Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  11. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  12. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  13. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  14. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  15. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt

Kardinal Müller: Lebenswirklichkeit nicht vor Wahrheit stellen

6. Juni 2015 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Glaube sei kein Kompromiss aus akzeptablen christlichen Ideen und abstrakten Prinzipien und einer heidnischen Lebenspraxis.


Würzburg (kath.net/ KNA)
Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat sich dagegen ausgesprochen, die Glaubenswahrheit der Kirche an «irgendwelche Lebenswirklichkeiten» anzupassen. «Wenn man diese sogenannte Lebenswirklichkeit jetzt auf dieselbe Stufe stellen will wie Schrift und Tradition, dann ist das nichts anderes als die Einführung des Subjektivismus und der Beliebigkeit, die sich sentimental und selbstgefällig in fromme Worte hüllen», sagte der Präfekt der Römischen Glaubenskongregation mit Blick auf die Bischofssynode der Würzburger «Tagespost» (Samstag).

Im Vorfeld der Synode hatte unter anderem der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode gefordert, auch die Lebenswirklichkeit der Menschen als eine Erkenntnisquelle für dogmatische und moralische Wahrheiten zu sehen.


Die Lebenswirklichkeit könne manchmal sehr heidnisch sein, betonte Müller weiter. Der Glaube sei kein Kompromiss aus akzeptablen christlichen Ideen und abstrakten Prinzipien und einer heidnischen Lebenspraxis. «Die Freiheit und Eigenverantwortung der Bischöfe wird von Rom gestärkt, hingegen von staatskirchlichen Nostalgien und dem Feilschen um gesellschaftliche Akzeptanz bedroht.» Müller erinnerte daran, dass die Bischöfe zur Synode im Herbst vom Papst eingeladen seien als «Zeugen und Lehrer des geoffenbarten Glaubens».

Mit Blick auf ein Treffen von Bischöfen und Theologen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz vor knapp zwei Wochen in Rom sagte der Präfekt, es dürfe sich jeder mit jedem an beliebiger Stelle über wichtige Fragen austauschen. Man könne die Wahrheit jedoch nicht organisieren. «Wenn dieses Prinzip greifen würde, dass das in der Kirche als wahr gilt, was über Meinungsmacher auf den Weg gebracht wird, die Bewusstseinsbildung betreiben, dann wäre die Kirche in ihrem Fundament erschüttert.»

Die römische Kirche sei Mutter und Lehrmeisterin aller Kirchen, sie lehre und werde nicht belehrt, unterstrich Müller. «Sie braucht von niemandem, so überlegen und zeitgemäß er sich auch vorkommen mag, erst auf den Begriff des rechten Glaubens gebracht werden, weil in ihr die apostolische Tradition treu bewahrt worden ist und immer bewahrt wird.»

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  2. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“
  3. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  4. Rekordjahr für Alpha-Glaubenskurse in Österreich
  5. Wird der katholische Kinohit „Sacré Cœur“ auch in deutscher Version kommen?
  6. Pater Dominikus Kraschl OFM: „Extra Christum nulla salus?“
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  9. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  10. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"






Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vom Elend der Fürbitten
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  5. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  6. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  9. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  10. Der entschärfte Gott
  11. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  12. Achtung, Christfluencer!
  13. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  14. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  15. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz