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Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen

1. September 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Umfangreiches Restaurierungsprogramm dieser Tage abgeschlossen, auch nahe gelegener Flughafen soll vergrößert werden - Katharinenkloster gilt als das älteste funktionierende orthodoxe Kloster der Welt.


Kairo (kath.net/ KAP)
Das altehrwürdige orthodoxe Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel wird in Zukunft besser zu erreichen sein; die Aufnahme von Pilgern und Besuchern wird durch eine Reihe von jetzt abgeschlossenen Bau- und organisatorischen Maßnahmen erleichtert. Eine Maßnahme steht noch aus: die Vergrößerung des "St. Catherine International Airport". Die ägyptische Regierung hat aber bereits "grünes Licht" gegeben, der Ausbau des Flughafens soll innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen sein. Die Kosten werden mit 60 Millionen Euro beziffert.

Das aus dem 6. Jahrhundert stammende Kloster ist der Mittelpunkt der autonomen Erzeparchie von Sinai, Pharan und Raithu im Rahmen des orthodoxen Patriarchats von Jerusalem. Erzbischof Damianos (Samartsis), der auch einen Sitz in Kairo hat, betrachtet den Ausbau des Flughafens als "konstruktives Projekt", auch der ägyptische Gouverneur des südlichen Sinai, General Khaled Fouad, sieht das so.


Ein mehrjähriges Restaurierungsprogramm für das Katharinenkloster unter der Schirmherrschaft der ägyptischen Antikenverwaltung wurde dieser Tage abgeschlossen. Im Rahmen dieses Projekts wurde auch die Umgebung des Klosters landschaftsgärtnerisch gestaltet, die Straßen zum Kloster und zum Fuß des Mosesbergs wurden repariert, es gibt nun neue Bus-Parkplätze und ein elektronisches Sicherheitssystem.

Das in den Jahren 548 bis 565 errichtete Kloster an dem Ort, wo nach der Tradition Moses angesichts des brennenden Dornbusches das Gotteserlebnis zuteilwurde, gilt als das älteste funktionierende orthodoxe Kloster der Welt. Seit 2002 steht das Katharinenkloster auf der UNESCO-Welterbeliste. Die UNESCO betont den Wert der herausragenden Sammlungen frühchristlicher Manuskripte und Ikonen im Katharinenkloster. Dazu komme die eindrucksvolle Gebirgslandschaft um das Kloster mit ihren zahlreichen archäologischen Stätten und religiösen Monumenten.

Das Restaurierungsprogramm diente auch dazu, die Schäden des Erdbebens von 1995 an der Basilika des Klosters endgültig zu beheben. Die Renovierung der Mosaiken war bereits 2016 abgeschlossen worden. Die berühmte Klosterbibliothek mit der zweitgrößten Handschriftensammlung der Welt - darunter Texten in griechischer, arabischer, hebräischer, aramäischer, armenischer und georgischer Sprache - wurde nach einer umfassenden Restaurierung 2017 wiedereröffnet. Bei den neun Jahre dauernden Restaurierungsarbeiten wurde auch die östliche Mauer der Bibliothek - die sogenannte Justinians-Mauer - gefestigt und erneuert.

Noch im Laufen ist die Digitalisierung der 4.500 Handschriften, dieser aufwändige Hightech-Prozess könnte zehn Jahre dauern. Die Arbeiten an den kostbaren Pergamenten werden von einem hochqualifizierten griechischen Team durchgeführt, das neueste Techniken einsetzt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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