 Pilgrim_Pilger 23. Februar 2019 
 

Die Möglichkeit der Visitation i.A. des Papst gibt es schon

Ok der Vorschlag sieht vor Metropoliten mit der Aufsicht über und den Ermittlungen gegen ihre Amtsbrüder zu betrauen. Aber gibt es nicht heute im Recht der Kirche schon die Möglichkeit das Der Papst einen sogenannten apostolischen Visitator entsendet, um Vorfälle zu untersuchen, die sich gegen die kirchliche Ordnung richten könnten?

Wozu neues schaffen, wenn das bestehende nicht umgesetzt wird?

Steht dahinter der Gedanke der Synodalität?

Vorteil eines vom Papst eingesetzten Visitator ist das dieser dann nach seiner juristischen Qualifikation ausgewählt werden kann und dieser auch Erfahrungen sammeln kann die er in einen anderen Fall nutzen kann.

Nachteil bei dem Vorschlag Aufsicht durch den Metropoliten ist dass dieser nicht aufgrund juristischer Qualifikation als Metropolit eingesetzt wurde und aufgrund dessen auf qualifiziertes Personal zurückgreifen muss. Und jeder Metropolit bei null beginnen muss weil er in der Regel keinerlei Erfahrungen mit diesen Fällen hat.


5
 
 Diadochus 23. Februar 2019 
 

@Bernhart Joseph

Mit Ihrem Kommentar haben Sie mehr gesagt, als die vielen Theologen und kirchlichen Fachkräfte mit ihren seitenlangen Punkteplänen und Reformvorschlägen. Das sehe ich genauso.


9
 
 martin fohl 23. Februar 2019 
 

Das geforderte Kontrollgremium

sollte unter Aufsicht des zuständigen Nuntius gestellt werden! Dieses Gremium sollte Zugang zu allen Diözesen besitzen. So behält der Vatikan selbst die Kontrolle über die Vorgänge!


4
 
 Kirchental 23. Februar 2019 

Große Zweifel

Die letzten Tage habe ich mich durch die gesammelten Sendungen des ÖR der letzten Wochen über dieses Thema gekämpft.

Es war echt hardcore.

Leider weniger der Opfer wegen (Ausnahme Doris Wagner, da omnipräsent ihre Ansichten verbreitet, dass bereits der geregelte Tagesablauf im Kloster Missbrauch sei)

Nein, schlimm fand ich die Kirchenseite: Hagencord, Notker Wolf und Kardinal Schönborn. Es sieht so aus, als würde diese Krise benutzt, um das ganz große Rad zu drehen.

Und der Vorschlag von Cupich erfüllt meine übelsten Befürchtungen.

Metropolit Marx kann damit doch alle ungeliebten konservativen Bischöfe wegen angeblicher Führungsschwäche absägen. Das hat doch schon bei Mixa und van Elst geklappt ohne dieses Instrument. Aber jetzt ist doch freie Fahrt?


21
 
 Bernhard Joseph 23. Februar 2019 
 

Lediglich Symptome kurieren hilft nicht weiter

Es darf erst gar nicht zum Missbrauch kommen. Dazu ist sicherzustellen, dass keine ungeeigneten Personen zu Priestern ausgebildet werden. Das von Papst Benedikt XVI. eingeleitete Verfahren muss konsequent weiter entwickelt werden.

Ferner muss die Verhunzung der Liturgie aufhören und so die Würde des GOTTESDIENSTES wieder in die Messe einziehen. Wir brauchen wieder DIENENDE Priester und keine Selbstdarsteller.

Erst wenn im Priesterseminar den Seminaristen die volle Reife ihres Dienstes abverlangt wird, lässt sich verhindern, dass Personen Priester werden, die noch andere Interessen haben .
Wo aber "Lehrer" wie Wucherpfennig in der Ausbildung die Richtung bestimmen, da ist nicht viel zu erwarten.

Mehr denn je gilt in der heutigen Kirchenkrise: der Fisch stinkt vom Kopf her.

Einem nicht geringen Teil der Hirten ist ihr Amt zur Banalität verkommen, man füllt es aus, wie man eben einen weltlichen Beruf ausfüllt und da macht sexuelle Enthaltsamkeit wenig Sinn.


28
 
 Konrad Georg 23. Februar 2019 
 

Dieses Verfahren

würde sich nicht zwischen Papst und Bischöfe schieben, sondern eine "Staatsanwaltschaft" der Rota bilden.

Natürlich könnte dieses Verfahren auch gegen einzelne Bischöfe mißbraucht werden.


11
 

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