Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Benehmen mit Majestäten
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Ein Moment zum Schämen
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

Kein Grund zum Rücktritt?

20. Dezember 2021 in Kommentar, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es bleibt die Frage, ob der Bischof von Limburg nicht doch noch einmal über seinen Rücktritt nachdenken sollte - Niemand kann derzeit ein neues Schisma in Deutschland ausschließen - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Im Gegensatz zur Ansicht des Bischofs von Limburg gäbe es durchaus allen Grund, sehr ernsthaft darüber nachzudenken, dem Papst seinen Rücktritt anzubieten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hatte Fehler in der Bearbeitung eines Falles von sexuellem Missbrauch eingestanden. Der Vorfall fällt in seine Zeit als Generalvikar des Bistums Trier. Diese Position hatte Bätzing seit 2012 inne. Spätestens seit 2011 ist der Umfang des sexuellen Missbrauchs von Klerikern an meist männlichen Kindern grob offengelegt. Wer also im Jahr 2012 den Posten als Generalvikar in einem Bistum übernommen hat, hätte maximale Aufmerksamkeit auf derartige Fälle richten müssen. Es gibt sowohl innerhalb der Kirche als auch im Staat rechtliche Vorschriften, die einzuhalten sind. Wer das nicht getan hat, hat die Verantwortung dafür zu tragen.

In einem Interview mit dem Stern wich Bätzing der Frage nach seinem Rücktritt aus, was einem Nein gleichkommt. Dafür erhob er sofort wieder die altbekannten Reformforderungen, die die Kirche in Deutschland auf einen protestantisierenden Sonderweg bringen sollen. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Die Medien in Deutschland sind nämlich damit zufrieden, wenn ein schuldig gewordener Bischof sofort seine Reformbereitschaft erklärt. Bischöfe, die Fehler gemacht haben, jedoch die Lehre der Kirche in Fragen des Glaubens und der Sitten verteidigen, werden zum Freiwild. Sogenannte reformorientierte Bischöfe haben auch bei groben Fehlern endlose Freibriefe. Damit ist der Spannungsbogen hinreichend dargestellt.


Die Methode ist allzu durchsichtig und es gibt breite Kooperationen, die sich gesellschaftlich, politisch und nicht zuletzt kirchlich manifestieren. Die kürzlich neu gewählte Präsidentin des „ZdK“ gefiel sich unmittelbar darin, die altbekannten Reformforderungen, allen voran die in der Kirche unmögliche Priesterweihe für Frauen zu fordern. In anderen Positionen übt man sich in diplomatischer Verklausulierung. Die Generalsekretärin der DBK erklärte sich mit „Maria2.0“ solidarisch. Die jüngst gewählte Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa (62) glaubt gar in ihrem Leben noch katholische Priesterinnen zu erleben.

Man muss es der Frau einmal erklären. Gesetzt den Fall ein Bischof würde eine Weihesimulation an einer Frau vornehmen, wäre der Bischof suspendiert und die Frau exkommuniziert. Priesterin wäre sie nicht. Versuche einer solchen Frau, Hl. Messen zu simulieren, dürften als Blasphemie angesehen werden. Jedem Katholiken wäre die zustimmende Teilnahme an einer Weihesimulation oder gar einer Simulation der Hl. Messe untersagt. Es schadet nicht, diese Klarheit ab und an mal zwischen die auch von Bischöfen geworfenen Nebelkerzen zu bringen.

Es bleibt die Frage, ob der Bischof von Limburg nicht doch noch einmal über seinen Rücktritt nachdenken sollte. Die Untersuchungen in Trier sind noch lange nicht abgeschlossen. Daher könnte derzeit niemand außer den Betroffenen, den Tätern und den Mitwissern sagen, was noch alles aufgedeckt werden wird. In Trier ist besonders brisant, dass drei amtierende Diözesanbischöfe betroffen sind. Darunter findet sich ein amtierender Vorsitzender der DBK, ein ehemaliger Vorsitzender der DBK und ausgerechnet der Missbrauchsbeauftragte der DBK.

Es ist und bleibt noch für lange Zeit das Drama der deutschen Diözesen, dass ihre Bischöfe zwischen einer nicht katholischen Agenda der Reform und einer Schuldverstrickung in sexuellem Missbrauch und dessen Vertuschung zerrieben werden. Damit geht der Weg unaufhaltsam in Richtung Protestantisierung. Niemand kann derzeit ein neues Schisma in Deutschland ausschließen. Subkutan ist es längst vorhanden.

Eine Erneuerung der Kirche kann nur aus einer umfassenden Bekehrung hervorgehen. Diese muss zwar von Gott ausgehen und den Weg über die Basis der Kirche finden, sie darf aber vor Klerus und Episkopat nicht halt machen. Bischöfe, die statt Verantwortung zu übernehmen, lieber der protestantischen Reformagenda anhängen, treiben jedenfalls eher die Spaltung als die Umkehr voran.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Panik in Magdeburg
  5. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland

Bistum Limburg

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  3. LGBT-Veranstaltung ‚Christopher-Street-Day’ in Limburg von BDKJ mitorganisiert
  4. Bätzing, Marx + Co: Desaster mit Ansage!
  5. Kirchenkritischer Kabarettist Reichow beim Kreuzfest des Bistums Limburg
  6. Bistum Limburg unterstützt umstrittene 'Seenotrettung' mit 25.000 Euro
  7. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  7. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz