Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Matthias Matussek in der 'Krömer-Show'

22. Juli 2013 in Kommentar, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über Menschenwürde und ethischen Verfall im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Ein Gastkommentar von Michael Schneider-Flagmeyer.


Trier (kath.net/blog.forum-deutscher-katholiken.de) Eine Sendung, die den öffentlich-rechtlichen Auftrag der ARD wohl tief unterläuft, ist die “Krömer – Late Night Show”. Dorthin hatte sich “Spiegel” – Autor Matthias Matussek (“Das katholische Abenteuer. Eine Provokation”), der sich mutig als katholisch bekennt, verirrt, in der Hoffnung, sein neues Buch vorstellen zu können.

Matussek selbst gibt zu, dass seine Frau und auch Freunde ihn gewarnt hatten, dorthin zu gehen. Aber er habe mit Kurt Krömer vor zwei Jahren an der Talk-Show “3 nach 9″ teilgenommen und sich mit ihm dort gut verstanden. Inzwischen aber tut sich Krömer mit Aussagen im deutschen Fernsehen – und das ausgerechnet im öffentlich-rechtlichen – hervor, die das viel beklagte tiefe Niveau der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten bestätigen.


So bezeichnete er Matussek gleich bei der Begrüßung wörtlich als “hinterfotziges Arschloch”, vgl. t-online-News: Matthias Matussek geht gegen "Krömer"-Show vor). Später fragte er Matussek, was er denn nach einer Talk-Show mache. “In den Puff gehen?” Im weiteren Verlauf der Sendung sprach er nur noch von “Matthias Matussek, der Puffgänger”.

Niemand hätte sich noch vor 30 Jahren vorstellen können, dass wir in Deutschland einmal bei diesem Niveau landen könnten. Leider zeigt sich nunmehr, dass auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Artikel 1 des Grundgesetzes, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, zumindest im Fall Krömer in Frage gestellt wird.

Und es wird allerhöchste Zeit, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir diesem Verfall in den öffentlich-rechtlichen Anstalten entgegentreten können und wollen, den wir alle noch per Gesetz über die GEZ finanzieren müssen.

Matthias Matussek will die Ausstrahlung der Sendung durch den RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) am 10. August rechtlich verhindern. Aber die Anwälte der Produktionsfirma haben schon auf die „Meinungsfreiheit“ hingewiesen und erklärt, dass diese die Menschenwürde verachtenden Beleidigungen „von der Satirefreiheit gedeckt seien”. Der RBB hat sich noch nicht dazu geäußert.

Auf Cicero-Online am 19.7.13 hat sich die junge Journalistin Petra Sorge unter dem Titel “Reporter im Bordell, aber nicht zum Recherchieren” kompetent, mutig und gründlich mit der Lage der heutigen Medienschaffenden auseinandergesetzt und so manchem Meinungsmacher den Spiegel vorgehalten.

Auch die Leser, Zuhörer und Zuschauer haben eine gewisse Verantwortung für diese Entwicklung. Sie müssen sich deutlich bei den Verantwortlichen zu Wort melden. Davon lebt unsere demokratische, offene Gesellschaft.

Matthias Matussek ehrt seine Gutgläubigkeit als Christ, die sich in dem Vertrauensvorschuss für Krömer geäußert hat. Er wird nun – und mit ihm wir alle – gelernt haben, dass man sich mit manchen Menschen auf keinen Fall einlassen und an bestimmten Sendungen schlicht nicht teilnehmen darf.

Alle verantwortungsbewussten Menschen aber sind aufgerufen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und den Verantwortlichen in den öffentlich-rechtlichen Medien, aber auch den hinter ihnen stehenden Parteipolitikern in deutlichen Zuschriften klar zu machen, dass man nicht bereit ist, diesen Verfall jeder Form von Ethik und die Missachtung der Menschenwürde weiter zu tolerieren.

Kontakt ARD


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  2. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  3. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  4. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  5. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  6. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  7. "Hassprediger und Hofnarr"
  8. Die BBC hatte eine Trump-Rede gezielt frisiert, so dass sie zum angeblichen Gewaltaufruf wurde
  9. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  10. WELT-Reporter Bojanowski: Die Welt ist viel besser, als behauptet wird






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz