Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen

Scheuer: Spannungen in der Kirche müssen ausgehalten werden

20. April 2011 in Österreich, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Innsbrucker Bischof empfiehlt zwischen ‚Progressiven’ und ‚Konservativen’ ignatianische Haltung: Jeder gute Christ müsse bereitwilliger sein, die Aussage des Nächsten zu retten als zu verurteilen - Stärkung der Mitte: Gebet, Bibel, Beichte, Eucharist


Innsbruck (kath.net/Diözese Innsbruck pm) Wie Jesu "Haupt voll Blut und Wunden", das in der Passionszeit besungen werde, zeige auch die Kirche heute "Wunden", die ihr etwa durch die Verfolgung von Millionen Christen weltweit geschlagen würden, die teilweise aber "auch von innen her zugefügt werden". Im Vergleich zu den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg habe die Kirche hierzulande "viel von ihrer Strahlkraft verloren", diagnostizierte Bischof Scheuer. Die Gründe dafür seien unterschiedlich - "Verfehlungen kirchlicher Verantwortlicher, die wir nicht klein reden dürfen", aber auch "Entfremdung vom Evangelium selbst". Das sagte der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer in seiner Predigt bei der Chrisammesse am Mittwoch im Innsbrucker Dom.


Es gebe unterschiedliche Strategien, damit umzugehen, wies Scheuer hin: "Die einen weisen auf Probleme und Fehler hin und drängen auf Reformen. Andere drängen darauf, tiefer zu graben, um zu den Quellen einer wirklichen Erneuerung von Glaube und Kirche zu gelangen." Zwischen diesen Gruppen in der Kirche gebe es keinen Konsens über den weiteren Weg, sondern Spannungen, die "ausgehalten werden müssen, um schließlich auch einmal fruchtbar zu werden".

In diesen Spannungen gelte es, "die Mitte der Kirche zu stärken". In dieser Situation sei die Mitte der Kirche "kein angenehmer Ort", sondern einer inmitten von entgegengesetzten Kräften. Doch "in dieser Mitte ist Christus. Er öffnet seine Arme nach beiden Seiten hin und will alle an sich ziehen", so Scheuer.

"Tiefer graben, das heißt auch umkehren aus manchen Sachzwängen und aus mancher Bequemlichkeit hin zum Gebet, zur Heiligen Schrift, zur Beichte, zu einem tieferen Begreifen dessen, was die Eucharistie ist und was die Kirche wirklich ist. Lassen wir uns von Christus und seinen ausgebreiteten Armen in die Mitte der Kirche holen, wo sein Kreuz steht, das Himmel und Erde, links und rechts verbindet."

Wer sich als Christ dort verwurzle, könne auch heute "ohne Arroganz selbstbewusst und missionarisch sein". Viele Halt und Sinn suchende Menschen in und außerhalb der Kirche würden auf solche Christen warten, "die sich von keiner Schwerkraft lähmen lassen, weil sie österliche Menschen sind".

Angesichts von "nicht leicht harmonisierbaren" Spannungen zwischen oft leichthin als „progressiv“ oder „konservativ“ bezeichneten Positionen, zwischen der Weltkirche und der Kirche vor Ort, empfahl der Bischof eine "ignatianische Haltung": Jeder gute Christ müsse "bereitwilliger sein, die Aussage des Nächsten zu retten, als sie zu verurteilen". Scheuers Appell: "Wir müssten versuchen, einerseits das Ganze des kirchlichen Lebens zu sehen und dabei besonders auch das, was an Gutem in der Weltkirche wie in Österreich gelingt."

Die Predigt im Wortlaut

Foto: (c) Diözese Innsbruck



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Innsbruck

  1. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  2. Kirche in Tirol verwüstet – Polizei sucht Zeugen
  3. Laienseelsorger der Diözese Innsbruck führen ‚tröstende Salbung‘ durch
  4. LGBT-Popup Fenster auf der Internetseite der Katholischen Jugend Innsbruck
  5. Diözese Innsbruck: Seelsorgeräume statt Groß-Pfarren
  6. Innsbrucker Kirche soll in Zukunft auch als Kletterhalle genutzt werden
  7. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  8. ‚Bloody Mary’ – Frauenreferat der Diözese Innsbruck lädt zum ‚Zyklusstammtisch’ ein
  9. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  10. Drastische Nacktzeichnungen in katholischer Kapelle in Tirol ausgestellt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  3. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  6. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  7. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  8. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  9. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  10. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  13. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  14. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  15. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz