Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Adios Toni!
  10. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  11. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  12. Ebola-Ausbruch in Ostafrika: Groß-Wallfahrt in Uganda abgesagt
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

Wer stoppt die Islamisten?

17. Juni 2014 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zu den Vorgängen im Nahen Osten. Von Eberhard Troeger


Wetzlar (kath.net/idea) Der terroristische Islamismus (Djihadismus) wird immer mehr zur Geißel der Menschheit. Afghanistan, Irak, Jemen, Pakistan, Mali, Nigeria, Somalia, Syrien – die Liste der betroffenen Länder wird länger. Mit ihrer Barbarei verbreiten die Djihadisten Angst und Schrecken. Regierungen wirken hilflos, reguläres Militär ist überfordert. Denn religiöse Fanatiker, die Märtyrer werden wollen, sind schwer zu stoppen.

Die Ursachen liegen im Islam selbst

Wer den terroristischen Islamismus wirkungsvoll bekämpfen will, muss sich über dessen Ursachen im Klaren sein. Sie liegen nicht nur in den Verunsicherungen durch die Moderne, sondern vor allem im Islam selbst. Der Djihadismus ist die extremste Ausprägung eines konsequenten Islam. Alle Islamisten können sich zu Recht auf Koran und Sunna (die „Gewohnheiten“ Mohammeds) berufen. Hat nicht auch Mohammed seine Feinde ausrauben, versklaven und umbringen lassen? Deshalb können radikale Moslems immer mit der Sympathie vieler Glaubensgenossen rechnen. Sie sind keine isolierten Gruppen von verrückten Spinnern.


Es ist deshalb dringend nötig, Koran und Sunna entschiedener zu hinterfragen und ihren Propagandisten zu widerstehen. Im Djihadismus ist eine Saat aufgegangen, die vor langer Zeit gesät wurde. Seit 200 Jahren ist ein rigoroser Islam propagiert worden, in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Saudi-Arabien und dem Iran. Da die genannten Länder wirtschaftlich und politisch wichtig sind, fasst man sie mit Samthandschuhen an. Besonders für den Westen ist das Geschäft meistens wichtiger als die Ideologie. Solange die freiheitliche Weltgemeinschaft nicht bereit ist, auf den Profit „um jeden Preis“ zu verzichten, wird sie den radikalen Islamismus nicht wirksam bekämpfen können. Gesellschaften ohne moralische Werte können die Extremisten nicht stoppen.

Der Missbrauch von Macht

Die Globalisierung hat nicht nur dem Djihadismus Auftrieb gegeben, sondern auch zu einem Verlust humaner Werte geführt. Erbarmungslose Konkurrenzkämpfe in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind im Gange. Machtmissbrauch und Korruption destabilisieren viele Staaten. Ein Blick auf Syrien genügt. Der Missbrauch von Macht und Geld durch das herrschende Regime ist nur die eine Seite, die blutigen Fehden der rivalisierenden Oppositionsgruppen sind die andere.

Alle Akteure lassen sich von auswärtigen Mächten unterstützen, die jeweils ihre eigensüchtigen Ziele verfolgen. Nur in diesem Chaos konnte die Terrorgruppe ISIS („Islamischer Staat im Irak und Syrien“) so stark werden und weite Landstriche unter ihre Kontrolle bringen. Im Irak profitiert die Gruppe von der verbissenen Rivalität zwischen Sunniten und Schiiten, Arabern und Kurden. Der terroristische Islam kann nur erfolgreich bekämpft werden, wenn die Staaten und gesellschaftliche Gruppen „guten Willens“ gemeinsam handeln und ihre egoistischen Ziele aufgeben.

Wir brauchen eine moralische Wende

Staatliche Machtmittel reichen allerdings nicht aus. Die gegenwärtige Situation ruft geradezu nach einer moralischen Wende – sowohl bei den radikalen Muslimen als auch in der Weltgemeinschaft. Hier ist die Christenheit mit ihrer Versöhnungsbotschaft besonders herausgefordert. Wenn Christen bescheiden leben und ihrer Hoffnung auf ein jenseitiges Leben Ausdruck verleihen, bleibt das nicht ohne Wirkung. Vor allem aber können Christen im Gebet den Herrn der Geschichte anrufen und ihn bitten, das zurechtzurücken, was in der Menschheit aus den Fugen geraten ist.

Der Autor, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach), ist einer der führenden evangelischen Islam-Kenner. Er schrieb mehrere Bücher, darunter „Der Islam: Was Christen wissen sollten“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  7. Adios Toni!
  8. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  9. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  10. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  11. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  12. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  13. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  14. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  15. „Ohne Jesus wären wir nicht mehr zusammen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz