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Afrika: Viele Katholiken – wenig Aids

25. März 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Die Statistik gibt dem Papst Recht: In Ländern mit hohem katholischen Bevölkerungsanteil ist die Ansteckungsrate mit dem HIV-Virus am geringsten.


Aachen/Schorndorf (kath.net/idea) Die offizielle Ablehnung von Kondomen durch die katholische Kirche vergrößert das Aidsrisiko in Afrika statistisch gesehen nicht. Im Gegenteil: Aus einer Übersicht der katholischen Zeitschrift „Komma“ (Aachen) geht hervor, dass in Ländern mit hohem katholischen Bevölkerungsanteil die Ansteckungsrate mit dem Virus der Immunschwächekrankheit am geringsten ist.

Aus den Angaben von 2006 geht hervor, dass im Land mit der höchsten Aids-Rate, Swaziland (43 Prozent Infizierte), fünf Prozent der Einwohner katholisch sind. In Uganda hingegen, wo 36 Prozent der Bevölkerung der katholischen Kirche angehört, beträgt die Infektionsrate vier Prozent. Ruanda habe 47 Prozent Katholiken und fünf Prozent Aids-Infizierte.


Papst Benedikt XVI. hatte sich auf seiner Afrikareise, die am 23. März nach sechs Tagen zu Ende ging, gegen die Verwendung von Kondomen gewandt. KATH.NET hat berichtet. Weltweite Empörung hatte er mit der Aussage ausgelöst, dass die Konzentration auf Kondome bei der Aids-Bekämpfung sogar das Problem verschärfe. Stattdessen warb der Papst für eheliche Treue: „Die traditionelle Lehre der Kirche hat sich als einzig sicherer Weg gegen die Ausbreitung von Aids erwiesen.“

Uganda: Treuekampagne erfolgreich

In Uganda haben christliche Aktionen, die nicht nur auf Kondome bauen, zu einem niedrigen Krankenstand beigetragen. Kampagnen wie „Kein Sex vor der Ehe und Treue in der Ehe“ hätten zu einem drastischen Rückgang an Aids-Infizierten geführt, der vor 15 Jahren noch über 30 Prozent betragen habe, stellte die Internationale Bibelgesellschaft (Schorndorf bei Stuttgart) bereits vor fünf Jahren fest.

Experten hatten vorausgesagt, dass ein Drittel der ugandischen Bevölkerung an Aids sterben und ein weiteres Drittel erkranken werde. Die übrigen wären zu schwach, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Daraufhin hatte Präsident Yoweri Museveni, Mitglied der anglikanischen Kirche und des einheimischen Bibellesebundes, die Kirchen um Hilfe gebeten.

Martin Ssempa, der seit fast zwanzig Jahren in Uganda als Aidshilfe-Aktivist tätig ist, bedankte sich für die Worte des Papstes, dass die Propagierung von Verhütungsmitteln das Problem verschärfen könne, wie LifeSiteNews.com berichtet. Sein Ergebnis nach jahrzehntelanger Arbeit lautet: Was Aids verbreitet “ist sexuelle Promiskuität, ausgehend von der Unmoral des Herzens”. Der Papst habe völlig recht, dass es um eine „Humanisierung der Sexualität“ gehe. Die Aids-Strategie Ugandas sei erfolgreich, weil sie "immer Enthaltsamkeit und Treue vor Mittel wie Kondome stellt”.


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