Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  11. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  12. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  13. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  14. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  15. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark

Die sich mit Jesus unterhalten könnten

5. Juni 2010 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maroniten auf Zypern sprechen eine Abwandlung des Aramäischen - Von Michael Wrase (KNA)


Nikosia (kath.net/KNA) Das im Nordteil Zyperns liegende Dorf Kormakitis gleicht einer Geisterstadt. Eine alte Frau kehrt mit einem Reisigbesen die löchrigen Steinplatten vor der Kirche, auf denen Katzen in der Sonne dösen. Die Hauptstraße und ihre abzweigenden Gassen sind verwaist. Halblautes Gemurmel kommt nur aus einem schäbigen Kaffeehaus, in dem einige Greise Backgammon spielen und sich dabei in einer seltsamen Sprache unterhalten: Sie klingt wie melodisches Arabisch, enthält aber auch griechische Elemente.

Die Sprache, die in Kormakitis gesprochen und von der auf Zypern lebenden Minderheit der Maroniten im Laufe der Jahrhunderte geschaffen wurde, heißt «Sanna», was wörtlich übersetzt «unsere Sprache» heißt. In der Fachwelt ist «Sanna» auch als Kormakiti oder Zyprisch-Arabisch bekannt. Die Ursprünge liegen im Aramäischen, der Muttersprache Jesu - worauf die Greise im Kaffeehaus von Kormakitis mächtig stolz sind.


«Würde Jesus jetzt hier hineinkommen, dann könnten wir uns mit ihm unterhalten», sagt George. Der 83-Jährige gehört zu den etwa 1.000 zyprischen Maroniten, die «Sanna» beherrschen - und mit Gleichaltrigen noch immer sprechen. Die anderen 5.000 Mitglieder der maronitischen Gemeinde, die auf beiden Seiten der geteilten Insel leben, sprechen in der Regel Griechisch oder libanesisches Arabisch. Während der Heiligen Messe sind aber auch sie in der Lage, die in der Liturgie der zyprischen Maroniten verwandten aramäischen Passagen mitzubeten.

Das wisse auch Papst Benedikt XVI., sagt Joseph Soueif, der in Nikosia residierende Bischof der kleinen maronitischen Gemeinde auf Zypern, und lächelt verheißungsvoll. Wenn der Heilige Vater am Sonntag zum Abschluss seines Zypern-Besuches in der maronitischen Kathedrale von Nikosia bete, dann werde er auch «einige Sätze auf Aramäisch, der Muttersprache Jesu Christi, sprechen», freut sich der Geistliche.

Der 48-jährige Bischof beherrscht acht Sprachen: Außer dem Aramäischen und Arabischen kommuniziert Soueif auf Griechisch, Türkisch, Italienisch, Englisch, Französisch und Hebräisch. Sein Hauptaugenmerk gilt aber dem Überleben des Kormakiti-Arabisch mit seinen aramäischen Wurzeln. In der maronitischen Schule von Nikosia wird es seit einigen Jahren zweimal wöchentlich unterrichtet. 25 Schüler nehmen am Unterricht teil. Vielleicht könnte also im Kaffeehaus von Kormakitis auch in ein paar Jahren noch «unsere Sprache» gesprochen werden.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zypern

  1. Kirche erhofft sich von Papstbesuch Aufmerksamkeit für Zypern
  2. Bischofsappell anlässlich 45 Jahre türkischer Invasion auf Zypern
  3. Zypern: Kirche bietet Regierung Hilfe an
  4. 'Ihr müsst euch über Ideologien hinwegsetzen'
  5. Ich empfehle seine Seele der Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes
  6. Das Wort, das Fleisch geworden ist, wird uns niemals verlassen
  7. Verbreitet die christliche Botschaft der Hoffnung!
  8. Habt Mut und bleibt in euren Heimatländern!
  9. Ideologien, die die Wahrheit verdrängen, müssen zerstört werden
  10. Zypern: Wo Saulus wirklich zum Paulus wurde






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz