Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern

Bischof: Ägypten auf gutem Weg und auch Hoffnung für Christen

1. Oktober 2015 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Koptisch-katholischer Bischof von Assiut, Kyrillos William Samaan, im "Kathpress"-Interview: Derzeit keine systematischen Angriffe gegen Kirchen und Christen - Christen setzen Hoffnungen in Präsident al-Sisi


Salzburg (kath.net/KAP) Der ägyptische koptisch-katholische Bischof Kyrillos Williams sieht Ägypten auf einem guten Weg. Die Situation der Christen habe sich seit der zweiten Revolution 2013 verbessert, so der Bischof von Assiut. Freilich räumte er zugleich ein, dass das Land noch vor großen Herausforderungen stehe. Der Bischof äußerte sich im "Kathpress"-Interview am Rande der Jahrestagung der "Initiative Christlicher Orient" (ICO) in Salzburg.

Bischof Kyrillos sagte, die Stimmung in der ägyptischen Bevölkerung habe sich gegen Islamisten gekehrt. Man wolle keinen "Islamischen Staat" und auch keine radikalislamische Parteien. Der Großteil der Ägypter seien moderate Muslime, die Islamisten seien eine Minderheit, wiewohl sie immer wieder mit terroristischen Akten ihre Ziele verfolgten. Systematische Angriffe gegen Kirchen und Christen gebe es derzeit aber nicht.

Lob spendete der Bischof dem früheren ägyptischen Militärchef und jetzigen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Laut Bischof Kyrillos verfolge der Präsident keine persönlichen Interessen sondern setze sich für ein gemeinsames Ägypten für Muslime und Christen ein, in dem Politik und Religion getrennt sind.


Der Bischof erinnerte daran, dass al-Sisi als erster ägyptischer Staatspräsident an einer koptischen Weihnachtsfeier teilgenommen hatte. Er wohnte dem Gottesdienst mit Patriarch Tawadros II. in der Markuskathedrale in Kairo bei und sagte in einem kurzen Grußwort, dass Muslime und Christen gemeinsam feiern würden. Sie seien "eine Einheit" in den Augen der Welt.

Auch nach der grauenhaften Enthauptung von 21 koptischen Christen in Libyen durch IS-Terroristen im Februar 2015 habe al-Sisi richtig gehandelt, so Bischof Kyrillos. Der ägyptische Präsident habe sofort militärische Aktionen gegen die Terroristen in die Wege geleitet, dem koptischen Patriarchen Tawadros kondoliert und seinen Ministerpräsidenten zu den Familien der Ermordeten geschickt. Bald darauf wurde mit dem Bau einer Kirche zu Ehren der 21 enthaupteten Kopten begonnen.

Freilich dürfe alles nicht nur in einem allzu positiven Licht gesehen werden. Es gebe in Ägypten durchaus noch viel fanatisches Potenzial, in Schulbüchern werde immer noch Hass gegen Christen geschürt, und in den großen Medien seien die Christen bis vor Kurzem noch weitgehend ignoriert worden. Auch die Polizei komme mitunter ihrem gesetzlichen Auftrag nicht nach und benachteilige Christen. Vor allem in ländlichen Gebieten. Die Christen seien nach wie vor "Bürger zweiter Klasse", was etwa den Zugang zu Arbeitsplätzen betrifft. Trotzdem, so der Bischof: "Ägypten ist unsere Heimat. Wir Christen werden dieses Land niemals verlassen."

Die Christen würden für die ägyptische Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, etwa im Bereich der Bildung und der Gesundheitsversorgung. So betreibe allein die koptisch-katholische Kirche 170 Schulen im Land. 90 Prozent der Schüler seien Muslime. Auch in den zahlreichen christlich geführten Krankenhäusern und Krankenstationen im ganzen Land würden Christen wie Muslime ohne Unterschied behandelt.

Zu den früher eher schwierigen Beziehungen zwischen der koptisch-orthodoxen und koptisch-katholischen Kirche in Ägypten meinte Bischof Kyrillos, dass sich das Verhältnis seit dem Amtanstritt des koptisch-orthodoxen Papstpatriarchen Tawadros II. sehr positiv entwickelt habe.

kath.net-Interview mit Bischof Kyrill Samaan beim Kongress von Kirche in Not - Das Interview führt Peter Winnemöller


Bischof Samaan, Predigt: "Verfolgung zu leiden ist ein Privileg"


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  3. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  4. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  5. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  6. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  7. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  8. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  9. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  12. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  13. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  14. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  15. Tantum ergo Sacramentum

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz