Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  12. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  13. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Trump, Clinton und der Papst. Ein Zwischenruf

20. Februar 2016 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wer sich selbstgerecht freuen sollte, dass Trump eine päpstliche Watschen bekam, sollte wenigstens einen Zentimeter weiter denken. Clinton und Sanders plädieren für tödliche Mauern gegen das Leben.“ Gastkommentar von Martin Lohmann


Bonn (kath.net) Die Nachricht schaffte es überall in die Leitmedien: Papst Franziskus hatte sich in den amerikanischen Wahlkampf eingemischt und Donald Trump eine satte Ohrfeige versetzt. Denn dieser plane ja Mauern zu bauen gegen ungebetene Gäste im Land. Das sei alles andere als christlich. Und schon hörte man allenthalben, Franziskus habe dem enfant terrible des US-Wahlkampfes das Christsein abgesprochen.

Nun, so einfach kann auch ein Papst niemandem das Christsein absprechen. Aber: Die Watschen saß, und der so „geehrte“ Kandidat, der es – um es ganz zurückhaltend zu formulieren – einem schwer macht, immer Seriosität und guten Willen erkennen zu wollen, watschte zurück. Doch: Wer ist Trump? Gegenüber einem Pontifex?

Franziskus liebt das freie und spontane Wort. Und: Er meint es stets gut. Davon darf man ausgehen, auch wenn manche Äußerungen des gerne redenden Papstes zu Irritationen führen und auch gerne instrumentalisiert werden. Und deshalb, damit das hier nicht so automatisch, wie manche es wohl gerne hätten, passiert und man dem Papst eine einseitige Unterstützung der Trump-Gegner andichtet, muss man darauf hinweisen, was ebenfalls zu bedenken ist. Denn: Wenn schon jemand, der „nur“ Mauern bauen lassen will, kein Christ mehr ist, um wie viel mehr ist dann jemand garantiert kein Christ, wenn er für das Töten von Menschen plädiert?! Hillary Clinton - und Herr Sanders wohl auch - wirbt offenbar intensiv für das Töten von (noch nicht geborenen) Menschen, hält offenbar das brutale Töten und Auseinanderreißen von kleinen Menschen für eine „verantwortliche“ Form der Familienplanung. Und auch hier gibt es genügend klare und unzweifelhafte Aussagen des Papstes, ähnlich denen seiner Vorgänger und durchaus mit Bezug auf das ansonsten gerne gefeierte und zitierte Zweite Vatikanische Konzil.


Zum Beispiel dieses Wort von Papst Franziskus: „Die Abtreibung ist nicht das kleinere Übel, es ist ein Verbrechen. Es ist ein Verbrechen, es ist das absolut Böse.“ Der Logik der päpstlichen Trump-Schelte folgend muss man also zu dem Ergebnis kommen, dass eine Hillary Clinton - neben anderen, die im Wahlkampf für das Menschentöten plädieren - keine Christin sein kann oder ist. Zumindest hat derjenige, der die Nähe zum „absolut Bösen“ sucht und propagiert, eine Nähe zum absolut Bösen. Und das ist nicht christlich.

Wer sich also selbstgerecht freuen sollte, dass Trump eine päpstliche Watschen bekam, sollte wenigstens einen Zentimeter weiter denken. Clinton und Sanders plädieren für tödliche Mauern gegen das Leben – und passen mehr als gut in die päpstliche Schelte des Unchristlichen.

Ich weiß, das Papst Franziskus eindeutig FÜR das Leben steht. Seine klare Unterstützung unseres Marsches für das Leben bleibt uns und mir kostbar. Und ich erinnere mich noch sehr genau daran, mit welchem Engagement er mir im Sommer 2015 sagte: „Das ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da tut!“ Und daher glaube ich, dass das Töten von unschuldigen Menschen noch weiter weg ist vom Christsein als das Bauen von Mauern. Denn: Es gibt kein gutes Töten! Auch dann, wenn eine Hillary Clinton dafür werben sollte, bleibt es ein „Verbrechen“. Und wo der Papst Recht hat, hat er Recht: Mauern zu bauen entspricht nicht dem Evangelium. Und (noch nicht geborene) Menschen zu töten, schon gar nicht. Denn: Gott ist ein Freund des Lebens. Immer.

Martin Lohmann berichtete im kath.net-Interview über seine Begegnung mit Papst Franziskus kurz vor dem Berliner „Marsch für das Leben“ 2015: 'Papst lässt keinen Zweifel an seiner Einstellung zum Lebensschutz'.

Papst Franziskus unterstützt Marsch für das Leben/Berlin: ´Es ist sehr, sehr wichtig, was Ihr da macht!´ - Franziskus segnet spontan den Plastikembryo, den ihm Martin Lohmann gab


Foto Martin Lohman © Lohmann Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  2. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  3. Katholische Nonnen verklagen Bundesstaat New York wegen Zwang zur Beihilfe zum Suizid
  4. USA: Gericht entscheidet über Statue von Erzengel Michael vor öffentlichem Gebäude
  5. Oberster Gerichtshof der USA bestätigt Regelungen zum Schutz von Frauen im Sport
  6. US-Außenminister Rubio: Die UNO hat ihre Mission verloren
  7. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Zehn Gebote in den Klassenzimmern
  8. Keine Strafen für Baseball-Spieler wegen Bibelversen auf Kappen mit Regenbogen
  9. US-Justizministerium unterstützt katholischen Orden im Kampf gegen Transgender-Gesetz in New York
  10. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  8. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  11. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  12. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  13. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  14. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  15. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz