Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  4. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

Papst Franziskus: ‚Black Lives Matter’-Demonstranten wie kollektive Samariter

27. Oktober 2021 in Weltkirche, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einer Rede an lateinamerikanische Volksbewegungen warnte der Papst vor einer Rückkehr ‚zu den alten Mustern’. Mit einer Reihe konkreter sozialer Forderungen wandte er sich an Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.


Vatikan (kath.net/jg)

In einer weitgehend frei gehaltenen Videoansprache an lateinamerikanische Volksbewegungen hat sich Papst Franziskus für ein bedingungsloses Grundeinkommen und verkürzte Arbeitszeiten ausgesprochen. In seiner Rede, in der er soziale und wirtschaftliche Themen behandelte, verglich der Papst Bewegungen wie „Black Lives Matter“ und „Me Too“ mit dem barmherzigen Samariter aus der Bibel.

Er bezeichnete die Demonstranten, die im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung auf die Straße gegangen sind, als „kollektive Samariter“. Wie die biblische Figur sei die Bewegung „nicht einfach weitergegangen, als sie sah, wie sehr die Menschenwürde durch einen solchen Machtmissbrauch verletzt wurde“, sagte Franziskus. Aktionen dieser Art „gegen soziale, rassistische oder sexistische Ungerechtigkeit“ könnten aber „manipuliert oder für politische Machenschaften und ähnliches instrumentalisiert werden“, räumte der Papst ein.


Die Organisation „Black Lives Matter“, die hinter den Protestkundgebungen steht, hat bekennt sich zur LGBT-Agenda und vertritt eine radikale Position der Gender-Ideologie. Die führenden Vertreter der Organisation sind ausnahmslos für legale Abtreibungen, schreibt Jonathon Van Maren auf LifeSiteNews. Im Zuge von „Black Lives Matter“ Protesten wurden Heiligenstatuen zerstört und Kirchen beschädigt.

Nach der Covid-Krise müsse sich jede Person, jede Organisation, jeder Staat einbringen, forderte Franziskus. Wenn wir „zu den alten Mustern zurückkehren, wäre das selbstmörderisch“, warnte er. Mit einer Reihe konkreter Bitten wandte er sich an Wirtschaft und Politik. Pharmakonzerne sollen Patente für Corona-Impfstoffe freigeben, Finanzgruppen sollen Kredite an arme Länder vergeben, Bergbau-, Erdöl-, Immobilien- sowie Agrarunternehmen sollen die Umweltzerstörung beenden, Waffenhersteller und –händler sollen ihre Tätigkeit vollständig einstellen. Technologie- und Medienkonzerne sollten aufhören Hassreden, Falschinformationen, Verschwörungstheorien und politische Manipulationen hinzunehmen. Politiker sollten ehrlich für das Gemeinwohl arbeiten und nicht nur auf die wirtschaftlichen Eliten hören. Populistische Reden von Intoleranz, Xenophobie und Aporophobie – Hass auf Arme – seien zu überwinden.

Er erinnerte an die Katholische Soziallehre, die er als „traditionelle Doktrin der Kirche“ bezeichnete. Er legte das von Papst Johannes Paul II. herausgegebene Kompendium der Soziallehre allen Verantwortlichen in Wirtschaft, Politik und Religion ans Herz.

Im Verlauf seiner Rede ging Papst Franziskus darauf ein, dass er aus der katholischen Kirche Widerspruch erhalte, wenn er soziale Probleme anspreche und Lösungen vorschlage: "Die Soziallehre der Kirche enthält nicht alle Antworten, aber sie enthält einige Grundsätze, die auf diesem Weg helfen können, die Antworten zu konkretisieren und sowohl Christen als auch Nicht-Christen zu helfen. Es überrascht mich manchmal, dass jedes Mal, wenn ich von diesen Grundsätzen spreche, einige Leute überrascht sind, und dann wird der Papst mit einer Reihe von Epitheta katalogisiert, die jede Reflexion auf bloße diskreditierende Adjektive reduzieren. Es macht mich nicht wütend, es macht mich traurig. Sie ist Teil des Post-Wahrheits-Komplotts, das darauf abzielt, jede humanistische Forschungsalternative zur kapitalistischen Globalisierung zunichte zu machen; sie ist Teil der Kultur des Wegwerfens und Teil des technokratischen Paradigmas".

Mit Material der KAP

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Soziales

  1. Was ist christlich-sozial? Debatte um Rhonheimer-Position geht weiter
  2. Benediktiner-Abt: Grundeinkommen ‚humanitäre und soziale Apokalypse’
  3. Salzburg: Bettler attackieren Pater vor Kirche
  4. Kraft der Stille - Gegen eine Diktatur des Lärms
  5. Umfrage: Deutlich mehr Zustimmung für Rotes Kreuz als für Caritas
  6. CDU-Politiker kritisiert Sozialwort der Kirchen
  7. Arme Hunde, reiche Schweine und unser soziales Verhalten.






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  4. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  5. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  6. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  15. Nicaragua: Regime veröffentlicht Propaganda-Video von festgenommenem Bischof Mata

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz