Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  3. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  4. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  5. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  6. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  7. Nur noch 12 Prozent der Deutschen vertrauen der katholischen Kirche, Tendenz fallend
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  10. 'Kultur des Todes' - Macron möchte Recht auf Tötung Ungeborener als EU-Grundrecht!
  11. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  12. Papst beauftragt erstmals offiziell Frauen mit Lektorinnendienst
  13. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  14. 2G und die Nötigung durch einen totalitären Staat
  15. Bisher 37.000 Impfungen bei umstrittener Impfaktion im Stephansdom

Habt Mut und bleibt in euren Heimatländern!

5. Juni 2010 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst ermutigt am Samstag bei Hl. Messe die Christen in Nahost - Am Nachmittag traf Benedikt außerhalb des offiziellen Programms auch mit dem Sufi-Lehrer Scheich Nazim zusammen KathTube-Video: Hl. Messe in voller Länge


Nikosia (kath.net/KNA) Papst Benedikt XVI. hat die Christen im Nahen Osten ermutigt, ungeachtet der schwierigen Situation in ihren Heimatländern zu bleiben. Viele Familien entschieden sich angesichts von Konflikten und Spannungen für eine Auswanderung, sagte der Papst am Samstag in Nikosia. Dies könne auch Seelsorger in die Versuchung führen, ihr Heimatland zu verlassen. Wer jedoch standfest bleibe und weiterhin christliches Zeugnis ablege, sei nicht nur für Christen ein «außerordentliches Zeichen der Hoffnung», sondern für alle Bewohner der Region.

Allein die Präsenz der Christen im Nahen Osten sei Ausdruck für das unerschütterliche Bekenntnis zu Dialog, Versöhnung und «liebender Annahme des Anderen», sagte der Papst bei einer Messe in der Heilig-Kreuz-Kirche von Nikosia. Das Symbol des christlichen Kreuzes bezeichnete Benedikt XVI. als bedeutendstes Zeichen gegen Gewalt und Unterdrückung. Es habe nichts mit dem Aufzwingen eines Glaubens oder einer Philosophie zu tun. Ebenso wenig handele es sich um ein nur «privates Symbol der Verehrung» oder ein Mitgliedszeichen einer gesellschaftlichen Gruppe.

Das Kreuz sei vielmehr das «beredtste Zeugnis der Hoffnung», das es je gegeben habe, sagte der Papst. Eine Welt ohne Kreuz wäre eine Welt ohne Hoffnung, in der Unrecht, Brutalität und Gier ungehindert herrschen und die Armen ausgebeutet würden. Nur das Kreuz könne den «Teufelskreis der Gewalt» beenden. Es stehe für den «Triumph» der Liebe Gottes, der durch seinen rettenden Eingriff die Wirklichkeit des Todes und der Sünde in ihr Gegenteil verkehrt habe.

An der Messe mit dem Papst nahmen rund 300 Priester, Ordensleute und weitere Vertreter der katholischen Gemeinde Zyperns teil. Von den 800.000 Einwohnern der Insel sind rund 25.000 katholisch.

Am Nachmittag traf Benedikt XVI. im Garten der Nuntiatur von Nikosia außerhalb des offiziellen Programms mit dem Sufi-Lehrer Scheich Nazim zusammen. Dessen Sprecher nannte den kurzen Empfang durch den Papst eine «Geste der Warmherzigkeit, Brüderlichkeit und Freundschaft». Er werde seine Wirkung auf den Dialog zwischen Christentum und Islam nicht verfehlen. Politische Themen seien in der Kürze der Zeit nicht angesprochen worden, sagte der Sprecher im Anschluss an die Begegnung der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA.

Die zyprischen Katholiken forderte Benedikt XVI. bei einem Treffen auf dem Gelände einer katholischen Schule auf, gegenseitiges Vertrauen zwischen Christen und Nichtchristen zu schaffen. Dieses sei die Grundlage für dauerhaften Frieden und Harmonie zwischen den Anhängern unterschiedlicher Religionen, politischer Regionen und kultureller Hintergründe. Der Papst warb für verstärkte Bemühungen um den interreligiösen Dialog. Nur durch geduldige Arbeit könnten gegenseitiges Vertrauen gewonnen und die Bürden der Geschichte überwunden werden.

In einer Rede vor Diplomaten und staatlichen Autoritäten forderte der Papst zudem am zweiten Tag seiner Zypernreise eine stärkere Ausrichtung der Politik an ethischen Werten. Einzelpersonen, Gemeinschaften und Staaten, die sich nicht von moralischen Wahrheiten leiten ließen, würden egoistisch, skrupellos und machten die Welt gefährlicher. Benedikt XVI. mahnte, sich in der Politik gerade in schwierigen Situationen auch über den eigenen Standpunkt und über Eigeninteressen zu erheben. Dies ermögliche Versöhnung.

Der Papst besucht während seiner dreitägigen Reise ausschließlich den südlichen Teil der seit 1974 geteilten Insel. Der andere Teil, die «Türkische Republik Nordzypern», ist international nicht anerkannt. Es ist die 16. Auslandsreise des Papstes und sein erster Besuch in einem mehrheitlich orthodoxen Land. Höhepunkt der Reise ist am Sonntag eine Messe in Nikosia. Dabei wird das Arbeitspapier für die Bischofssynode für den Nahen Osten vorgestellt, die im Oktober in Rom tagt.



(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zypern

  1. Kirche erhofft sich von Papstbesuch Aufmerksamkeit für Zypern
  2. Bischofsappell anlässlich 45 Jahre türkischer Invasion auf Zypern
  3. Zypern: Kirche bietet Regierung Hilfe an
  4. 'Ihr müsst euch über Ideologien hinwegsetzen'
  5. Ich empfehle seine Seele der Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes
  6. Das Wort, das Fleisch geworden ist, wird uns niemals verlassen
  7. Verbreitet die christliche Botschaft der Hoffnung!
  8. Ideologien, die die Wahrheit verdrängen, müssen zerstört werden
  9. Die sich mit Jesus unterhalten könnten
  10. Zypern: Wo Saulus wirklich zum Paulus wurde






Top-15

meist-gelesen

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  3. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  4. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  5. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  6. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  7. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  8. Emeritierter Feldkircher Bischof Fischer verstorben
  9. 2G und die Nötigung durch einen totalitären Staat
  10. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  11. 'Kultur des Todes' - Macron möchte Recht auf Tötung Ungeborener als EU-Grundrecht!
  12. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  13. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  14. Covaxin: Ein Covid-19-Impfstoff ohne Verbindung zur Abtreibung
  15. Voderholzer: Missbrauch ist nicht die Kirchenkrise-Wurzel – Gewaltiger Erosionsprozess des Glaubens

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz