Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  4. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  5. Ein Rücktritt als Kampfmittel?
  6. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  7. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  8. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  9. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  10. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  11. Das Große im Kleinsten
  12. SPD-Politiker: Migranten machen Städte unsicher
  13. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  14. Erzbischof Chaput: Transgenderismus ist ‚letzte Rebellion gegen Gott’
  15. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"

Gladbeck: Muezzin ruft künftig zum Gebet

30. März 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Superintendent: Christlich-abendländische Kultur ist nicht bedroht


Gladbeck (kath.net/idea) In Gladbeck (bei Essen) wird ab dem 20. April einmal täglich vom Minarett einer Moschee der Gebetsruf eines Muezzin zu hören sein. Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) teilte dies in einer Pressekonferenz mit dem Vereinsvorsitzenden der Moschee, Nadir Kahraman, mit. Sie gehört zum Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die beiden großen Kirchen wurden vorab nicht darüber informiert, sondern erfuhren es aus den Lokalmedien. Dieses Vorgehen stößt beim Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck – Bottrop – Dorsten, Dietmar Chudaska (Gladbeck), zwar auf Kritik. Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, begrüßt er aber die städtische Entscheidung, da jeder das Recht auf freie Religionsausübung habe. Chudaska: „Wir leben in einem Rechtsstaat, und die Stadt hat formal korrekt nach einem Prüfverfahren die Genehmigung erteilt. Ich hätte mich aber gefreut, wenn vor dem Ratsbeschluss eine öffentliche Debatte geführt worden wäre. Das ist eine vertane Chance, um diese Debatte zu versachlichen.“


Chudaska: Die Gleichgültigkeit vieler Christen macht Angst

Durch den Muezzinruf werde die christlich-abendländische Kultur nicht bedroht: „Mir macht nicht die Ausbreitung der muslimischen Gemeinden Angst, sondern die Gleichgültigkeit vieler Christen.“ Chudaska weiter: „Ich glaube, wir Christen sollten uns nicht in erster Linie dadurch positionieren, dass wir gegen etwas sind. Wir müssen stattdessen unseren Glauben offen bekennen und dadurch missionarisch tätig sein. Menschen anderer Religionen müssen sehen, dass im Zentrum unseres Glaubens Jesus Christus steht und dass wir diese Botschaft weitergeben.” Der Gebetsruf ist laut der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) unter Muslimen umstritten. Befürchtet werde, dass der tägliche Ruf diffuse Ängste vor einer Ausbreitung des Islams hervorrufe. Der Ruf des Muezzin wird nach WAZ-Angaben mittags zwischen zwölf und 13 Uhr sowie an muslimischen Festen für maximal fünf Minuten zu hören sein und eine Lautstärke von 55 Dezibel nicht überschreiten. An christlichen Feiertagen wird er ausgesetzt.

Bürgermeister Roland bezeichnete den Muezzinruf laut WAZ als eine logische Konsequenz der Bevölkerungsentwicklung in der 75.000 Einwohner zählenden Stadt: „Fast ein Drittel sind muslimischen Glaubens, deshalb ist es folgerichtig, dass sich die Lebenswirklichkeit in der Religionsausübung abbildet.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Islam

  1. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  2. 'Der Islam hatte vom ersten Tag an sehr starke antisemitische Aspekte'
  3. Bilder von Frauen in Moschee aufgehängt, um sie zu denunzieren
  4. Umgang mit Säkularismus: "Islam könnte von Kirche viel lernen"
  5. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  6. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  7. Muslimische Theologen gegen Umwidmung der Hagia Sophia
  8. Baden-Württemberg verbietet Gesichtsschleier in der Schule
  9. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  10. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben








Top-15

meist-gelesen

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. Die Christuserscheinungen von Sievernich dauern an
  3. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  4. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  5. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"
  6. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  7. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  8. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  9. Ein Rücktritt als Kampfmittel?
  10. Du bleibst!
  11. Bistum Basel: Kleruskongregation hebt ungerechtfertigte Entlassung eines Priesters auf
  12. Aufbruch zum geistigen Kampf
  13. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  14. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  15. "Strukturreform" ODER: Wie die Diözese Linz Pfarrer absetzen und entmachten möchte

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz