Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  6. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  11. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  12. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  13. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“

Bischof Overbeck: Dialogprozess darf Kirche nicht spalten

12. Jänner 2012 in Deutschland, 64 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Es bestehe die «reale Gefahr, dass wir uns in unserer Kirche so zerstreiten, dass Brücken abgebrochen und die bestehende Einheit aufgegeben werden"


Bochum (kath.net/KNA) Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat die deutschen Katholiken gemahnt, im Dialogprozess über die Zukunft der Kirche «emotional abzurüsten». Es bestehe die «reale Gefahr, dass wir uns in unserer Kirche so zerstreiten, dass Brücken abgebrochen und die bestehende Einheit aufgegeben werden», sagte er am Donnerstag bei einer Tagung der Universität Bochum zum 50-jährigen Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). «Auf Barrikaden lässt sich bekanntlich schlecht miteinander reden.»

Die deutschen Bischöfe hatten mit Blick auf den Missbrauchsskandal in der Kirche und zurückgehende Zahlen an Katholiken, Gottesdienstbesuchen und Priestern im Herbst 2010 zu einem Dialogprozess aufgerufen. Overbeck gehört einer Steuerungsgruppe der Bischofskonferenz zu diesem Prozess an. Der Essener Bischof lehnte einen Rückzug «in eine vermeintlich heile katholische Sonderwelt» ab. Die Kirche müsse innerhalb der Welt von heute auskunftsfähig werden. Er hoffe, «dass uns auch heute Männer und Frauen geschenkt werden, die in Kunst und Literatur, in der theologischen wie in der profanen Wissenschaft, in Wirtschaft und Politik aus ihrer katholischen Glaubensüberzeugung heraus etwas zu sagen haben».


Zugleich warnte der Bischof mit Blick auf die Reformprozesse in den Bistümern und Gemeinden davor, «durch einzelne Retuschen schmucker Fassaden innere Ruinen aufrecht zu erhalten» und sich auf die «Logik reiner Bestandskonservierung» zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang räumte der Ruhrbischof ein, dass die «in den deutschen Diözesen gegenwärtig praktizierte Lösung mit großflächigen Pfarreinheiten nicht das letzte Wort» sei, sondern nur eine «für die Priester wie für die Gemeinden stressige Übergangslösung». Auf diese Weise seien aber Freiräume und Gestaltungschancen zu gewinnen.

Mit Blick auf politische und gesellschaftliche Dialogprozesse betonte der Bischof, der Dialog innerhalb der Kirche habe andere Ziele. «Es geht bei uns doch nicht um Machtkommunikation, sondern um Glaubenskommunikation.» Ziel bei der Suche nach Wahrheit müsse Konsens und nicht der Kompromiss sein. Anstelle «eines Lamentos» über unzureichende Zustände in der Kirche sei es notwendig, gewissenhaft zu analysieren, Ideen zusammenzutragen und die visionäre Kraft der christlichen Botschaft in dieser Welt wirksam werden zu lassen.

KATH.NET-Bestseller "Liebesbriefe an die Kirche" mit Beitrag von Bischof Overbeck

KATH.NET-Video-Interview mit Bischof Overbeck beim Weltjugendtag in Madrid




(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Nicole Cronauge/Bistum Essen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Overbeck

  1. Grenze des innerkirchlichen Dialogs beim 'Glaubensgut'
  2. ‚Wir sind keine Volkskirche mehr’
  3. 'Wir müssen für unsere Überzeugungen kämpfen'
  4. Klare Kante






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Leipzig: Christliches Café schließt nach 26 Angriffen von Linkextremisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz