Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Es reicht
  2. Gottesdienst-Präfekt bedauert "Kämpfe" um Liturgie in der Kirche
  3. "Einem Arzt, der so etwas sagt, sollte man die Approbation wegnehmen!"
  4. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  5. Kurienkardinal Koch: "Versöhnte Verschiedenheit" ein Ziel bei Ökumene
  6. Vatikan gibt Covid-Impfmünze heraus
  7. Österreich schafft umstrittene Covid-Impfpflicht ab!
  8. Deutscher Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
  9. "Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen,..."
  10. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  11. Corona-Virus hat nun auch Kardinal Woelki erwischt
  12. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  13. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“
  14. VW-Mitarbeiter klagt gegen seine Firma wegen der Gendersprache
  15. „Warum die Kochschürze?“ - Bischof Genns Schürze bei einer Altarweihe erregt Aufmerksamkeit

Eine neue politisch nicht korrekte Vokabel: Mission

24. Oktober 2015 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Setzt die EKD-Volkskirche den letzten Auftrag von Jesus an seine Jünger außer Kraft? Von Uwe Siemon-Netto


Wetzlar (kath.net/idea) Mission ist zu einem politisch inkorrekten Wort geworden. Letzte Woche erinnerte die Evangelische Nachrichtenagentur idea die 20 EKD-Gliedkirchen an diesen letzten Auftrag Jesu: „Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19-29). idea wollte wissen: Gehören zu diesen Völkern auch die Flüchtlinge aus dem Morgenland, die zu Hunderttausenden dieses Jahr bei uns Aufnahme suchen?

Autsch, das war unziemlich. Die Hälfte der befragten Kirchen reagierte wie Jungfern auf einen anrüchigen Antrag: Sie schwieg. Der Pressesprecher einer Landeskirche wies den Fragesteller wie einen theologischen Ignoranten zurecht: „Die Frage stellt sich aus der biblischen Botschaft genau andersherum: Nicht wir bringen Christus zu den Flüchtlingen, sondern Christus kommt zu uns in der Gestalt der Flüchtlinge.“ Dann verwies er auf Matthäus 25,35-36 („Ich bin hungrig gewesen, ich bin durstig gewesen, ich bin ein Fremder gewesen ...“).

Der Vater Jesu Christi ist anders als der Allah Mohammeds

Aha, also Matthäus 25 und Matthäus 28 schließen sich gegenseitig aus. Fremde aufnehmen? Ja! Fremde medizinisch versorgen? Ja! Aber mit ihnen, von denen sich so viele vom Schrecken des Islamischen Staats (IS) zu uns gerettet haben, über unser Gottesbild zu sprechen? Jein! Unterlassen wir es vorläufig, diesen Geplagten unseren Gott vorzustellen, der eben nicht unnahbar ist und zum Töten Andersgläubiger aufruft wie Allah, sondern zu uns kommt und sich für uns umbringen lässt. Betreiben wir lieber „Religionsdialog“.

Keine Gemeinsamkeit mit dem Koran

Eine Oberkirchenrätin riet uns, es doch zu würdigen, dass Jesus als Prophet im Islam eine wichtige Rolle spiele. Aber auf den Unterschied zwischen dem nie gekreuzigten „Isa“ des Korans und dem biblischen Jesus, der am Kreuz unsere Sünden auf sich nahm, sollen wir augenscheinlich jetzt nicht zu sprechen kommen, obwohl viele Muslime genau dies hören wollen, wie wir bereits seit Jahrzehnten wissen.

Dies ist ein altes Malheur. Schon vor 30 Jahren berichtete mir der Generalsekretär der (katholischen) Europäischen Bischofskonferenz von erfolgreichen Kontaktaufnahmen katholischer Frauenorden und -verbände mit Muslimas. Ihr Bemühen, dies gemeinsam mit Protestantinnen zu tun, sei an der ablehnenden Haltung evangelischer Kirchen gescheitert. Wir wissen aber, dass seit Jahrzehnten Muslime aufbrechen, um sich im christlichen Glauben unterweisen zu lassen. Als Afghanistan noch vom Taliban regiert war, besuchten Imame zum Beispiel heimlich Bibelschulen an der pakistanischen Grenze, um hernach ihre Moscheegemeinden in christliche Gemeinden umzuwandeln. In Ägypten kamen islamische Geistliche nachts durch die Hintertür zur Bibelstunde bei einem norwegischen Pfarrer.

Wieso schickt Gott die Flüchtlinge hierher?

Das war nie ein Geheimnis, wurde jedoch im deutschen Protestantismus nicht zur Kenntnis genommen. Aber beispielsweise die tapfere Diakonisse Rosemarie Götz in Berlin kennt den Durst von Muslimen nach Christus. Sie hat Dutzende von Muslimen getauft und scheut sich nicht, türkische Cafés in Berlin-Neukölln zu betreten. Ihre Schwesterntracht verschafft ihr Respekt. „Natürlich ist Missionierung die wichtigste Aufgabe“, sagt sie, „wieso schickt uns Gott die Flüchtlinge hierher?“

Lutherische Freikirche taufte Hunderte von Muslimen

Auch die kleine (deutsche) Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) weiß längst, dass wir es hier mit einem geistlichen Phänomen zu tun haben, dessen ungeheures Ausmaß vielleicht erst in Jahrhunderten sichtbar werden wird. Einige ihrer Gemeinden tauften Hunderte von Muslimen, nachdem sie die Luther-Bibel als Textbuch für den Deutschunterricht für Ausländer benutzt hatten. Hingegen scheinen landeskirchliche Beamte, die gern die Bibel aus einer historischen Perspektive auslegen, gegenüber der nach vorne offenen Geschichte blind zu sein.

Ein bisschen mehr Heilsgewissheit

Angela Merkel rief uns unlängst dazu auf, zu unserer christlichen Tradition zu stehen, „mal wieder ... ein bisschen bibelfest zu sein“. Wir fügen hinzu: Die Volkskirche möge mal wieder mehr als ein bisschen die Heilsgewissheit predigen, die wir Christen dem gekreuzigten und auferstandenen Christus verdanken. Dies ist unser höchstes Gut, das der Islam nicht bietet.

Der Autor, Uwe Siemon-Netto, ist Journalist und promovierter lutherischer Theologe.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 24. Oktober 2015 
 

Pressesprecher

einer evangelischen Landeskirche zu sein, ist nicht der unterste Posten.

Doch wie muss ein Mann für diesen Posten sortiert sein, frage ich mich - siehe in den Anführungsstrichen:

"Der Pressesprecher einer Landeskirche wies den Fragesteller wie einen theologischen Ignoranten zurecht: 'Die Frage stellt sich aus der biblischen Botschaft genau andersherum: Nicht wir bringen Christus zu den Flüchtlingen, sondern Christus kommt zu uns in der Gestalt der Flüchtlinge.'“


5
 
 waghäusler 24. Oktober 2015 
 

Die EKD befindet sich schon seit geraumer Zeit
in Geistlicher Selbstauflösung.
Martin Luther würde sich im Grabe umdrehn,
wenn er sehen könnte wie sich sein Kind entwickelt hat.


7
 
 Protestant1 24. Oktober 2015 
 

Stolz auf meine Kirche

Insgesamt bin ich trotz ihrer Fehler stolz auf meine Kirche. Es ist einfach unangebracht, die Flüchtlinge sofort als "Missionsobjekte" zu betrachten. Natürlich soll man als Christ immer zu seinem Glauben stehen und den Leuten - bei Interesse- das Evangelium von Jesus Christus verkündigen. Das ist es, was auch die Haltung der EKD ist. Und natürlich basiert der Glaube meiner Kirche auch auf der Bibel, bloß darf man die Schriften eben nicht wörtlich verstehen. Es geht darum, das den Menschen Dienliche von dem Undienlichen zu trennen.


0
 
 HX7 24. Oktober 2015 
 

Einfach ignorieren

Viele Leiter in der EKD sind abgefallene oder noch nie gläubig gewesene Theologen. Deren Geschwätz kann man getrost ignorieren, weil es nicht ansatzweise wahr, wissenschaftlich und im Sinne der Bibel ist. Protestanten müssen nicht auf solche Führer hören, weil im Zweifel der Schrift Vorrang zu geben ist. Konsequenterweise sollte man auch die Ökumene abbrechen, weil es keine gemeinsamen Glaubensgrundlagen gibt. Dann lieber verstärkt mit Freikirchen arbeiten, die sich oftmals aus diesen Gründen gebildet haben. Aber eines sollten wir bedenken: In den theol. Fakultäten ist es katholischerseits auch schrecklich. Protestanten haben einfach 150 Jahre mehr Bibelzersetzung hinter sich. Vielleicht wäre die EKD so nett das Wort Kirche und christlich zu streichen, damit unbedarfte Menschen nicht etwa meinen, dass es dort um den Glauben an Christus geht. Dort wird gegendert und ideologisiert. Betrachten wir es als Werk des Teufels.


14
 
 Tisserant 24. Oktober 2015 

Bei der EKD verwundert mich schon lange nichts mehr!
Diese Kirche wil keine Kirche sein, offen für alles aber bitte nicht bei der eigenen Religion und Mission ist Teufelszeugs, obgleich man an selbigen nicht glauben kann!
Man verfasst eine Bibel in gerechter Sprach, was im Grunde eine Verhöhnung der Schriften darstellt!
Wie tief der innere Riß bei vielen Prostanten ist, zeigt auch Bischöfin Brunne aus Schweden, welche gleich alle Kreutze aus einer Kirche zu entfernen und stattdessen eine islamische Gebtsnische einzurichten, da Kreutze Muslime beleidigen!
Kein Einzelfall.

Was ist das bei vielen Christen ihren eigenen Glauben dermaßen gering zu schätzen und ihn so zu verwässern, bis nichts mehr vorhanden ist! Selbsthass, Angst, Selbstverachtung...?

Ich besuche regelmäßig christliche Flüchtlinge und diese sind entsetzt, wenn sie solche Nachrichten lesen, sie sagen dann unisono, dies sind keine Christen!

Gilt das Evangelium oder eine Zeitgeistige Parteikirche?

Leben wir im Herrn!


14
 
 rosmargareta 24. Oktober 2015 
 

Missionierung

So etwas kommt nur vom Hl. Geist, die Bibel zur Grundlage des Deutschunterrichts für Flüchtlinge zu nehmen. Großartig SELK. Ich hoffe, das auch die katholische Kirche in Deutschland die Chance der Missionierung wahrnimmt.


12
 
 Gipsy 24. Oktober 2015 

Die Flüchtlinge

haben Anspruch auf christliche Mission, zumindest diejenigen, die vor dem Islam geflogen sind. Wer als Geistlicher diesen Missionsauftrag, der uns geradezu vom Herrn vor die Nase gesetzt wird missachtet, der missachtet Gott.Wer dazu auch noch die Gläubigen dazu anstiftet, diesen enormen Missionsauftrag nicht anzunehmen, der nimmt Gott nicht an und braucht dann auch nicht mehr medienwirksam "kirchlich" rumzusalbadern. Ich hoffe und wünsche es mir, dass die grosse Chance der christlichen Missionierung wahrgenommen werden wird und die Kirchen dabei nicht zögerlich sind.


15
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mission

  1. Befreite Ordensfrau aus Mali: Mission muss weitergehen
  2. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  3. Papst: Jeder ist zur Mission aufgerufen
  4. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  5. Vatikan betont Bedeutung der Mission in Zeiten der Pandemie
  6. Hier bin ich, sende mich!
  7. Papst: Künftige Diplomaten müssen ein Jahr auf Mission
  8. „Wir schrauben in der Kirche immer an irgendwelchen Rädchen herum ...
  9. P. Karl Wallner: Der Kampf gegen Priestertum ist voll losgebrochen!
  10. Lifestyle Jüngerschaft ODER: Warum ein Date mit Gott zu wenig ist







Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  3. Es reicht
  4. Vatikan gibt Covid-Impfmünze heraus
  5. "Einem Arzt, der so etwas sagt, sollte man die Approbation wegnehmen!"
  6. "Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen,..."
  7. Gibt es eine Vielfalt der Geschlechter? – Versuch einer Orientierungshilfe
  8. „Warum die Kochschürze?“ - Bischof Genns Schürze bei einer Altarweihe erregt Aufmerksamkeit
  9. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“
  10. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  11. Bischof Schneider: Marienweihe durch Franziskus hat Bedingungen von Fatima erfüllt
  12. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  13. Gottesdienst-Präfekt bedauert "Kämpfe" um Liturgie in der Kirche
  14. Churer Priesterkreis: „Angesichts der entstandenen Verwirrung fordern wir…“
  15. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz