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IS tötet irakischen Christen, weil er nicht konvertieren wollte

4. September 2014 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Chaldäisches Patriarchat bezeichnet den zu Tode Gefolterten als "Märtyrer" und "Opfer extremistischen Wahnsinns" - Nach Verhaftung Versuch, ihn zum Islam zu bekehren. Geschlagen und zu Tode gefoltert wegen seiner Weigerung


Rom (kath.net/KAP) Im Irak ist erneut ein Christ von Dschihadisten des "Islamischen Staats" (IS) getötet worden, weil er eine Konversion zum Islam ablehnte. Wie der römische Pressedienst "asianews" am Dienstag unter Berufung auf das Chaldäische Patriarchat meldet, sei der 43-jährige Salem Matti Kourki am Montag in Bartalah in der von der IS besetzten Ninive-Ebene zu Tode gefoltert worden. Das Patriarchat bezeichnete ihn als "weiteren Märtyrer, als Opfer extremistischen Wahnsinns".

Der Mann hatte aufgrund einer Herzerkrankung am 8. August nicht zusammen mit seiner Familie vor den vordringenden Islamisten fliehen können, so "asianews". Drei Wochen lang hatte er sich in seinem Haus verschanzt und von gehorteten Lebensmittelvorräten ernährt. Als Nahrung und Wasser aufgebraucht waren, habe er seine Wohnung verlassen, sei aber vor der Jungfrau-Maria-Kirche im Zentrum der Stadt in eine Straßensperre der IS geraten.


Man habe ihn sofort verhaftet und zum Islam zu bekehren versucht. Als er sich weigerte, hätten die Milizionäre ihn geschlagen, gefoltert und schließlich tot auf der Straße liegen gelassen. Nach einigen Stunden hätten einige Bewohner den Leichnam fortgeschafft und begraben. Zu Ehren des "Märtyrers" solle am Freitag in einer syrisch-orthodoxen Kirche von Ankawa, einem christlichen Stadtteil von Erbil in der Kurdenregion, eine Totenmesse gefeiert werden, meldet "asianews".

Ein weiterer Christ, der 20-jährige Fadi Nabil Ibrahim Abbush, sei am Montagabend in der Hauptstadt Bagdad bei der Explosion einer Autobombe getötet worden, so der Pressedienst.

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Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Wiederkunft 4. September 2014 
 

Spitze des Eisbergs

Diese Meldungen sind nur Einzelne von Vielen.In den öffentl. Medien kommen meist nur Journalisten, wenn sie von der IS ermordet werden. Von solchen christlichen Märtyrern hört man leider nur wenig. Wie groß ist doch ihre liebe zu Gott, man kann nur demütig nieder knien!


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 Talitha kumi 4. September 2014 
 

Endlich eine gute und hoffentlich wirksame Idee:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-im-irak-im-libanon-verbrennen-jugendliche-flagge-des-is-a-989877.html


1
 
 Ehrmann 4. September 2014 

@Dottrina

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie meinen, was ich lese "möge Gott ihrer Seele gnädig sein" - als hätten sie etwas verbrochen, die für ihren Glauben gelitten haben und gestorben sind. Sind wir so weit vom Leben und vom Zeugnis der Christen im alten Rom weg, die in (nach) einer solchen Situation - dem Tod wegen ihres Bekenntnisses - selbstverständlich als Märtyrer verehrt wurden, derer wir noch bis vor Kurzem (und nur noch im kaum mehr verwendeten Römischen Kanon) dankbar gedachten und gedenken)? Meines Wissens ist auch heute noch keine expressive Heiligsprechung mehr nötig, um sie "zur Ehre der Altäre" zu erheben, obwohl eine solche durchgeführt wird (wie gerade erst in Korea geschehen)-wohl in erster Linie, um besonders auf sie aufmerksam zu machen.


4
 
 Dottrina 4. September 2014 
 

Ja, Sie haben beide recht.

Ich weiß nicht, wie ich handeln würde. Am PC ist schnell ge- und verurteilt. Wir sind alle kleine, schwache Menschlein. Was diese tapferen Christen aushalten müssen, läßt sich in Worte kaum fassen. Möge Gott ihrer Seele gnädig sein.


7
 
  4. September 2014 
 

Wie halten es wir mit der Treue zu Christus?

Ich wollte beim Lesen des obigen Berichts dasselbe wie Sie schreiben und deshalb möchte ich mich Ihnen inhaltlich voll anschließen.

Hätten wir / hätte ich die Kraft, diesem täglichen Schrecken standzuhalten und zu Christus zu halten?
Vom bequemen Bürostuhl aus die Buchstaben der Tastatur zu drücken, um flammende Aufrufe zu formulieren, ist keine Heldentat.
Was mache ich, wenn´s eng wird?


4
 
 Stefan Fleischer 4. September 2014 

Und wir Christen hier?

Wie viele der Christen hierzulande wären wohl bereit, für ihren Glauben ins Martyrium und in den Tod zu gehen? Wäre ich bereit? So sicher bin ich mir da nicht. Aber ich hoffe und vertraue, dass ich "nicht über meine Kräfte versucht werde". Ich glaube, es würde nichts schaden, wenn wir alle uns ein wenig mit diesem Gedanken (der ja nicht mehr so absolut auszuschliessen ist wie noch vor wenigen Jahren) befassen würden.


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