Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Amnesty International fordert das sogenannte 'Recht auf Abtreibung'

14. Juli 2015 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Statt das Menschenrecht auf Leben auch der ungeborenen Kinder, zu verteidigen, fördert Amnesty International jetzt deren Ermordung und übt Druck auf Länder aus, die Abtreibung nach wie vor ablehnen. kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Peter Benenson, in London als Kind einer jüdischen Familie geboren, ursprünglich Peter James Henry Solomon war ein britischer Anwalt, Politiker der Labour Partei. 1958 konvertierte Benenson zur katholischen Kirche und wurde später Mitglied der Friedensbewegung Pax Christi. 1961 setzte er sich für zwei Studenten ein, die in Portugal verurteilt wurden, weil sie auf ihre Freiheit angestoßen hatten. Das war der Anfang von Amnesty international. In der weiteren Entwicklung setzte sich Amnesty weltweit für Verfolgte und gegen jede Verletzung von Menschenrechten ein.

Als ich Amnesty International als junger Priester kennen lernte, war ich tief beeindruckt: Amnesty war keine „katholische“ Organisation, aber sie gründete doch offenkundig in jenem Gesetz, das nach Paulus Gott ins Herz aller Menschen geschrieben hat (Röm 2,15), in jenem Gesetz, das die Kirche das „Naturrecht“ nennt, weil es mit der natürlichen Vernunft auch ohne Offenbarung erkannt werden kann und tatsächlich auch erkannt wurde und wird!


Ich erinnere mich, dass ich einmal über Amnesty gepredigt habe: Hier wirkt der Geist Gottes über die Grenzen der Kirche hinaus, hier wird gehandelt im Sinn der göttlichen Gebote, alle Menschen, auch Nicht-christen, sind eingeladen mitzutun! Amnesty war wirklich wie ein Ort der Begegnung von Christen und Nicht-Christen, ein Grund zur Freude!

Umso größer ist jetzt mein Entsetzen zu lesen, wie Amnesty eine radikale Kehrtwendung vollzogen hat: Amnesty fordert das Recht auf Abtreibung und übt Druck auf Länder aus, die Abtreibung nach wie vor ablehnen und als ein schweres Unrecht behandeln. Das bedeutet: Amnesty fördert nicht nur Unrecht, sondern will auch politische Macht auf ganze Länder ausüben wie dies mächtige Diktatoren zu allen Zeiten gemacht haben und auch heute noch machen – wider alle Rechtsstaatlichkeit! Und, es war nicht anders zu erwarten, Amnesty hält und fördert auch die die Homoehe und bezieht damit auch im ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie die falsche, gottwidrige Position und schließt sich dem Zeit-Ungeist an!

Benenson, der Gründer, würde sich wohl distanzieren von dem, was aus Amnesty geworden ist! Statt das Menschenrecht auf Leben auch der ungeborenen Kinder, zu verteidigen, fördert Amnesty jetzt deren Ermordung und begeht auch sonst jene Rechtsbrüche, die es bekämpfen sollte! Nicht nur für den einzelnen Menschen, auch für Organisationen gilt: „Wer also zu stehen meint, der gebe acht, daß er nicht fällt!“ (1 Kor 10,12). Heute darf man Anmesty nicht mehr unterstützen, sondern kann nur noch beten für seine Bekehrung!


kath.net-Buchtipp
Klartext III
Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR
Leicht bestellbar im kathShop, lieferbar auch durch jede Buchhandlung


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  2. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  3. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  4. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  5. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  6. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  7. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  8. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen







Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz