Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  5. Wahrheit ist heilsrelevant
  6. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  7. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  13. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  14. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  15. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

Älteste Kirche der Welt entdeckt?

11. Juni 2008 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im jordanischen Rihab hielten sich angeblich 70 Jünger Jesu versteckt


Amman (kath.net/idea) Jordanische Archäologen sind überzeugt, die älteste Kirche der Welt entdeckt zu haben. In einer Höhle unter der St. Georgs-Kirche in Rihab nahe der nordjordanischen Stadt Mafraq sollen sich 70 aus Jerusalem geflohene Jünger nach der Kreuzigung Jesu versteckt gehalten und Gottesdienste gefeiert haben. Nach Angaben der Zeitung Jordan Times vom 9. Juni fanden die Forscher in der Höhle in Stein gemeißelte Sitzgelegenheiten sowie eine Wand, die einen sakralen Bereich vom Wohnbereich trennte.

Der Chef der lokalen Antikenbehörde, Abdul Kader Hussan, habe den Fund ins erste Jahrhundert datiert. Er habe die dort Feiernden mit den 70 Jüngern gleichgesetzt, die Jesus laut dem Lukasevangelium (10,1-20) „wie Schafe unter die Wölfe“ geschickt habe. Der römische Geschichtsschreiber Eusebius von Caesarea (um 260-337) berichtet, dass die ersten Christen um 70 nach Pella östlich des Jordan-Flusses im heutigen Westjordanien flohen. Dass sie auch nach Rihab kamen, schließt Hussan daraus, dass ein Mosaik in der St. Georgs-Kirche die 70 von Jesus ausgesandten Jünger darstellt.


In der orthodoxen Tradition werden die Jünger mit späteren Diakonen und Bischöfen der ersten christlichen Gemeinden identifiziert. Der „Jordan Times“ zufolge wurde die St. Georgs-Kirche im Jahr 230 errichtet und sei damit das älteste Kirchenbauwerk der Welt.

Allerdings stießen israelische Archäologen vor drei Jahren bei der Erweiterung eines Gefängnisses in Megiddo auf einen christlichen Sakralbau, der ihrer Ansicht nach ebenfalls im dritten Jahrhundert entstand.

Theologieprofessor: „Große Fragezeichen“

Während die Datierung des Meggido-Fundes Chancen habe, durch weitere Untersuchungen bestätigt zu werden, seien im Blick auf Rihab „große Fragezeichen“ angebracht, sagte der Dortmunder Theologieprofessor Rainer Riesner gegenüber idea. Bisher gebe es keinen überzeugenden Hinweis darauf, dass die Georgs-Kirche bereits in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts errichtet worden sei. Dementsprechend schwierig sei es, das Alter der darunter liegenden Höhle richtig zu bestimmen. Für die These, dass sich in dieser Höhle die 70 im Lukas-Evangelium beschriebenen Jünger versteckten, gibt es nach Riesners Ansicht keine wissenschaftlichen Belege. Riesner hat sich auch intensiv mit biblischer Archäologie beschäftigt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz