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Kardinal Müller: Lebenswirklichkeit nicht vor Wahrheit stellen

6. Juni 2015 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
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Der Glaube sei kein Kompromiss aus akzeptablen christlichen Ideen und abstrakten Prinzipien und einer heidnischen Lebenspraxis.


Würzburg (kath.net/ KNA)
Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat sich dagegen ausgesprochen, die Glaubenswahrheit der Kirche an «irgendwelche Lebenswirklichkeiten» anzupassen. «Wenn man diese sogenannte Lebenswirklichkeit jetzt auf dieselbe Stufe stellen will wie Schrift und Tradition, dann ist das nichts anderes als die Einführung des Subjektivismus und der Beliebigkeit, die sich sentimental und selbstgefällig in fromme Worte hüllen», sagte der Präfekt der Römischen Glaubenskongregation mit Blick auf die Bischofssynode der Würzburger «Tagespost» (Samstag).

Im Vorfeld der Synode hatte unter anderem der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode gefordert, auch die Lebenswirklichkeit der Menschen als eine Erkenntnisquelle für dogmatische und moralische Wahrheiten zu sehen.

Die Lebenswirklichkeit könne manchmal sehr heidnisch sein, betonte Müller weiter. Der Glaube sei kein Kompromiss aus akzeptablen christlichen Ideen und abstrakten Prinzipien und einer heidnischen Lebenspraxis. «Die Freiheit und Eigenverantwortung der Bischöfe wird von Rom gestärkt, hingegen von staatskirchlichen Nostalgien und dem Feilschen um gesellschaftliche Akzeptanz bedroht.» Müller erinnerte daran, dass die Bischöfe zur Synode im Herbst vom Papst eingeladen seien als «Zeugen und Lehrer des geoffenbarten Glaubens».

Mit Blick auf ein Treffen von Bischöfen und Theologen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz vor knapp zwei Wochen in Rom sagte der Präfekt, es dürfe sich jeder mit jedem an beliebiger Stelle über wichtige Fragen austauschen. Man könne die Wahrheit jedoch nicht organisieren. «Wenn dieses Prinzip greifen würde, dass das in der Kirche als wahr gilt, was über Meinungsmacher auf den Weg gebracht wird, die Bewusstseinsbildung betreiben, dann wäre die Kirche in ihrem Fundament erschüttert.»

Die römische Kirche sei Mutter und Lehrmeisterin aller Kirchen, sie lehre und werde nicht belehrt, unterstrich Müller. «Sie braucht von niemandem, so überlegen und zeitgemäß er sich auch vorkommen mag, erst auf den Begriff des rechten Glaubens gebracht werden, weil in ihr die apostolische Tradition treu bewahrt worden ist und immer bewahrt wird.»

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


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Lesermeinungen

 Toribio 13. Juni 2015 
 

Wenn die Wahrheit von unten u. nicht von oben kommt

So hat der kritische katholische Geist Volker Schnitzler seinen Beitrag überschrieben und wollte damit wohl die aufbegehrenden "Neuoffenbarer" im Gefolge der Kaspers und Bodes rechtfertigen. Die Aussagen Kard. Müllers kommen für Schnitzler einem Schweige- und Denkverbot gleich. Und er schreibt dann: "Gut, dass Katholiken des 21. Jahrhunderts sich beides von der ehemals heiligen Inquisition nicht mehr bieten lassen."
Man bedenke, derjenige, der dies sagt, ist immerhin Lehrer und unterrichtet die Fächer katholische Religionslehre und Deutsch.
Aber er ist bei allem ein eifriger kath.net-Leser, weil seinen Beiträgen meist irgendwelche kath.net-Beiträge zugrunde liegen.


0
 
 Toribio 13. Juni 2015 
 

Meinungsäußerungen der Gegner des Katholischen

Ich lese solche Meinungsäußerungen gerne. Und da bin ich eben auf eine gestoßen, die mich zum Schmunzeln gebracht hat... der Autor hat seinen Beitrag mit 'Das Katzengold der Kirche' überschrieben.
Da schreibt er: "Wenn einer eine Vorstellung von der Welt hat und bemerkt, dass diese nichts mit der Realität zu tun hat, was macht er dann? Genau, er passt seine Vorstellung an. Nicht so jedoch Kurienkardinal Müller... dieser möchte lieber die Lebenswirklichkeit ausblenden."
Und jetzt kommt's: "Als die Nachricht über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde, dass Kardinal Müller 'die Wahrheit' über die Lebenswirklichkeit stellen möchte, dachte ich zuerst an einen Scherz, den sich der Postillon erlaubt hat. Doch die Meldung erschien im Zentralorgan des Katholizismus und dort steht tatsächlich..."
'Zentralorgan des Katholizismus' - dieser Begriff ist verlinkt und verweist auf? Richtig: auf kath.net!
kath.net das 'Zentralorgan des Katholizismus' - ist das nicht eine große Auszeichnung?


0
 
 ottokar 10. Juni 2015 
 

Zeichen der Zeit

Jeder von uns schafft sich mit seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Wünschen seine eigene Lebenswirklichkeit. Grundsätzlich sollte dabei Eigenverantwortung und Verantwortung vor den Mitmenschen der entscheidende Massstab sein.Das Ergebnis all dieser Lebenswirklichkeiten spiegelt sich in der Entwicklung einer Gesellschaft wieder und man glaubt daraus die Zeichen der Zeit zu erkennen.Diese Zeichen der Zeit entsprechen für uns Gläubige nicht immer der Wahrheit. Und dennoch fordern selbst viele Kirchenmänner/frauen, unsere Kirche müsse doch endlich die Zeichen der Zeit erkennen und sich nach dem Mainstream ausrichten.Die Kirche müsse den Menschen (ihren Schwächen?)aus "Barmherzigkeit" entgegenkommen. Zeichen wie: Immense Abtreibungsziffern,hohe Scheidungsraten,Homosexuellenproblematik,Zölibat, Frauenpriestertum usw.Die Frage ist die:Erkennt man tatsächlich in den "Zeichen der Zeit" die Stimme Gottes, die Wahrheit? Nein.Die "Zeichen der Zeit" haben vor Gott die Menschen zu verantworten!


3
 
 Reichert 8. Juni 2015 
 

Suarez

Für mich ist die zeitgeistige Verklärung
der Lebenswirklichkeit als dritte Säule
unseres Glaubens ein Meisterstück der
Verführung. Aber wenn angebliche Theo-
logen den Durcheinanderbringer aus der
Katechese elimieren, dann ist es nicht
mehr sehr weit zu solchen für mich im
höchsten Maße blasphemischen Glaubens-
maßstäben. Wir ernten, was einst ausge-
sät wurde. Ich kann mir
nicht vorstellen, daß die gegenwarts-
bezogenen
Ausleger der Schrift im Ernstfalle ihr
Leben für Gott riskieren würden. Dafür
aber sind sie im Verein mit dem Main-
stream aus Politik und Medien immer gut
dafür, sich pharisäerhaft über einen
Abschnitt unserer Geschichte zu äußern,
wo ein falsches Wort schon das Todesurteil sein konnte.
Dennoch gingen damals 99% der Geistlichen nicht konform mit dem, was
gerade Staatsdoktrin war. Das aber wird
aus Menschenfurcht oder Uninformiertheit
gerne verschwiegen! Ist halt nicht
politisch korrekt!


5
 
 Suarez 8. Juni 2015 

Das Böse in der Lebenswirklichkeit

Das Gerede von der Lebenswirklichkeit blendet das Faktische des Bösen aus. Ist nicht Satan der Fürst der Welt? Also ist doch die Lebenswirklichkeit nicht allein vom Guten bestimmt, sondern in ihr wirken gerade die Kräfte Satans.

Insofern kann doch die Lebenswirklichkeit an sich überhaupt keinen gültigen Maßstab für den christlichen Glauben abgeben. Der Glaube richtet seinen Blick nicht in das Diesseits, das immer auch vom Bösen bestimmt ist und auch bestimmt sein wird, sondern auf das Jenseits. In unserem Leben geben wir Zeugnis ab für unseren Glauben ans Himmelreich. Wäre die Lebenswirklichkeit, die heute durch und durch heidnisch geprägt ist, das Maß unseres Glaubens, was hätte dann noch das Böse zu bedeuten? Gäbe es dann überhaupt noch etwas, das wir als ungeordnet und abwegig im Sinne der Schöpfungsordnung ansehen müssten? Wäre dann nicht Gott und Satan in Deckung gebracht und das sollte dann noch christlicher Glaube sein?


6
 
 wedlerg 7. Juni 2015 
 

Alfons Sarrach lesen

Durch Zufall ist mir dieser Tage ein Buch von Alfons Sarrach in die Hände gefallen: "Jahrhundertskandal - von der unhaltbaren Kritik an den Evangelien". Es beschreibt sehr fundiert ein zentrales Problem der modernen Theologie: die fehlende Histozität. Im Grunde beschreibt Sarrach das zentrale Problem der modernen Theologie, nämlich die auf Rudolf Bultmann zurückgehende Bibelkritik. Es überzeugt mich, dass - wie e.g.o. anderer Stelle unlängst klargemacht hat - die historische Bibelkritik für vielerlei Verwirrungen gesorgt hat. Verwirrungen, die auf ein völlig fehlgeleitetes Wissenschaftsverständnis des 19. Jahrhunderts zurückgehen und die heute noch spürbar die Denkweise vieler Schreibtischtheologen beeinflussen. Es sollte zu denken geben, dass die Einheitsübersetzung von 1980 ein Vorwort enthält, das die spekulativen Hypothesen von stark anti-semitisch geprägten Theologen der Jahrhundertwende vom 19. zum 20.Jh aufgreift - wider die Erkenntnisse der Archäologie seit 1970.


6
 
 e.g.o.38 7. Juni 2015 
 

Zu Gaudium et Spes 1und 4!

@ Overbeck
Bischof Bodes hier zitierte Aussage vom 22.4. 2015 ist keineswegs „messerscharf“ durch GS 1 und 4 gedeckt. Sie stellt lediglich eine Abschwächung seiner Aussagen auf der Pressekonferenz vom 26.2. 2015 dar. Kath.net berichtete, dass Bischof Bode von der Möglichkeit eines Paradigmenwechsels gesprochen habe: „Für Bode sei es laut dem Bericht der "Tagespost" eine Grundfrage, ob nicht nur Schrift und Tradition Quellen der theologischen Erkenntnis seien, „sondern auch die Realität von Menschen und der Welt“. Er beruft sich dabei auf das Zitat aus „Gaudium et spes“: „Es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen (denen der Jünger, A.d.R.) seinen Widerhall findet“. Seine Schlussfolgerung: „Nicht nur die christliche Botschaft müsse Resonanz in den Menschen finden, sondern die Menschen müssen Resonanz bei uns finden.“ Dabei verwies er auf den Moraltheologen E. Schockenhoff, der in Rom beim Geheimtreffen dabeigewesen ist. Lasst euch nicht überbacken und einlullen?


5
 
 Ehrmann 7. Juni 2015 

Lebenswirklichkeiten - Maßstab oder Warnsignal?

Das wird hier oft zu wenig deutlich unterschieden: wenn aus den Ausführungen von Bischof Bode hervorzugehen scheint, daß sich die LEHRE der Kirche DEN GEGEBENHEITEN ANPASSEN SOLL, dann ist das der verkehrte Weg, den viele gemeinsam mit Kard. Müller ablehnen. Notwendig aber ist, daß wir in Pastoral, Verkündigung - und durch Vorbild!- die bestehenden Fehlhaltungen ins Auge fassen, ihren Ursachen nachgehen und einfühlsam korrigieren, um zur Umkehr zu leiten, Wege suchen und finden, die die durch den Zeitgeist Verführten zum Umdenken und damit zur Umkehr bewegen - wie wir den Raucher, der sich durch seine Sucht selbst zu zerstören droht,helfen können,sich vom Laster zu befreien, indem wir einen für ihn gangbaren Weg zur Abstinenz suchen.Keinesfalls aber dürfen wir ein Gericht mit einem einzigen Knollenblätterpilz gut nennen, weil es zu einem großen Teil aus ungiftigen und guten Betstandteilen besteht, wenn wir nicht daran zugrunde gehen oder andere in Todesgefahr bringen wollen!


4
 
 Frauke G. 7. Juni 2015 
 

Die Lebenswirklichkeit der Menschen offenbart Verwirrung,Orienterungslosigkeit Werte-u.Sittenverfall

Da bei den meisten Bischöfen durch das Theologiestudium mit Gehirnakrobatik der gesunde Menschenverstand verschwunden zu sein scheint, kommen sie auf die Idee, dass die Lehre der Lebenwirklichkeit der Menschen entsprechend, verwirrt,orientierungslos und unchristlich zu sein hat.Die Bischöfe tun so als ob diese Zeit Paulus nicht vorausgesagt hätte »Denn es wird eine Zeit sein,da sie die gesunde Lehre nicht ertragen,sondern nach ihren eigenen Lüsten sie sich selbst Lehrer aufhäufenwerden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt;und sie werden die Ohrenvon der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden."2.Timotheus 4,3-4.Die Prophezeiung des Paulus hat sich vor unseren Augen erfüllt.Viele Bischöfe, Christen wenden sich von der Wahrheit ab um sich den postmodernen, liberalen, humanistischen Fabeln zuwenden:Paulus antwortet auf diese Zeit anders als die Bischöfe nämlich so"Du aber bleibe in dem was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist,da du weißt, von wem du gelernt hast."


5
 
 Suarez 7. Juni 2015 

Ich hatte heute mal wieder so ein "nettes" Erlebnis

Da wurde doch tatsächlich in der Heiligen Messe bei den Fürbitten, von der Pastoralreferentin die Fürbitte vorgetragen, der Streik der Erzieherinnen möge von Erfolg gekrönt sein. Demnächst ist zu erwarten, dass bei uns in der Heiligen Messe in der Fürbitte der Wahlerfolg der GRÜNEN erbeten wird.

Der Versuch der Politisierung und Sexualisierung des Glaubens setzt sich im Subversiven immer weiter fort. So sieht dann die Demut der links-grünen deutschen Sonderkatholiken aus.


8
 
 Suarez 7. Juni 2015 

Glaube in der Schwebe

Man liest auch hier neuerdings in einigen Kommentaren, der Glaube befinde sich in der Schwebe, insbesondere was die Bewertung abwegigen Verhaltens anbetrifft, dem man ja durchaus "Elemente des Guten" abgewinnen könne, wie es Kardinal Kasper hervorhob.

Ein Glaube jedoch, der sich bei einer zentralen Glaubenswahrheit, wie die Schöpfungsordnung, "in der Schwebe" befindet, wäre nicht nur längst brüchig geworden, sondern ein dem Tod geweihtes Gebilde. Was sollte Menschen noch veranlassen, ihr Leben auf einen Glauben aufzubauen, dessen Wahrheitsgehalt sich darin erschöpft, heute das Gegenteil von dem als wahr zu behaupten, was noch gestern als wahr galt. Ein solcher Glaube wäre den wechselnden Moden einer Lebenswirklichkeit unterworfen, die sich längst jeder Christlichkeit entschlagen hat. Es wäre dann nur konsequent, diesen toten Glauben über Bord zu werfen, denn warum soll ich mich mit etwas beschweren, das ohnehin keine wahrhafte Sinnhaftigkeit in der Schöpfung mehr kennt.


7
 
 Waldi 7. Juni 2015 
 

Sehr verehrte(r) @e.g.o.38,

ich will über dieses Thema nicht weiter
kommentieren. Aber mit großem und bereitwilligem Zuspruch mich Ihren Kommentaren anschließen. Sie sind klar formuliert und frei von jeder relativistischen Knetmasse, mit der sich auch die größte Wahrheit, Gott selbst, spielend zeitgeistgetreu deformieren lässt. Es gibt einige Kommentatoren, die für dieses "Kneten" große Fingerfertigkeit zeigen, mit der sich sogar die größten Häresien innerhalb der kath. Kirche noch als kath. Glaubensgut verkaufen lassen! Schon der gute emeritierte Papst Benedikt XVI., hat den Relativismus als verheerende Diktatur erkannt, die überall hinführt - nur nicht zur Wahrheit!


6
 
 girsberg74 7. Juni 2015 
 

Zitat Kardinal Müller:
«Wenn man diese sogenannte Lebenswirklichkeit jetzt auf dieselbe Stufe stellen will wie Schrift und Tradition, dann ist das nichts anderes als die Einführung des Subjektivismus und der Beliebigkeit, die sich sentimental und selbstgefällig in fromme Worte hüllen»

Das ist der Punkt: „ … [sich] sentimental und selbstgefällig in fromme Worte hüllen.“

Wir brauchen Bischöfe (Plural), wir brauchen keine Wackelpuddinge (Plural) mit Harmoniebedürfnis.


18
 
 e.g.o.38 7. Juni 2015 
 

"Lebenswirklichkeit" u.a. statt Sensus fidei?

@ Overbeck
„Leere Kirchen, viele Kinder, die nicht geboren, geborene, die nicht getauft werden, Ehen, die nicht geschlossen und geschlossene, die nahezu zur Hälfte geschieden werden, Sakramente – ich denke vor allem an die Beichte und die Krankensalbung - , auf die viele Katholiken keinen Wert mehr legen, und zu alledem hunderte von Priestern, die den Glauben und die Ordnung der Kirche geradezu bekämpfen, und nicht zuletzt die erschütternde religiöse Unwissenheit selbst vieler Gebildeter, die zwischen Wahr und Falsch nicht zu unterscheiden wissen – dann kann man nur noch von einer existenzbedrohenden Krise des Glaubens sprechen, wie die Kirche sie seit der Reformation des 16. Jahrhunderts nicht mehr erlebt hat. Und dieser Krise schauen nicht wenige von denen, die Verantwortung tragen, resigniert, verunsichert, tatenlos zu.."(Kard. Brandmüller)
Die Stationen des Abstiegs lauten: Vom Glaubenssinn zur Glaubenswirklichkeit zur "Lebensrealität" zum wissenschaftlichen Humanismus/Atheismus.


12
 
 Andreas Kappel 7. Juni 2015 
 

Lebenswirklichkeit

Ich glaube man sollte es so verstehen, das die Kirche bei der Verkündigung sich an der Lebenswirklichkeit orientieren sollte. Denn leider gehen ja viele Bischöfe davon aus das die deutschen fest im Glauben und stehen und wissen woran Sie glauben. Das die Lebenswirklichkeit hier anders aussieht ist ja allen bis auf den Bischöfen bekannt. Besonders da die Anpassung an die örtlichen und zeitlichen Begebenheiten früher mal eine Stärke der Kirche war, die Germanen konnte man nicht wie die Römer missionieren, die Kirche hat die dort verschieden existierenden Lebenswirklichkeiten erkannt und sich in Ihrer Arbeit entsprechend angepasst. Traditionen sind gut aber leider ruht sich die deutsche Kirche auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus, mit den entsprechenden folgen: "phantastische" Kirchenaussagen stehen weit unter der erprobten humanistischen, atheistischen und wissenschaftlichen Wirklichkeit, die die jetzigen und wirklichen Probleme der deutschen Lebenswirklichkeit lösen.


2
 
 Markus Huber 7. Juni 2015 
 

ÜBER DIE KIRCHE IN DER WELT VON HEUTE

Ja wer bescheiden und ausdauernd die Geheimnisse der Wirklichkeit zu erforschen versucht, wird, auch wenn er sich dessen nicht bewußt ist, von dem Gott an der Hand geführt, der alle Wirklichkeit trägt und sie in sein Eigensein einsetzt.


3
 
 Overbeck 6. Juni 2015 
 

Guten Abend...Gaudium et Spes 1 und 4...sind m.E. die relevanten Textpassagen ..wieso sollten Bischof Bode oder ich "Lebenswirklichkeit" mit "sensus fidei" verwechseln...?


0
 
 kreuz 6. Juni 2015 

hier mal das Interview mit Bischof Bode im link

ein Ausschnitt: "Bode: Ja, ich sehe das ähnlich. Wir müssen unseren Blick mehr richten auf das, was an Verantwortung, Verlässlichkeit, Treue, Aushalten, an Lebensbewältigung, Hingabe und gutem Willen auch in diesen Lebensformen steckt, selbst wenn sie dem Vollsinn des Evangeliums von Ehe und Familie (noch) nicht entsprechen." Bode`s "NOCH" interpretiere ich so, daß das schon durchgepeitscht zu beabsichtigen ist?

www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/absage-an-eine-alles-oder-nichts-moral


13
 
 Botwulf 6. Juni 2015 
 

Danke: sehr fein.

Sehr feine Worte des Herrn Kardinals Müller. Danke dafür! Ich bin sowohl über den Inhalt wie auch über die konkrete Wortsetzung begeistert; einige meiner jüngeren Auszubildenden würden wohl (Lebenswirklichkeitsbeachtung!) formulieren: voll krass cool, der Mann! Oder so. Jedenfalls: sehr, sehr fein. Und schließlich: welch ein Unterschied zu Papieren dieses sog. "ZdK". Danke auch für die Darstellung hier, hilft mir sehr in den Diskussionen.


15
 
 doda 6. Juni 2015 

Kann die 'Wirklichkeit' sündhaften Handelns eine Äußerung des Willen Gottes sein?

Bei diesem Ausschnitt aus der Antwort von Bischof Bode auf die Frage eines Interviewers:
"...wird die Wirklichkeit nicht zur Offenbarungsquelle, auch nicht zur Glaubensquelle, wohl aber zu einer Stimme Gottes, zu einer Äußerung seines Willens durch die "Zeichen der Zeit"..."
frage ich, ob die 'Wirklichkeit' von sündhaften Handeln tatsächlich Stimme Gottes und 'Äußerung Seines Willens' sein kann?

Das Interview findet sich z.B. hier:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/absage-an-eine-alles-oder-nichts-moral


http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/absage-an-eine-alles-oder-nichts-moral


9
 
 e.g.o.38 6. Juni 2015 
 

Gaudium et spes?

@Overbeck:
"dieser so gesprochene Satz ist messerscharf durch Gaudium et Spes "gedeckt"... Und das nicht nur durch die gewählte Formulierung..."
Ohne Gaudium et Spes zu zitieren, ist Ihre Aussage eine blanke Behauptung! Zitieren Sie bitte, den eigenen Ansptüchen gemäß,die Stelle im Wortlaut oder geben Sie zumindest die Stelle an. Übrigens: Haben Sie schon das Orginalinterview in der heutigen Tagespost gelesen? Das sollten Sie tun, sonst verwechseln auch Sie "Lebenswirklichkeit" mit dem "Sensus fidei". Unter diesem Titel zählt die Internationale Theologenkommission 2014 folgende Dispositionen für die Teilhabe am „Sensus fidei“ auf, der nach II.Vat. in seiner Gesamtheit nicht irren kann:
a) Teilhabe am kirchlichen Leben;
b) Das Wort Gottes hören;
c) Offenheit gegenüber der Vernunft;
d) Festhalten am Lehramt;
e) Heiligkeit, Demut, Freiheit und Freude,
f) Sich um die Erbauung der Kirche bemühen.
Diese "Lebenswirklichkeit" hat Bischof Bode sicher nicht gemeint!


11
 
 wedlerg 6. Juni 2015 
 

Die Verwechslung von arm und reich

Das Zitat von Bischof Bode ist für mich weniger maßgeblich als die irrende Haltung hinter der Vorstellung man könne in D die Theologie durch die Zeichen der Zeit fortentwickeln. Dazu müssten nämlich unsere Kirchenvertreter erst einmal die Zeichen der Zeit verstehen. Die von Ihnen aufgeworfenen Probleme zur Synode sind keine brennenden Probleme der Zeit, es sind unbedeutende politische Probleme von vor 1970. Die heutige Armut sieht ganz anders aus: Gottesferne, Bindungverlust, Orientierungslosigkeit, Aufgabe der Vernunft, Verwechslung von Liebe und Sexualität und Verschwinden der menschlichen Zuwendung. Dies sind Kennzeichen einer REICHEN, keiner armen Gesellschaft. Eine reiche Gesellschaft aber braucht starke, glaubende und glaubwürdige Vorbilder, um geheilt zu werden. Wer aber alles als gleichwertig anerkennt, die Dimension des Heiligen von Lehre und Schrift relativiert, zerstört die Hoffnung der Leidenden auf Besserung, der Hilflosen auf Hilfe und der Irrenden auf Wahrheit.


9
 
 Leitermann 6. Juni 2015 
 

Bischof Bode

Die Worte von Bischof Bode sind einem Interview mit katholisch.de entnommen: http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/absage-an-eine-alles-oder-nichts-moral
Wie bei vielen aktuellen Äußerungen scheinen sich die Aussagen selbst zu widersprechen. Zunächst soll die Wirklichkeit nicht zur Offenbarungs- und Glaubensquelle werden und dann zeigt sich in ihr doch das Wort Gottes. Wenn Offenbarung modern als Selbstmitteilung Gottes verstanden wird, wie kann dann die Mitteilung von Gottes Willen durch das Wort Gottes keine Offenbarung sein? Die "Zeichen der Zeit" müssen auch nicht zwingend die unmittelbare Botschaft enthalten, sie können auch den Hinweis zur Umkehr darstellen. Auch das Erkennen des Schlechten oder Bösen in der Wirklichkeit kann zu einer tieferen theologischen Einsicht führen.


1
 
 queenie 6. Juni 2015 
 

Weitergabe des Glaubens

Was Kard. Müller sagt, ist richtig.
Er gibt seinen Gegenübern aber keine Antwort, wie die Weitergabe des Glaubens oder ein Neustart aussehen soll. Die meisten Familien sind in irgendeiner Form zerissen; die Gräben werden größer. Selbst bei Totengedenken (Taufen, Hochzeiten etc.) bleiben die Kinder weg oder sie gehen zur Kommunion, obwohl sie geschieden sind - was auch nicht gern gesehen wird. Eine Quadratur des Kreises steht an.
Kleinster gemeinsamer Nenner sind damit reine Wortgottesdienste - wie vielfach bei Trauungen konfessions- bzw. glaubensversch. Paare. Eucharistiefeiern
nur noch für den engeren Kreis der Kirche.
Für eine solche Trennung fehlt aber weitgehend das Angebot.
Wortgottesdienste hätten den Vorteil,
daß für große Teile der Gottesdienstbesucher der Gruppendruck wegfällt, zur Kommunion zu gehen.
Kard. Müller sagt nichts Neues; er löst aber das Problem in den Gem. nicht und nimmt weiteren Verfall in Kauf. Das
wvG sich erneut grauenhaft scheiden lassen,ist unrealistisch.


1
 
 catolica 6. Juni 2015 
 

Danke Herr Kardinal Müller für die guten

und aufbauenden Worte. Sie sind ein echter Hirte!


15
 
 Triceratops 6. Juni 2015 
 

Lebenswirklichkeit

Man sollte sich ganz allgemein nach der Lebenswirklichkeit richten.
Zum Beispiel auch hier: Eine Cousine von mir (und nicht nur die) läuft grundsätzlich über Kreuzungen, wenn sie dort ankommt. Ob die Ampel auf rot oder grün steht, ist ihr egal.
Mein Vorschlag: JEDER soll auch bei rot über die Kreuzung laufen dürfen. Auch Autos, Motorrädern und vor allem Radfahrern soll es gestattet werden, die rote Ampel zu ignorieren. Das wäre in perfekter Übereinstimmung zur Lebenswirklichkeit. Am besten sollte man Ampeln überhaupt abschaffen, damit würde man die Lebenswirklichkeit respektieren und Geld sparen könnte man außerdem. Ist aber nur ein Vorschlag von mir.
PS: Meine Cousine liegt übrigens seit zwei Wochen mit einem komplizierten Beinbruch im Spital, weil sich sowohl sie (noch schnell überlaufen, obwohl schon rot war) als auch ein gegnerischer Autofahrer (schon bei gelb losgefahren) an der Lebenswirklichkeit orientiert haben.


16
 
 Overbeck 6. Juni 2015 
 

@Markus Huber

Vielen Dank für die so dringend notwendige Richtigstellung des Zitates...können Sie mir bitte noch die Fundstelle mitteilen...ich habe bislang immer nur "über" die Aussage gelesen...aber nie die Aussage als solche gefunden...dieser so gesprochene Satz ist messerscharf durch Gaudium et Spes "gedeckt"... Und das nicht nur durch die gewählte Formulierung...also: Alle Aufregung wieder mal umsonst...weil nicht richtig zugehört...Liebe Foristen....DURCHATMEN ist angesagt...


3
 
 KdGt 6. Juni 2015 
 

@Markus Huber

... und weiter?


3
 
 Markus Huber 6. Juni 2015 
 

Bischof Bode hat eigentlich gesagt:

Dem "hörenden Herzen" für die Wirklichkeit der Menschen in ihren Freuden und Hoffnungen, ihrer Trauer und ihren Ängsten wird die Wirklichkeit nicht zur Offenbarungsquelle, auch nicht zur Glaubensquelle, wohl aber zu einer Stimme Gottes, zu einer Äußerung seines Willens durch die "Zeichen der Zeit", die zu tieferen theologischen Einsichten führen können.


4
 
 Frauke G. 6. Juni 2015 
 

Linkslberale interessiert die Lebenswirklichkeit nicht, wenn sie ihre Ideologie widerspricht.

Es ist bar jede Vernunft,wenn sich die Kirche von anti-christlichen Ideologen vorschreiben lässt,dass sie ihre Lehre zu ändern oder anzupassen hat.Die Anhänger der 68er u.linksliberale Ideologie sind äußerst konservativ wenn es um ihr eigenes Weltbild geht.Da weichen sie kein Millimeter von ihrer Weltanschauung ab,auch wenn die Realität sie eines Besseren belehrt.Die Realität zeigt,dass die 68er Ideologie immer mehr die westliche Gesellschaft zersetzt und mitverantworltich ist für die Zerstörung der Familien ist.Sie führt dazu, dass ein Volk vor lauter Egoismus u. Werteverfall sich nicht vermehrt u. sein drohender Untergang egal ist. Anstatt diese kinderfeindliche Ideologie zu hinterfragen betreibt man Symptom Behandlung. In der 68er und linksliberalen Glaubenswelt ist der Islam friedlich, Mann und Frau identitsch und Multikulti problemlos schön auch wenn die Realität beweißt dass der Islam im Kern nicht friedlich ist,Mann und Frau sich unterscheiden, Multikulti sehr problematisch ist.


16
 
 Marienzweig 6. Juni 2015 

die Kirche gehört IHM, nicht den Menschen!

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Joh 14,15

"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; ..."
Joh 14,21


17
 
 Rut2007 6. Juni 2015 

Uijuijuij...

... was für eine Watsche in Richtung einer bestimmten deutschen Strömung!

Und @waldi nur als Ergänzung:
Ein Atheist gibt im der Regel nicht vor, etwas anderes zu sein. Insoweit hat er ein "offenes Visier". Anders manche deutsche Bischöfe. Zumindest kommt es mir so vor. Und das ist das, was mir ernsthaft Sorgen macht, und die Mechanismen, die da in Breite in Gang gesetzt werden. Was ja auch Kardinal Müller im vorletzten Absatz anspricht.


18
 
 la gioia 6. Juni 2015 
 

Ein wahrer Hüter des Glaubens! Vielen Dank für die klaren und bestimmten Worte! Ihnen, sehr verehrter Herr Kardinal, weiterhin Gottes Segen und Führung in Ihrem verantwortungsvollen Amt, verbunden mit einem herzlichen Gruß aus Ihrer früheren Diözese!


19
 
 Waldi 6. Juni 2015 
 

Wenn ich die Ansicht von Bischof Bode...

genau betrachte, dass man "die Lebenswirklichkeit der Menschen als eine Erkenntnisquelle für dogmatische und moralische Wahrheiten sehen müsse", dann frage ich mich, wie diese "dogmatischen und moralischen Wahrheiten" in der Lebenswirklichkeit der Menschen während der Zeit des Dritten Reiches und in der DDR ausgesehen hätten! Allein dieser Vergleich zeigt den ganzen Unsinn dieser Ansicht! Nur aus der Lebenswirklichkeit vieler christlicher Mystiker, Märtyrer und Heiliger Frauen und Männer lassen sich dogmatische und mystische Wahrheiten erkennen!
Lieber Herr Bischof Bode, rudern Sie zurück, Ihr defekter Kompass hat Sie auf falschen Kurs gebracht. Überlassen Sie die Steuerung des Kirchenschiffes dem "Kapitän und Steuermann" Franziskus und seiner ihm treu gebliebenen Crew! Das hat sich 2000 Jahre bewährt! Es weht der Hl. Geist im Wind - und er wird noch wehen - wenn wir längst nicht mehr sind! Nur mit vom Papst gehissten Segeln, gleitet das Schiff sicher durch die stürmischen Wogen!


13
 
 Suarez 6. Juni 2015 

Sehr geehrter @Waldi, ich stimme Ihrem Befund zu

Es geht durchaus nicht nur Ihnen so, dass einem der offene Atheismus, der ja meist doch nur ein etwas verkleistertes Heidentum ist, nicht als wirkliche Gefahr des Glaubens erscheint. Was den Glauben wirklich bedroht, ist die innere Aushöhlung, die Zersetzung der Wahrheit und damit einhergehend, die Verfälschung der Offenbarung mitten aus der Kirche und ihrer Hirten heraus. Es ist zutiefst deprimierend zu sehen, wie gerade im deutschsprachigen Raum sich immer mehr Tendenzen gerade auch unter den Hirten ausbreiten, den Glauben auf das Gröbste zu verwässern und ihm seine tiefe Wahrheit zu rauben, um sich so der politischen Verfügbarkeit anzudienen. Es ist nicht nur das Abwenden der Hirten von ihren Schafen, sondern das Abwenden vom Wort Gottes, das hier so erschüttert und uns einfache Laien fragen lässt, wo da noch einer seines Hirtenamtes waltet. Das, was wir derzeit in Teilen der deutschen katholischen Kirche sehen, ist eine Abkehr vom Glauben und keine Vertiefung desselben.


21
 
 bellis 6. Juni 2015 

Lebenswirklichkeit

ist ein anderes Wort für gefallene Menschheit und gefallene Welt.


13
 
 Waldi 6. Juni 2015 
 

Die Anpassung der Glaubenswahrheiten...

an die Lebenswirklichkeit hätte zur Folge, dass es eine verlässliche Orientierung in Glaubensfragen für die Menschen nicht mehr geben würde! Viel zu sehr hat sich die Entwicklung, innerhalb der kath. Kirche, nach der Liturgiereform der Lebenswirklichkeit der Gesellschaft angepasst! Aber für die DBK und das "ZdK" immer noch nicht stark genug! Der Deutsch-Katholizismus ist unermüdlich am Werk, diesen zeitgeistigen Entwicklungsprozess bis zum Exzess voran zu treiben! Um diesen Prozess wirksam umzusetzen, mussten die deutschen Diözesan-Filialen von Rom losgelöst werden. Wer genau hinsieht, merkt sofort, dass hier keine harmlosen und ungeschickten Dilettanten am Werk sind, sondern hartgesottene Profis mit revolutionären Umsturz-Absichten! Als Katholik schreckt mich der Deutsch-Katholizismus mehr ab, als alle Atheisten dieser Welt, die meinen römisch-kath. Glauben zwar ablehnen, aber diesen Glauben nicht verwässern wie die deutsch-kath. Nationalkirche!


21
 
 Herbstlicht 6. Juni 2015 
 

@Stefan Fleischer

Für Ihren vorgenommenen Perspektivenwechsel herzlichen Dank!
Er kann uns in unseren Überlegungen weiterhelfen.
Neue "Lebenswirklichkeiten" haben sich mittlerweile zwar etabliert, müssen deshalb aber nicht samt und sonders positiv sein.


6
 
 Suarez 6. Juni 2015 

Kardinal Müller, insbesondere als Präfekt der Glaubenskongregation ist ein Fels in der Brandung!

Daran sieht man wieder einmal sehr deutlich, dass Gott seine Kirche lenkt und nicht der Zeitgeist.

Wo der Glaube an die Schöpfungsordnung dahin fällt, da kann es auch keinen authentischen Glauben mehr geben, da wird er zu einer bloßen Maske des Heidnischen, das sich noch im christlichen Gewande kleiden möchte. Dieser Täuschung zu erliegen, ist die große Versuchung unserer Zeit und da ist ein klar strukturierendes Lehramt in der Kirche unbedingt notwendig. In Kardinal Müller haben wir den Fels in der Brandung, der den heranbrandenden Fluten des Relativismus das Fundament der katholischen Glaubenslehre entgegensetzt.


26
 
 Stefan Fleischer 6. Juni 2015 

Eine Lebenswirklichkeit aber,

die es nicht auszublenden gilt, ja, die sehr, sehr ernste genommen werden muss, ist die Wirklichkeit des Bösen in der Welt, in der Gesellschaft, und in jedem einzelnen Menschen, auch in mir selber. Wenn wir das tun, dann stehen die "Lebenswirklichkeiten", auf die sich die neuen Reformatoren berufen, in einem ganz anderen Licht.


18
 
 KdGt 6. Juni 2015 
 

Ja!

Die Kirche "...braucht von niemandem, so überlegen und zeitgemäß er sich auch vorkommen mag, erst auf den Begriff des rechten Glaubens gebracht werden, weil in ihr die apostolische Tradition treu bewahrt worden ist und immer bewahrt wird.»
Ja! Ja! und noch einmal Ja!
Und deshalb liebe ich unsere Kirche!


18
 
  6. Juni 2015 
 

Danke


17
 

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