Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  13. Ein Moment zum Schämen
  14. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte
  15. Völliger Realitätsverlust bei deutscher Ministerin

Wer stoppt die Islamisten?

17. Juni 2014 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zu den Vorgängen im Nahen Osten. Von Eberhard Troeger


Wetzlar (kath.net/idea) Der terroristische Islamismus (Djihadismus) wird immer mehr zur Geißel der Menschheit. Afghanistan, Irak, Jemen, Pakistan, Mali, Nigeria, Somalia, Syrien – die Liste der betroffenen Länder wird länger. Mit ihrer Barbarei verbreiten die Djihadisten Angst und Schrecken. Regierungen wirken hilflos, reguläres Militär ist überfordert. Denn religiöse Fanatiker, die Märtyrer werden wollen, sind schwer zu stoppen.

Die Ursachen liegen im Islam selbst

Wer den terroristischen Islamismus wirkungsvoll bekämpfen will, muss sich über dessen Ursachen im Klaren sein. Sie liegen nicht nur in den Verunsicherungen durch die Moderne, sondern vor allem im Islam selbst. Der Djihadismus ist die extremste Ausprägung eines konsequenten Islam. Alle Islamisten können sich zu Recht auf Koran und Sunna (die „Gewohnheiten“ Mohammeds) berufen. Hat nicht auch Mohammed seine Feinde ausrauben, versklaven und umbringen lassen? Deshalb können radikale Moslems immer mit der Sympathie vieler Glaubensgenossen rechnen. Sie sind keine isolierten Gruppen von verrückten Spinnern.


Es ist deshalb dringend nötig, Koran und Sunna entschiedener zu hinterfragen und ihren Propagandisten zu widerstehen. Im Djihadismus ist eine Saat aufgegangen, die vor langer Zeit gesät wurde. Seit 200 Jahren ist ein rigoroser Islam propagiert worden, in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Saudi-Arabien und dem Iran. Da die genannten Länder wirtschaftlich und politisch wichtig sind, fasst man sie mit Samthandschuhen an. Besonders für den Westen ist das Geschäft meistens wichtiger als die Ideologie. Solange die freiheitliche Weltgemeinschaft nicht bereit ist, auf den Profit „um jeden Preis“ zu verzichten, wird sie den radikalen Islamismus nicht wirksam bekämpfen können. Gesellschaften ohne moralische Werte können die Extremisten nicht stoppen.

Der Missbrauch von Macht

Die Globalisierung hat nicht nur dem Djihadismus Auftrieb gegeben, sondern auch zu einem Verlust humaner Werte geführt. Erbarmungslose Konkurrenzkämpfe in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind im Gange. Machtmissbrauch und Korruption destabilisieren viele Staaten. Ein Blick auf Syrien genügt. Der Missbrauch von Macht und Geld durch das herrschende Regime ist nur die eine Seite, die blutigen Fehden der rivalisierenden Oppositionsgruppen sind die andere.

Alle Akteure lassen sich von auswärtigen Mächten unterstützen, die jeweils ihre eigensüchtigen Ziele verfolgen. Nur in diesem Chaos konnte die Terrorgruppe ISIS („Islamischer Staat im Irak und Syrien“) so stark werden und weite Landstriche unter ihre Kontrolle bringen. Im Irak profitiert die Gruppe von der verbissenen Rivalität zwischen Sunniten und Schiiten, Arabern und Kurden. Der terroristische Islam kann nur erfolgreich bekämpft werden, wenn die Staaten und gesellschaftliche Gruppen „guten Willens“ gemeinsam handeln und ihre egoistischen Ziele aufgeben.

Wir brauchen eine moralische Wende

Staatliche Machtmittel reichen allerdings nicht aus. Die gegenwärtige Situation ruft geradezu nach einer moralischen Wende – sowohl bei den radikalen Muslimen als auch in der Weltgemeinschaft. Hier ist die Christenheit mit ihrer Versöhnungsbotschaft besonders herausgefordert. Wenn Christen bescheiden leben und ihrer Hoffnung auf ein jenseitiges Leben Ausdruck verleihen, bleibt das nicht ohne Wirkung. Vor allem aber können Christen im Gebet den Herrn der Geschichte anrufen und ihn bitten, das zurechtzurücken, was in der Menschheit aus den Fugen geraten ist.

Der Autor, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach), ist einer der führenden evangelischen Islam-Kenner. Er schrieb mehrere Bücher, darunter „Der Islam: Was Christen wissen sollten“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  12. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  15. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz