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Philippinen: Terroristen enthaupten sieben Christen

22. April 2007 in Chronik, keine Lesermeinung
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Studenten wollten sich mit Ferienjobs ihr Studium finanzieren.


Manila (www.kath.net/idea)
Sieben Christen sind im Süden der Philippinen von der islamischen Terrorgruppe Abu Sayyaf (Vater des Scharfrichters) enthauptet worden. Die jungen Hilfsarbeiter waren am 16. April von Kämpfern an Baustellen und einer Fischfabrik nahe der Stadt Parang, etwa 1.000 Kilometer südlich von Manila, entführt worden.

Nachdem die Organisation, die mit dem Terrornetz El Kaida in Verbindung steht, vergeblich knapp 80.000 Euro Lösegeld gefordert hatte, zwang sie am 19. April Zivilisten, die abgetrennten Köpfe in zwei Kasernen abzugeben.

Die übrigen Leichenteile wurden inzwischen ebenfalls in Parang entdeckt. Bei den Opfern handelte es sich um Studenten, die sich mit Ferienjobs Geld verdienten. Staatspräsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat die Bluttaten verurteilt und eine neue militärische Offensive gegen die Terrorgruppe angeordnet. Auf der Insel Jolo sollen sich noch etwa 300 bis 400 bewaffnete Abu-Sayyaf-Angehörige aufhalten. Sie kämpfen für einen islamischen Gottesstaat.

Die Philippinen sind aufgrund der früheren spanischen Kolonialisierung das einzige christlich geprägte Land Asiens. Von den 73,5 Millionen Einwohnern sind etwa 83 Prozent katholisch. Rund sieben Prozent sind Protestanten und etwa 4,6 Prozent Moslems.

Deutsche Familie in Gewalt von Abu Sayyaf

Abu Sayyaf zählt zu den brutalsten Terrororganisationen. So hielten ihre Kämpfer von 2001 bis 2002 die frühere US-amerikanische Missionarin Gracia Burnham mit ihrem Mann 376 Tage lang als Geiseln fest. Martin Burnham starb im Kugelhagel bei der militärischen Befreiung; ein anderer US-Amerikaner, Guillermo Sobero, wurde geköpft. Im Jahr 2000 nahmen Abu-Sayyaf-Kämpfer auf einer malaysischen Ferieninsel 21 Menschen als Geiseln, darunter die deutsche Familie Wallert aus Göttingen. Die Geiselhaft von Werner, Renate und Marc Wallert auf der philippinischen Insel Jolo dauerte mehrere Monate, bis sie nach und nach freigelassen wurden.



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