Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Humanisten: 'Einige problematische Passagen wurden herausgenommen'

9. Dezember 2013 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am Dienstag steht der hochumstrittene Estrela-Bericht auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Europäischen Parlaments – Humanisten sind sehr besorgt über die erfolgreiche Emailaktion von Familienschutzorganisationen


Straßburg (kath.net) Familienschutzorganisationen hatten zum Emailprotest gegen den „Estrela-Bericht“ aufgerufen (kath.net hat berichtet). In diesem Bericht, der für Dienstag, den 10.12.2013 auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Europäischen Parlaments steht, sollen verschiedene weitreichende „Rechte“ im Bereich „Sexuelle und reproduktive Gesundheit“ europaweit gefordert werden, beispielsweise das sogenannte „Recht auf Abtreibung“.

Nun reagiert der Präsident der Europäischen Humanistische Föderation (EHF), Pierre Galand, mit einem äußerst besorgten Brief an alle EU-Parlamentarier auf den Protest von Familienschutzorganisationen. kath.net liegt dieser Brief in voller Länge vor. Die EHF gibt darin unfreiwillig zu, dass der Estrela-Berichtes tatsächlich hochumstrittene Forderungen enthält, Zitat: „Einige problematische Passagen wurden aus dem ursprünglichen Bericht herausgenommen, nämlich einige Teile, die sich auf die assistierte Reproduktion, auf Leihmütter und auf die Sexualerziehung beziehen (die Begriffe „tabufrei“ und „interaktiv“ wurden gestrichen). Die neue Version des Berichts ist ausgewogen und bleibt dabei progressiv.“ (Hervorhebung durch die kath.net-Redaktion).


Des weiteren ist dem Brief der Humanisten zu entnehmen, dass der Aufruf der Familienschutzorgansisationen zu Emailaktionen tatsächlich von ausgesprochen vielen Menschen unterstützt wird. Galand wiegelt deshalb ab: „Wir bitten Sie, sich durch das massive Spamming bestimmter reaktionärer Organisationen nicht beunruhigen zu lassen“. Denn „einige religiöse Gruppierungen reagieren auf diesen Bericht sehr heftig“, beispielsweise mit „ihrer Agitation und ihrer starken Präsenz“. Auffällig ist hier auch der sehr abwertende Umgang mit demokratischen Möglichkeiten der Meinungsäußerung, sobald sie von Christen stammen.

Auch würden sich die Gegner des Estrela-Berichtes, so Galand weiter, „nicht scheuen, über den Inhalt des Berichts schlimmste Lügen zu verbreiten“. Dafür wird angeführt: „So wie zum Beispiel European Dignity Watch, für die der Bericht zur Legalisierung der Pädophilie in Europa führen würde: ‚Dies ein Programm zur sexuellen Unterweisung im Kleinkindalter. Man muss sich ernsthaft fragen, ob diese Art der Sexualerziehung in Wirklichkeit nicht eine Form der Pädophilie ist, die zu Kindesmissbrauch führen könnte, wenn auch unter dem Vorwand der ‚Erziehung‘ oder ‚Entwicklung von Fähigkeiten‘.“ (Hintergrund: European Dignity Watch hatte die Richtlinien der WHO und der BzgA zur Sexualerziehung untersucht, auf die in der ersten Version des Estrela-Berichts verwiesen wurde. Diese empfehlen unter anderem, dass Kinder zwischen 0-4 Jahren Masturbation lernen sollen. Der Verweis auf diese Richtlinien wurde mittlerweile aufgrund von massiven Protesten gestrichen.) Die Spannung dieser Aussage zur weiter oben zitierten Aussage, dass man inzwischen bereits einige Passagen aus dem Bericht entfernt wurden, da sie selbst auf humanistischer Seite als „problematisch“ erkannt worden sind, wird von Galgand nicht weiter thematisiert.

Nach wie vor bleibt aber der Estrela-Bericht mit seinen Forderungen zum freien Zugang zu legaler Abtreibung – dem sogenannten „Recht auf Abtreibung“ – und zu weiteren Optionen, die den klassischen Familienbegriff völlig aufweichen und entkernen, für Lebensschützer in keinster Weise akzeptabel.

Unterstützungsmöglichkeiten: Unter diesen Links finden sich vorformulierte Email-Texte und die gesammelten Email-Adressen des Präsidenten und der Fraktionsführer des EU-Parlaments.

Die Facebook-Seite "Estrela No - Respect Subsidiarity"sammelt "likes" gegen den Bericht. Die Anzahl der Fans wird Abgeordneten kurz vor der Abstimmung mitgeteilt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  2. EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“
  3. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  4. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  7. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  8. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  9. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  10. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"







Top-15

meist-gelesen

  1. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz