Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. Kirche im Verfall
  5. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Käßmann: Es gibt diffuse Ängste vor Luther-Legenden

25. Jänner 2013 in Deutschland, 49 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


EKD-Reformationsbeauftragte weist Vorwürfe eines Historikers zurück


Leipzig/Berlin/Göttingen (kath.net/idea) Die EKD-Beauftragte für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann (Foto), hat entschieden den Vorwurf zurückgewiesen, sie verbreite Lutherlegenden. Diese Kritik hatte zuvor der Göttinger Historiker Hartmut Lehmann erhoben. Käßmanns Festhalten am – wie er sagt – historisch widerlegten Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 oder die Verbreitung der angeblichen Luther-Aussage auf dem Reichstag 1521 in Worms „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ sei unwissenschaftlich, so Lehmann in einem Beitrag der „Zeit“. Diese Lutherlegenden würden zudem auf katholischer Seite die Ökumene Bemühungen belasten.


Käßmann sagte dagegen der „Leipziger Volkszeitung“ (Ausgabe 25. Januar): „Ich habe das gelesen und finde es merkwürdig. Auch habe ich den Eindruck, dass Herr Lehmann gar nicht weiß, was meine Aufgabe als Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum ist.“ Legenden würden immer einen wahren Kern treffen, und Luther habe nun mal mit seinen 95 Thesen und seiner Antwort vor Kaiser und Reich eine nachhaltige Bewegung losgetreten. „Diese Bedeutung Luthers verdichten diese Erzählungen. Aber offensichtlich gibt es diffuse Ängste vor Lutherlegenden“, so Käßmann.

EKD-Gliedkirchen betreiben keinen Luther-Kult

Auch der Vorwurf, sie würde mit der Verbreitung von zweifelhaften Lutherlegenden die Ökumene belasten, ziele ins Leere. Käßmann: „Das kann ich nicht nachvollziehen. Die EKD und ihre Gliedkirchen betreiben gerade keinen Kult um Luther, sondern laden offen ein, das Reformationsjubiläum als gemeinsamen Rückblick, als Frage aber auch nach Gegenwart und Zukunft der reformatorischen Einsichten zu begehen.“

Viele Katholiken könnten Luther heute durchaus auch als Lehrer des Glaubens verstehen, der damals manches sagte, was heute in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils zu lesen ist. Das 16. Jahrhundert habe zwar eine Trennung der abendländischen Kirche in verschiedene Zweige zur Folge gehabt. „Aber heute ist doch deutlich: Das 16. Jahrhundert hat alle verändert. Und: Uns verbindet mehr als uns trennt, es kann eine versöhnte Verschiedenheit geben.“ Dies sei nach all den Jahrhunderten von Auseinandersetzungen und Glaubenskriegen ein Grund zum Feiern.

Die Initiative einiger Landeskirchen und Länder, den Reformationstag am 31. Oktober 2017 deutschlandweit als arbeitsfreien Feiertag zu begehen, nannte Käßmann begrüßenswert: „Aber noch wichtiger wäre mir, dass Menschen in Deutschland etwas wissen von der Reformation und nicht denken, am 31.10. würde Halloween gefeiert.“

Foto Margot Käßmann: © www.ekd.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Luther

  1. Augustiner sehen ihr früheres Mitglied Luther kritisch
  2. Außer Spesen nichts gewesen
  3. Luther und seine Zeit - ein Überblick
  4. Mythos Martin Luther und die historischen Fakten
  5. Koch: Kirche ließ sich auf Luther-Anliegen viel zu wenig ein
  6. Luther. ‘So what?’
  7. Sprachforscher Bering: Luther war antisemitisch
  8. Wissenschaftler kritisieren Reformationsjubiläum
  9. Kriminologe fordert von EKD Aufarbeitung von Luthers Judenfeindschaft
  10. Evangelischer Historiker: Überlasst Luther nicht der EKD!







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  12. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  13. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  14. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz