Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Amnesty International fordert das sogenannte 'Recht auf Abtreibung'

14. Juli 2015 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Statt das Menschenrecht auf Leben auch der ungeborenen Kinder, zu verteidigen, fördert Amnesty International jetzt deren Ermordung und übt Druck auf Länder aus, die Abtreibung nach wie vor ablehnen. kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Peter Benenson, in London als Kind einer jüdischen Familie geboren, ursprünglich Peter James Henry Solomon war ein britischer Anwalt, Politiker der Labour Partei. 1958 konvertierte Benenson zur katholischen Kirche und wurde später Mitglied der Friedensbewegung Pax Christi. 1961 setzte er sich für zwei Studenten ein, die in Portugal verurteilt wurden, weil sie auf ihre Freiheit angestoßen hatten. Das war der Anfang von Amnesty international. In der weiteren Entwicklung setzte sich Amnesty weltweit für Verfolgte und gegen jede Verletzung von Menschenrechten ein.

Als ich Amnesty International als junger Priester kennen lernte, war ich tief beeindruckt: Amnesty war keine „katholische“ Organisation, aber sie gründete doch offenkundig in jenem Gesetz, das nach Paulus Gott ins Herz aller Menschen geschrieben hat (Röm 2,15), in jenem Gesetz, das die Kirche das „Naturrecht“ nennt, weil es mit der natürlichen Vernunft auch ohne Offenbarung erkannt werden kann und tatsächlich auch erkannt wurde und wird!


Ich erinnere mich, dass ich einmal über Amnesty gepredigt habe: Hier wirkt der Geist Gottes über die Grenzen der Kirche hinaus, hier wird gehandelt im Sinn der göttlichen Gebote, alle Menschen, auch Nicht-christen, sind eingeladen mitzutun! Amnesty war wirklich wie ein Ort der Begegnung von Christen und Nicht-Christen, ein Grund zur Freude!

Umso größer ist jetzt mein Entsetzen zu lesen, wie Amnesty eine radikale Kehrtwendung vollzogen hat: Amnesty fordert das Recht auf Abtreibung und übt Druck auf Länder aus, die Abtreibung nach wie vor ablehnen und als ein schweres Unrecht behandeln. Das bedeutet: Amnesty fördert nicht nur Unrecht, sondern will auch politische Macht auf ganze Länder ausüben wie dies mächtige Diktatoren zu allen Zeiten gemacht haben und auch heute noch machen – wider alle Rechtsstaatlichkeit! Und, es war nicht anders zu erwarten, Amnesty hält und fördert auch die die Homoehe und bezieht damit auch im ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie die falsche, gottwidrige Position und schließt sich dem Zeit-Ungeist an!

Benenson, der Gründer, würde sich wohl distanzieren von dem, was aus Amnesty geworden ist! Statt das Menschenrecht auf Leben auch der ungeborenen Kinder, zu verteidigen, fördert Amnesty jetzt deren Ermordung und begeht auch sonst jene Rechtsbrüche, die es bekämpfen sollte! Nicht nur für den einzelnen Menschen, auch für Organisationen gilt: „Wer also zu stehen meint, der gebe acht, daß er nicht fällt!“ (1 Kor 10,12). Heute darf man Anmesty nicht mehr unterstützen, sondern kann nur noch beten für seine Bekehrung!


kath.net-Buchtipp
Klartext III
Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR
Leicht bestellbar im kathShop, lieferbar auch durch jede Buchhandlung


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  8. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  9. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  10. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz