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Wie soziale Medien die Konzile der Zukunft verändern werden

26. April 2016 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, insbesondere soziale Medien, werden den Abstand zwischen den Teilnehmern an Konzilen und Synoden und der Außenwelt verringern. Das schreibt der australische Bischof Mark Coleridge.


Brisbane (kath.net/jg)
Die digitale Revolution, insbesondere die sozialen Medien werden die Kirchenversammlungen in Zukunft stark mitbestimmen. Davon ist Mark Coleridge, Bischof von Brisbane (Australien) überzeugt.

Die neuen Medien würden es den Bischöfen erlauben auch während einer Synode oder eines Konzils mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Bischof Coleridge hat selbst einen Blog während der Bischofssynode 2015 geschrieben und war überrascht wie viele Leser dieser gefunden habe, schreibt er in einem Gastbeitrag für die katholische Online-Nachrichtenseite Crux.


Der Abstand zwischen den Teilnehmern an einer Synode oder einem Konzil und der Außenwelt werde durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten geringer. Coleridge sieht darin eine positive Entwicklung. Die Versammlung sei nicht mehr ausschließlich eine der Bischöfe, sondern binde die ganze Kirche verstärkt ein. Er habe diesen Aspekt 2015 deutlich wahrgenommen. Indem – bei aller Rücksicht auf die einzuhaltende Vertraulichkeit – mehr von der Synode nach außen gelangt sei, sei auch deutlicher geworden, dass die Synode nicht nur Menschenwerk sei, schreibt Bischof Coleridge.


Link zum Artikel von Bischof Mark Coleridge (englisch): cruxnow.com


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Lesermeinungen

 Historiker 26. April 2016 
 

@ Smaragdos

Papst Franziskus sieht das wohl ähnlich wie Bischof Coleridge (aus einem anderen, gerade veröffentlichten Kath.net-Artikel):
"Die Kirche Lateinamerikas darf nach den Worten von Papst Franziskus nicht die Verbindung zu den Gläubigen verlieren. In einem am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Brief an die päpstliche Lateinamerika-Kommission kritisiert Franziskus einen Hang zum «Klerikalismus», der die zentrale Rolle der Laien für die Kirche zu wenig wertschätze. «Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass die Kirche keine Elite von Priestern, Ordensleuten, Bischöfen ist, sondern dass alle das heilige, gläubige Volk Gottes bilden», schrieb er unter Verweis auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965)." (http://www.kath.net/news/54966)
Klerikalismus ist eine Fehlentwicklung, kein Ideal.


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 rappix 26. April 2016 

Pardon wenn ich "Blöke"

@Smaragdos

https://www.youtube.com/watch?v=GF2kFAuK4EI

Aber warum spricht uns der Priester ab und zu mit:

"Brüder und Schwestern an"?

Wir Eidgenossen haben halt demokratische Wurzeln und unsere Verfassung beginnt (immer) noch:

"Im Namen Gottes des Allmächtigen"!

Deshalb sprechen wir gerne an möglichen und unmöglichen Stellen mit. Und beharren stolz auf unser Mitspracherecht bei der Wahl unseres Bischofs in einigen Bistümern.


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 Baselbieter 26. April 2016 
 

Hirt und Herde

@Smaragdos
Halten Sie das Bild vom alles wissenden Viehhirten und den dummen Hammeln für in unsere Zeit passend?


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 Ehrmann 26. April 2016 

Wir haben immer noch nur 2 Augen und 2 Ohren..

Ab einer gewissen Menge ist die Erhöhung der Kommunikationsgeschwindigkeit nicht mehr mit deren Genauigkeit kompatibel - ganz abgesehen von der Interaktion, die die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer voraussetzt. Ja, ich könnte mir vorstellen, daß die Vernetzung von Bischöfen ohne persönliche Anwesenheit in einem reellen Raum möglich sein wird - was bei der Größenzunahme der Kirche (die tatsächlich existiert)auch notwendig ist. Das persönliche Gespräch wie in den Vorbereitungsgremien der Konzilien wird allerdings nichts ersetzen. Was dabei herauskommt zu werten und zu befolgen ist jetzt und später jedem einzelnen Christen überlassen - nach dem Wort "wem werden sie glauben?" - und davon hängt auch der Wert des Christseins für jeden von uns ab - wir können lediglich einander bei der Unterscheidung der Geister helfen und vertrauensvoll um den göttlichen Beistand und gute Hirten bitten - siehe Lk 11,11 ff


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 resistance 26. April 2016 
 

Die eigentlichen Machtzentren der Erde zeigen von sich weit weniger als ein Eisberg - vermutlich meist gar nichts.

Die Zwerge in den Wahlkönigtümern müssen sich wie "Stars und Sternchen" ständig in der Öffentlichkeit präsentieren. Sie kämpfen unentwegt um Stimmen und Quoten.

Vom Papst erwartete ich einen Mittelweg. In den beiden ersten Jahren seines Pontifikates schien es, als hechte er von einem "Event" zum nächsten. Da war er von seinem PR-Management nicht gut beraten.
Distanz bringt mehr Respekt.
Er muss doch um keine Stimmen buhlen! Er hat doch die Zusage des Hl. Geistes!
Die Öffentlichkeit ist ein Flittchen!


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 Smaragdos 26. April 2016 
 

Ecclesiam ... apostolicam

"Die Versammlung sei nicht mehr ausschließlich eine der Bischöfe, sondern binde die ganze Kirche verstärkt ein."

Aber Hirten sind Hirten und Schafe sind Schafe. Es ist nicht Aufgabe der Schafe, die Hirten zu leiten, wie dies heute schon mal vorkommt (vor allem in den Pfarreien), sondern umgekehrt! Credo Ecclesiam apostolicam, nicht laicam! Sonst würde ich Protestant werden, die haben nämlich eine reine Laienkirche ohne sakramentales Hirtenamt.


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