Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

Falschinformation, chaotisches Bauen: Vorwürfe an Limburger Domkapitel

10. Juli 2014 in Deutschland, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Pfarrer des Bistums Limburg wirft dem Domkapitel in einem offenen Brief schwere Versäumnisse bei den Bauvorhaben auf dem Domberg vor.


Limburg (kath.net/jg)
In einem offenen Brief hat Pfarrer Albert Dexelmann das Limburger Domkapitel für seine Mitverantwortung an den Unregelmäßigkeiten bei den Bautätigkeiten am Domberg kritisiert. Er wirft den Domkapitularen unter anderem „Falschinformation“, „Informationsverweigerung“ und „chaotisches Bauen“ vor. Die Erklärung vom Juni 2014, in dem das Domkapitel um Verzeihung für seine Fehler gebeten hat, reicht dem Pfarrer nicht aus.

Dexelmann ist Pfarrer in Runkel, das zum Bistum Limburg gehört. Seit Jahren gehört er zu den Kritikern von Bischof Tebartz-van Elst. Auch in seinem offenen Brief an das Domkapitel hält er mit seiner Meinung gegenüber dem ehemaligen Limburger Bischof nicht hinter dem Berg. Dieser habe das Projekt auf dem Domberg „skandalträchtig auf seine Weise durchgezogen“, schreibt er wörtlich.


Die Mitverantwortung des Domkapitels reiche bis in die Zeit vor Bischof Tebart-van Elst zurück, schreibt Dexelmann. Dessen Vorgänger Bischof Kamphaus, von 1982 bis 2007 Bischof von Limburg, wohnte im Priesterseminar. Die Aufgabe des Domkapitels sei es gewesen, das alte Bischofshaus treuhändisch zu verwalten und für einen Nachfolger des Bischofs bewohnbar zu halten.

Tatsächlich habe das Ordinariat die Räumlichkeiten des alten Bischofshauses übernommen und dieses dadurch unbewohnbar gemacht. Dann hätte das Domkapitel den Neubau der Bischofswohnung betrieben, schreibt Dexelmann. Dies sei Bischof Kamphaus gegenüber „illoyal“ gewesen, kritisiert der Pfarrer. Der Bischof habe angesichts der Sparmaßnahmen im Bistum versprochen, dass die Verwaltung nicht wachsen werde.

Weitere Verfehlungen des Domkapitels reichen nach Ansicht von Dexelmann in diese Zeit zurück. Er spricht von „teuren Bausünden“, zu denen frühere Bauprojekte auf dem Domberg geworden seien. Die Bauvorhaben seien chaotisch, ohne Bedarfsanalysen und ohne ästhetische, städtebauliche und spirituelle Grundüberlegungen durchgeführt worden. Das Domkapitel habe dann die Idee gehabt, „den ganzen Murks zu bündeln und in einem neuen, wieder unausgegorenen teuren Projekt verschwinden zu lassen“.

Bereits damals habe das Domkapitel verabsäumt, ehrliche Zahlen über die Kosten der Bauprojekte bekannt zu geben. Dexelmann wirft den Mitgliedern des Domkapitels vor, an Stelle einer ehrlichen Informationspolitik andere Zahlen nach außen kommuniziert zu haben. Das habe sich bis in die Zeit von Tebartz-van Elst fortgesetzt.

Das alles seien sehr starke Vorwürfe, schreibt Dexelmann. Er habe pointiert formuliert und sei bereit, alles zurückzunehmen und sich zu entschuldigen, wenn seine Kritik widerlegt würde. Er habe einen offenen Brief geschrieben, weil er seine Punkte so offen wie möglich zur Diskussion stellen wolle. Offenbar befürchtet er, sonst keine Reaktion auf seine kritischen Anfragen zu erhalten. Die „Dialogforen des Bistums“ seien jedenfalls noch nicht „so renoviert“, um seine Sicht dort zielführend besprechen zu können, schreibt er abschließend.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Limburg

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  3. LGBT-Veranstaltung ‚Christopher-Street-Day’ in Limburg von BDKJ mitorganisiert
  4. Bätzing, Marx + Co: Desaster mit Ansage!
  5. Kein Grund zum Rücktritt?
  6. Kirchenkritischer Kabarettist Reichow beim Kreuzfest des Bistums Limburg
  7. Bistum Limburg unterstützt umstrittene 'Seenotrettung' mit 25.000 Euro
  8. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  9. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  10. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!







Top-15

meist-gelesen

  1. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz