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Frauenrechtlerin Ates: Liberale Moscheen in allen Hauptstädten

31. August 2017 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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Initiatorin der liberalen Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Ö1: Gleichberechtigung steht im Zentrum der inneren Erneuerung des Islam - Seyran Ates referierte bei "Forum Alpbach" zum Thema Integration von weiblichen Flüchtlingen


Wien-Innsbruck (kath.net/KAP) Die Frauenrechtlerin, Juristin und Initiatorin der liberalen Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, Seyran Ates (Archivfoto), hat sich dafür ausgesprochen, ähnliche Moschee-Projekte in allen europäischen Hauptstädten zu initiieren. Sie erfahre inzwischen viel internationale Unterstützung für das Berliner Moschee-Projekt, das im heurigen Juni eröffnet wurde, so Ates am Dienstag im Ö1-Morgenjournal. Nun denke man an eine Ausweitung bzw. Weiterentwicklung und Expansion. In der Berliner Moschee wird ein liberaler Islam gepflegt - es beten Frauen und Männer gemeinsam, Frauen dürfen vorbeten und predigen, außerdem steht die Moschee verschiedenen islamischen Konfessionen.

Es brauche solche Moscheen und einen liberalen, die Gleichberechtigung lebenden Islam, da damit der zentrale Punkt der innerislamischen Erneuerung berührt sei, so Ates. Zugleich plädierte die Rechtsanwältin für strengere Auflagen im Blick auf die Integration: "Mit oberflächlichen Migrationsprogrammen wird es nicht getan sein" - Deutschkurse allein würden noch keine Wertevermittlung darstellen. Es brauche zusätzlich die Drohkulisse des Entzugs von Aufenthaltstiteln und Sozialleistungen bei mangelhafter Integration: "Wir leben schließlich in einem Sozialsystem, wo jeder gehalten ist, einen Anteil zu leisten, damit die Gesellschaft so bleibt, wie sie ist."


In der Debatte um die Imam-Hatip-Schulen sprach sich Ates gegenüber Ö1 für ein Verbot aus: Es dürfe nicht sein, dass auf österreichischem Boden ein Islam gelehrt werde, "der die Grundlage für die Radikalisierung von Muslimen legt". Dies sei bei den aus der Türkei gesteuerten Imam-Hatip-Schulen der Fall. Auch müsse das Verbot der Auslandsfinanzierung bzw. der Offenlegung der Finanzierungsquellen streng kontrolliert werden, mahnte die Frauenrechtlerin.

"Frauenbild angehen"

Auch gegenüber der Zeitung "Die Presse" hatte Ates auf die zentrale Bedeutung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Islam verwiesen sowie auf das Problem eines nicht kompatiblen Frauen- und Menschenbildes von muslimischen Flüchtlingen, die nach Europa kommen: "Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Einwanderer müssen ihr Frauen- und Menschenbild ändern, ohne diese Grundlage werden wir die Integration dieser Menschen nicht schaffen", so Ates gegenüber der "Presse" (Ausgabe vom 28. August). "Integration kann nicht funktionieren, wenn das Frauenbild nicht angegangen, sondern nur an der Oberfläche gekratzt wird."

Die 54-Jährige Seyran Ates nahm am Montag an einer vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) organisierten Podiumsdiskussion mit dem Titel "Neue Freiheiten, alte Zwänge? Herausforderungen bei der Integration weiblicher Flüchtlinge in Österreich" am "Europäischen Forum Alpbach" teil. Weitere Teilnehmer waren die Nahostexpertin Karin Kneissl, Autorin Saïda Keller-Messahli sowie die Dolmetscherin Farnaz Beikzadeh-Abbasi. Ates war darüber hinaus am Montagabend Gast bei einem von "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak moderierten Kamingespräch in Alpbach.

"Harte Kante" zeigen

Im deutschen Fernsehen forderte Ates indes, "harte Kante" gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu zeigen. Anlass der Kritik war ein Bericht über ein Gefängnis in der Türkei, das Ates das "größte Kindergefängnis zur Zeit" nannte, in dem Hunderte Mütter mit ihren Kindern einsäßen. Manche seien im Gefängnis zur Welt gekommen, sagte sie laut Bericht der evangelikalen Presseagentur "idea" in der ZDF-Sendung "Peter Hahne", in der es um die angespannten deutsch-türkischen Beziehungen ging.

Es sei "hanebüchen", wie in der Türkei mit dem Rechtsstaat umgegangen und was an Anklageschriften vorgelegt werde. Die Anwältin sprach in diesem Zusammenhang von Rechtsbeugung. Die unter Personenschutz stehende Frauenrechtlerin ist seit 1997 als Anwältin tätig. Schon während ihres Studiums arbeitete sie in einer Beratungsstelle für Frauen aus der Türkei. 1984 wurde sie Opfer eines politischen Anschlags und lebensgefährlich verletzt. 2006 schloss Ates nach mehreren Morddrohungen ihre Kanzlei. Seit 2012 arbeitet sie wieder als Anwältin.

ServusTV - Liberale Muslimin Seyran Ates mit Wut- & Hass-Postings überhäuft


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Rosenzweig 4. September 2017 

Samstag-2.9.-“Gebetstag der Mutter aller Völker” in Düsseldorf...

Da K.Funkt.jetzt freigeschaltet- möchte ich doch noch zu diesem Bericht+ zu Frau Seyran Ates Ihrem persl.mutigen Einsatz–
ergänzend ganz AKTUELL auf gestrg. Gebetstag/Düssdrf.hinweisen!

Das Bemühen der Frau Ates kann man auch als einen ERSTEN SCHRITT sehen,
WEG vom totalitärem ISLAM- in einem friedlichen+ menschenfrdl.Islam leben zu wollen-sich etablieren?

Könnte dieser ANFANG nicht doch für VIELE- DANN! der WEG zur ABKEHR vom ISLAM– hin zum CHRIST-SEIN führen?!

Diese Schritte aber müssten ebenfalls von Unsrem "CHRISTL.GELEBTEN GLAUBEN- einem GEHEILIGT LEBEN"- MIT!begleitet+ MIT!getragen werden!

DAS wäre zugl.im gr.Anliegen der
"FRAU + MUTTER aller VÖLKER":

Als wahre Mutter versichert sie ihren Kindern,ob gläubig oder ungläubig
„Wer oder Was ihr auch seid,ich darf für euch die Mutter,die Frau aller VÖLKER sein.“(31.05.1954)
“Betet das "GEBET" + bittet um IHRE Fürsprache+ sie wird euch helfen!
Seid rechtschaffen,aufrichtig +liebevoll untereinander”
In diesem Vertrauen verbd..


1
 
 phillip 1. September 2017 
 

In der Berliner Moschee wird ein liberaler Islam gepflegt -

Wenn ich mir Äußerungen von Frau Ates in den Medien anhöre oder lese, kommt mir stets zweierlei in den Sinn: Erstens die Schlüsseldoktrin taqiyya (Koranvers 3,28), die vom Täuschen der Ungläubigen handelt und im Wesentlichen bedeutet, dass alles (z.B. Lüge, Verachtung, Verfolgung, Köpfung, Schlachtung, Halsabschneidung, Steinigung, Verbrennung, Versklavung, Verheiratung von und Sex mit Kindern, uam) erlaubt ist, was der Sache Allahs, vereinfacht gesagt: der Unterwerfung aller Nichtmuslimen unter den totalitären, menschrechtswidrigen politischen Islam dient. Und Zweitens, dass es ohne jeden Zweifel in den Grundlagen des Islam auch religiöse Aspekte gibt, die den christlichen Lehren allerdings nicht fremd sind; was den Islam allerdings im Kern ausmacht, ist mE nicht friedfertig. Wenn Frau Ates, sämtliche auf Unterwerfung gerichteten Aspekte des Islam ablehnt, dann wundert es mich, wieso sie nicht zum Christentum konvertiert; die Angst vor der Todesstrafe wird es wohl nicht sein?


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 christine.klara.mm 1. September 2017 
 

ff

Um es noch einmal zu verdeutlichen, wer nicht mit vollem Herzen mit den Anforderungen des jeweiligen Religionsgründers einverstanden ist, sollte ehrlicherweise weggehen.
Darum werde ich z.B. egal wie sich bei uns Christen vielleicht noch alles verändern sollte, niemals Christus und Seine Katholische Kirche, wie Er sie eingesetzt hat,verlassen,Ihm immer treu zu bleiben versuchen. Und sollten Menschen gemachte Veränderungen Mode werden,diese nicht befolgen aber bleiben.
Wenn Muslime von ihrer Religion als von Gott gegeben überzeugt sind, und Mord-und Totschlag ihr Auftrag ist, weil ihr Gott das nicht selber ausführen will oder kann. Sie müssen folgen oder weggehen, komplett. Hart, ich weiß, aber einer Religion geschuldet.


1
 
 christine.klara.mm 1. September 2017 
 

Anerkennung

So viel ich verstanden habe,könnte eine von einer Frau geführt Islamneugründung, die die Lehrtätigkeit durch eine Frau beinhaltet,von dieser Religion nie anerkannt werden.Also ist es schon näherliegend,daß diese Frau sich mit ihrer Unternehmung der "Integration" so weit nähert,daß sie,wenn schon von den "nicht mehr wirklich Ihren" verfolgt, sich der freundlichen Zustimmung und dem Schutz unserer genau so nicht autentischen Religionsausübung versichert.... Bei unseren Feministinnen und Feministen wird sie vollstes Verständnis vorfinden.Ob sie dann auch für Abtreibung etc.,um des eigenen Überlebens,sein wird oder ist(?) wird sich weisen.....
Jede Religion,die nicht autentisch gelebt wird,ist für mich ein fake. Die eigene,wie auch andere.Denn sie leben, so lange sie sich nicht komplett trennen,im Ungehorsam dem Gründer gegenüber.Das nenne auch ich Etikettenschwindel.


1
 
 Chris2 31. August 2017 
 

Die Psychologie

@Veritatis Splendor Warum tut man sich so unendlich schwer, von lebens- oder zumindest jahrzehntelangen Gewissheiten Abschied zu nehmen, selbst, wenn die Ratio die Notwendigkeit dazu erkannt hat? Eben, weil sie so alt und verfestigt sind. Weil zu viele Dinge damit verknüpft sind, beispielsweise die Liebe der und zur Mutter, die einem den Glauben vermittelt hat. Oder eigenes, jahrzehntelanges, Engagement für ein Ziel, etwa die "multikulturelle Gesellschaft". Das kann doch nicht alles falsch gewesen sein? Die anderen müssen sich irren und Fake News verbreiten! Ma klammert sich dann an jeden Strohhalm und reagiert immer gereizter. Ein Verwandter blockt z.B. das Thema Ausländerkriminalität komplett ab und liest ganz bewusst eine Zeitung, die fast nur über die Straftaten ominöser "Männer" berichtet. Er will unbequeme Wahrheiten einfach nicht zur Kenntnis nehmen...


1
 
 Veritatis Splendor 31. August 2017 

Keine halben Sachen :-)

Lieber Chris2, ich schätze Ihre Postings sehr!

Natürlich sind uns friedliche Muslime, (bspw. Aleviten) wesentlich angenehmer, als verbiesterte Salafisten. Für einen aufrichtigen, netten Muslim mag der Weg über gemäßigte Spielarten auch zum persönlichen Heil führen können (wenn er intuitiv-unbewusst den Geboten unseres wahren Gottes folgt).

Jedoch ist eine Grundsatzkritik am ISLAM unumgänglich: besinnt sich nämlich ein gutmütiger Muslim auf die reinen-strengen Wurzeln des Islam (Mohammed, Koran & Hadithen), dann kommt er nicht umhin, auch kohärent der Gewaltspirale zuzustimmen.

ISLAM ohne Mohammeds "Vorbild", sollte auch nicht so benannt werden. Sonst bleibt man "zufrieden" in der Selbsttäuschung gefangen.

Die historische Chance ist heute, dass Muslime selber drastisch erkennen, dass mit dem Islam grundsätzlich etwas nicht stimmen kann und dieses "Konglomerat" gar nicht von einem guten Schöpfer-Gott diktiert sein kann und sich dann vollständig einem echten Glaubensweg zuwenden :-)


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 Chris2 31. August 2017 
 

@Veritatis Splendor

Bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, auch, wenn Sie theoretisch recht haben. Aber wenn liberale Muslime - wie z.B. die mutige Frau Ates, Prof. Bassam Tibi oder vielleicht auch unsere Nachbarn - einen friedlichen und menschenfreundlichen Islam leben und etablieren wollen, können wir doch nicht einfach mit den Schultern zucken, sagen "das geht ja gar nicht" und uns (wie unsere Politiker) weiter mit aus dem Nahen Osten gesteuerten Islamverbänden an einen Tisch setzen. Sonst bleiben irgendwann wirklich nur noch radikale Imame und ebensolche Zweige des Islams übrig. Und dann Gnade uns allen gemeinsam Allah.


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 Veritatis Splendor 31. August 2017 

Etikettenschwindel?

Natürlich spüren viele Muslime die Diskrepanz zwischen eigener Herzensweisheit und den typisch archaischen Forderungen des Islams.

Der Koran lässt faktisch keine Auslegungsspielräume zu, da er als Direktdiktat von Allah geglaubt, überhaupt nicht uminterpretiert oder irgendwie "gemäßigter" gelehrt werden könnte.

Insofern ist der Versuch von Seyran Ates *nett*, aber irrelevant, ja sogar inkonsequent. Mit Fatwas entzieht man ihr sowieso jegliche islamische Autorität und stellt sie "uns" Kuffars gleich :-)

Entweder man erkennt die inneren Ungereimtheiten des Islams und sucht dann mutig nach stimmiger religiöser Wahrheit oder schwimmt weiterhin halbherzig mit den offensichtlich ungöttlichen Islamgeboten dahin...

Aber vernunftgemäß und konsequent ist das eben nicht :-)


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