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Käßmann fordert Rücknahme der Exkommunikation Luthers

27. Dezember 2012 in Deutschland, 67 Lesermeinungen
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Die frühere Landesbischöfin Margot Käßmann erwartet von der katholischen Kirche, dass sie bis 2017 die Exkommunikation des Reformators Martin Luther aufhebt: «Das fordern ja auch Katholiken wie etwa Hans Küng»


Mannheim (kath.net/KNA) Die frühere Bischöfin Margot Käßmann erwartet von der katholischen Kirche, dass sie bis 2017 die Exkommunikation des Reformators Martin Luther aufhebt. «Das fordern ja auch Katholiken wie etwa Hans Küng», sagte die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 im Interview des «Mannheimer Morgen» (Montag). Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal Luthers Thesenanschlag, der den Anstoß zur Reformation gab. In deren Folge kam es zur Spaltung der katholischen Kirche und schließlich 1521 zur Exkommunikation Luthers durch Papst Leo X. (1513-1521).


Als ihre größte Hoffnung bezeichnete Käßmann, «zusammen Abendmahl feiern zu können». Viele ökumenische Kommissionen hätten gezeigt, «dass das theologisch verantwortbar ist». Nach ihrer Überzeugung sei es auch bis 2017 machbar: «1984 hat auch keiner geglaubt, dass 1989 die Mauer fällt.» Außerdem schweben ihr «gemeinsame Veranstaltungen in vielen Kirchengemeinden» vor. Vielleicht werde es eine symbolische Versöhnungsgeste geben. «Von unserer Seite wird die Hand weit ausgestreckt, um das Miteinander stärker zu zeigen als bei früheren Reformationsjubiläen».

Gleichzeitig spricht sich Käßmann dafür aus, den 31. Oktober 2017 einmalig als bundesweiten Feiertag zu begehen: «Das fände ich richtig, weil Deutschland stolz darauf sein kann, dass die Reformation als weltweite Bewegung von hier ausgegangen ist.» Noch wichtiger wäre ihr, «dass die Menschen wissen, was am 31. Oktober gefeiert wird: nicht Halloween».

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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