Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  3. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  4. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  5. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  6. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  7. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. Nur noch 12 Prozent der Deutschen vertrauen der katholischen Kirche, Tendenz fallend
  10. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  11. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  12. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  13. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  14. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  15. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt

Kirche erhofft sich von Papstbesuch Aufmerksamkeit für Zypern

28. November 2021 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lateinischer Patriarchalvikar Kraj berichtet von Herausforderungen durch politische Teilung und großer Zahl an Migranten und Flüchtlingen - Ökumene im alltäglichen Leben oft recht gut=


Nikosia (kath.net/ KAP)

Ökumene und die Herausforderungen für die zyprische Gesellschaft sollen nach Worten des lateinischen Patriarchalvikars Jerzy Kraj im Fokus des Besuchs von Papst Franziskus (2. bis 4. Dezember) auf der Mittelmeerinsel stehen. Der Franziskaner erhofft sich davon auch einen Impuls für mehr internationale Unterstützung. "Wir hoffen, dass unsere Situation gesehen wird", sagte Kraj im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Nikosia.

Die seit 1974 anhaltende politische Teilung bezeichnete der polnische Ordensmann als Wunde. Es sei immer schwieriger, einen Versöhnungsprozess zu sehen. Direkte Gespräche oder Dialog der Konfliktparteien fehlten. Vor große Herausforderungen stelle die Insel auch die große Zahl von Migranten und Flüchtlingen. "Zypern steht in Europa an erster Stelle, wenn es um die Zahl von Migranten pro Einwohner geht", so Kraj. Die Kirche leiste Hilfe und bemühe sich um Lösungen, etwa durch die Caritas.

Ein positives Bild zeichnete Kraj vom ökumenischen und islamisch-christlichen Miteinander auf der geteilten Insel. Abgesehen von wenigen orthodoxen Hardlinern sei das Verhältnis zwischen der griechisch-orthodoxen Mehrheit und den armenisch-orthodoxen, römisch-katholischen und maronitischen Minderheiten gut. Überdies versuche man, einen konstruktiven Beitrag zu den Friedensgesprächen zu leisten. Man wolle zeigen, "dass Dialog möglich ist", so der Franziskaner. Der Zypern-Konflikt sei ein politischer, kein religiöser Konflikt, in dem jedoch Religion benutzt werde.

 

Orthodoxe Gastfreundschaft

Im Interview mit der Woichenzeitung "Die Tagespost" vertiefte der Vikar aktuelle ökumenische Situation vor Ort. Die Orthodoxie sei "skeptisch hinsichtlich der Theologie, aber nicht im alltäglichen Leben." Im griechischen Teil Zyperns hätten die Franziskaner drei eigene Kirchen, "weitere vier Kirchen werden uns von den Orthodoxen zum kostenlosen Gebrauch überlassen. Sie laden uns oft ein und sind sehr freundlich. Theologisch ist das anders, da die Orthodoxie Einflüssen aus Russland ausgesetzt ist, aber im Alltag sind die Beziehungen sehr gut."

Die orthodoxe Kirchenleitung sei aber wohl sehr erfreut über den Besuch, meinte Kraj: "Erzbischof Chrysostomos selbst hat den Papst eingeladen, und es wird eine liturgische Begegnung geben." Nachsatz: "Es wird unter den Bischöfen auch kritische Wortmeldungen geben, aber keine Demonstrationen oder Proteste."

Er erwarte sich von dem Besuch keine Wunder, unterstrich der Patriarchalvikar, "doch Papst Franziskus ist bekannt für seinen aktiven ökumenischen Zugang": Die Resultate werde man nicht morgen sehen, "aber so werden künftige Dialoge vorbereitet, indem man den Glauben jener würdigt, die noch fern und nicht in voller Gemeinschaft leben".

 

80 Prozent Christen

Politisch ist die Insel Zypern seit 1974 geteilt. Der größere Südteil wird von der Republik Zypern beherrscht, während der Nordteil unter Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern steht, die nur von der Türkei anerkannt ist. Von den rund 850.000 Einwohnern der Republik Zypern bekennen sich mehr als 90 Prozent zum Christentum. Fast alle von ihnen gehören der autokephalen, also selbstständigen griechisch-orthodoxen Kirche von Zypern an. Von den rund 265.000 einheimischen und zugewanderten Einwohnern Nordzyperns sind nur höchstens ein Prozent Christen, die anderen Muslime.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zypern

  1. Bischofsappell anlässlich 45 Jahre türkischer Invasion auf Zypern
  2. Zypern: Kirche bietet Regierung Hilfe an
  3. 'Ihr müsst euch über Ideologien hinwegsetzen'
  4. Ich empfehle seine Seele der Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes
  5. Das Wort, das Fleisch geworden ist, wird uns niemals verlassen
  6. Verbreitet die christliche Botschaft der Hoffnung!
  7. Habt Mut und bleibt in euren Heimatländern!
  8. Ideologien, die die Wahrheit verdrängen, müssen zerstört werden
  9. Die sich mit Jesus unterhalten könnten
  10. Zypern: Wo Saulus wirklich zum Paulus wurde






Top-15

meist-gelesen

  1. Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
  2. Black Thursday – Gott schütze Österreich!
  3. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  4. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  5. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  6. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  7. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  8. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  9. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  10. "Ich bin als Protestant auf der Seite von Benedikt!"
  11. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  12. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  13. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. Voderholzer: Missbrauch ist nicht die Kirchenkrise-Wurzel – Gewaltiger Erosionsprozess des Glaubens

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz