Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Hahne: Wo Christliches drauf steht, muss es auch drin sein

28. Juni 2015 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Peter Hahne forderte bei Ökumenischen Medientagen dazu auf, die Botschaft der Bibel mutiger und offensiver weiterzusagen. Der christlichen Publizistik gehe es umso besser, je mehr sie bei ihrer Sache bleibe.


Berlin (kath.net/idea) Ein Erfolgsrezept für christliche Publizisten ist: Wo Christliches drauf steht, muss es auch drin sein. Diese Ansicht vertrat der ZDF-Moderator Peter Hahne (Berlin) bei den 1. Ökumenischen Medientagen, die vom 24. bis 26. Juni in Berlin stattfinden. Veranstalter der Tagung unter dem Motto „Fürchtet euch nicht, christliche Medien haben Zukunft“ sind der Katholische Medienverband sowie die Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger. Hahne forderte dazu auf, die Botschaft der Bibel mutiger und offensiver weiterzusagen. Der christlichen Publizistik gehe es umso besser, je mehr sie bei ihrer Sache bleibe. Hahne verwies auf eine Aussage des Apostels Paulus: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht, denn es ist eine Kraft Gottes“ (Römer 1,16). Die biblische Botschaft habe Sprengkraft. Nach seiner Erfahrung gingen fromme Veröffentlichungen „weg wie warme Semmeln“.

Die Redaktionsleiterin der Beilage „Christ und Welt“ in der Wochenzeitung „Die Zeit“, Christiane Florin (Bonn), sagte, christliche Journalisten und Verleger sollten aufregend, frei und experimentierfreudig sein. Auch Jesus sei weder konfliktscheu noch langweilig. Er sei auch kein Zensor gewesen und habe keine Angst vor Kritik gehabt. Entsprechend sollten auch christliche Journalisten und Verleger aufregend, frei und experimentierfreudig sein.


Kommunikationsberater: Die Kirchen wirken auf viele langweilig

Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Kommunikationsberatung WMP Eurocom, Michael Inacker (Berlin), wirken die Kirchen auf viele langweilig, spießig, muffig und uninspiriert. Nur noch eine Minderheit stimme der kirchlichen Glaubenslehre zu. Angesichts dessen sei es überraschend, dass verhältnismäßig wenige Menschen aus der Kirche austreten. 2013 hatten rund 355.000 Personen die beiden Großkirchen in Deutschland verlassen. Für 2014 gibt es noch keine Angaben. Inacker rechnet damit, dass der Druck auf Christen zunimmt. So werde der privilegierte Status der Kirchen in 20 bis 30 Jahren nicht mehr zu halten sein. Angesichts der Säkularisierung müssten die römisch-katholische und die evangelische Kirche ihre Kräfte bündeln. Kritik übte Inacker an der Ausrichtung des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Dieser sei zu sehr von rot-grünen Rednern geprägt. Zudem mangele es an Streit. Inacker ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung.

ZDF-Chefredakteur verteidigt Kirchentag

Der Chefredakteur des ZDF, der Katholik Peter Frey (Mainz), wies Inackers Kritik zurück. Er sei stolz darauf, dass der Kirchentag gesellschaftlich relevante Diskussionen führe. Es gebe in Deutschland dafür kein vergleichbares Forum. Der Kirchentag sei ihm lieber als „eine verkniffene Innerlichkeit, die mit einer gewissen Arroganz und Hochmut daherkommt“. Frey nannte es als Aufgabe des öffentlichen Rundfunks, den digitalen Wandel mitzugestalten. Er bedauerte, dass man „zu sehr auf die Monopolisten aus dem Silicon Valley angewiesen“ sei. Es sei „eine bittere Pille“, dass man Plattformen wie YouTube und Facebook durch das Bereitstellen von Inhalten noch attraktiver mache. Laut Frey hat das Publikum durch das Internet inzwischen eigene Kanäle, um seine Meinung kundzutun. Die Kommunikationsmacht der Journalisten sei gebrochen. Neben den Medien als „vierter Macht“ im Staat sei das Publikum als „fünfte Macht“ entstanden.

Absatzeinbrüche bei theologischer Literatur

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, Siegmund Ehrmann (SPD), wies auf „erhebliche Absatzeinbrüche“ bei wissenschaftlich-theologischer Literatur hin, da die Zahl der Theologiestudenten deutlich zurückgegangen sei. Auch die Kirchen kauften weniger derartige Bücher. Ehrmann forderte die Verleger dazu auf, auch theologische kontroverse Themen zu verlegen. Um die Qualität zu sichern, müssten Verlage stärker zusammenarbeiten. Ehrmann ist Mitglied im Aufsichtsrat des Neukirchener Erziehungsvereins, unter dessen Dach auch die Neukirchener Verlagsgesellschaft arbeitet.

Als Theologie noch ein Modefach war

Dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller (Tübingen), zufolge waren die siebziger bis neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts eine Blütezeit für den Buchhandel. Auch theologische Literatur sei in dieser Zeit gut verkauft worden: „Theologie war damals ein Modefach.“

1994 sei für den Buchhandel zum Schicksalsjahr geworden. Damals entstand der Online-Versandhandel Amazon, der zum weltweit erfolgreichsten Buchhändler aufstieg. Seit zwei Jahren entspanne sich der Markt für kleinere Buchhändler wieder. Auch in Zeiten von elektronischen Büchern habe die gedruckte Ausgabe eine Zukunft: „Die Kunden sind offensichtlich doch konservativer als geglaubt.“

Der Umsatz mit religiösen Büchern sei stabil. Allerdings gehörten zu dem Warenbereich neben der Theologie auch Esoterik und andere Weltreligionen. Vorsitzender der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger ist der Geschäftsführer des Brunnen Verlags Gießen, Detlef Holtgrefe. An der Spitze des Katholischen Medienverbands steht der Vorstand der Schwabenverlag AG, Ulrich Peters (Ostfildern bei Stuttgart).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  2. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  3. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  4. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  5. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  6. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  7. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  9. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz