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Gesellschaft für deutsche Sprache rät vom Genderstern ab

14. August 2020 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Bei der Verwendung des Gendersterns entstehen grammatisch falsche Formen (z. B. Arzt*in oder Ärzt*in) - Außerdem werden die (Vor-)Lesbarkeit und die Verständlichkeit eines Textes beeinträchtigt


Wiesbaden (kath.net/pl) „Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat das Gendersternchen geprüft: Es eignet sich nicht, um genderneutrale Personenbezeichnungen zu bilden. Bei seiner Verwendung entstehen nicht nur grammatisch falsche Formen (z. B. Arzt*in oder Ärzt*in), auch den Regeln der deutschen Rechtschreibung entspricht das Sternchen nicht. Die GfdS befürwortet zwar grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache, das sogenannte Gendersternchen (z. B. Leser*in) stellt aber aus sprachlicher Sicht kein geeignetes Mittel dar, um dieses Anliegen umzusetzen.“ Das schreibt die GfdS in einer Presseaussendung. Die 1974 gegründete und von Bund und Land geförderte Einrichtung reagiert damit auf die neueste Auflage des Dudens.


In der aktuellsten Dudenausgabe stehen nun erstmals Angaben zum gendergerechten Sprachgebrauch. Dazu erläuterte Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Duden-Redaktion, im „Deutschlandfunk“: Man habe in der Redaktion „sehr lange diskutiert“, wie man richtig gendert, „weil uns natürlich klar war, dass wir hier auch Kritik bekommen würden“. Aber es habe viele Anfragen gegeben von Personen und Körperschaften, die Rat für ihre Texte suchten. Der Genderstern sei die Variante unter mehreren, die sich derzeit im Deutschen am stärksten durchsetze. Doch sei dies „alles nicht in Stein gemeißelt“, „deshalb geben wir auch auf gar keinen Fall Regeln vor“.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache jedenfalls monierte weiter: „Das Gendersternchen, aber auch weitere vergleichbare Ausdrucksmittel – wie beispielsweise der Gender-Unterstrich (auch Gender-Gap), der Gender-Doppelpunkt oder der Gender-Mediopunkt – sind mit den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung nicht vereinbar. Die Stadtverwaltung Lübeck etwa gendert seit dem Jahreswechsel 2019/2020 mit einem Gender-Doppelpunkt, die Städte Hannover und Flensburg mit einem Gendersternchen. Diese Verwendung unterschiedlicher genderneutraler Formen führt zu einer uneinheitlichen Rechtschreibung. Wie Personenbezeichnungen mit einem Gendersternchen ausgesprochen werden sollen – beispielsweise mit einer kurzen Sprechpause, unter Auslassung des Sternchens als feminine Form oder als Paarform – ist unklar. Für die Sprechenden und für die Zuhörerinnen und Zuhörer entstehen so Unsicherheiten. Die orthografische und grammatische Richtigkeit und Einheitlichkeit, die (Vor-)Lesbarkeit und die Verständlichkeit eines Textes stehen jedoch an erster Stelle und müssen auch in einer diskriminierungsfreien Sprache gewährleistet sein. Die GfdS rät daher ausdrücklich davon ab, das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden.“

 


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Lesermeinungen

 lesa 16. August 2020 

Unterscheidung der Geister

@chris 2: Genau aufgezeigt! Diese Aussaat hat dieselbe Wurzel. @Veritatis splendor: Der Zusammenhang ist eindeutig. Eine Finesse des Teufels. Eine Verblendung, die auch von manchen Hirten immer noch nicht durchschaut wird. Jesaja: "Die Hirten sind blind. Sie merken gar nichts." Verdrehen und geistlos (auf Geschlechter fixiert)sprechen ist Antiverkündigung.
"Im Lauf der Zeit verfestigte sich die frevelhafte Sitte und wurde schließlich als Gesetz befolgt; die Standbilder erhielten auf Anordnung der Herrscher göttliche Verehrung. Als ob es nicht genug wäre, in der Erkenntnis zu irren, nennen sie so große Übel auch noch Frieden." (Weish.)
Langsam dieser Zerstörung entgegenwirken (K. Sarah)und die Menschen vor allem die Heranwachsenden, vor diesem bösgeistigen Zugriff, die in geistige Verelendung führt - auch durch Gebet zum Heiligen Geist, zu den Engeln und Heiligen, damit das natürliche und geistliche Unterscheidungsvermögen wieder wächst.


1
 
 Chris2 15. August 2020 
 

@Stephaninus

Warum auch sollte ein Volk - sorry: eine Bevölkerung (vgl. Rasenteppich "Der deutschen Bevölkerung" im Reichstag), das sich aktiv selbst abschafft (Abtreibung, Islamisierung, Deindustrialis., Zerstörung der Wehrhaftigkeit nach innen wie außen, eigene Bürger als Menschen zweiter Klasse etc.) ausgerechnet bei der Sprache aufmerksam sein? Angefangen bei unaussprechlichem Unsinn wie "Er öffnete das Schloss mithilfe [sic!] Eines Nagels" über die häufig sinnentstellenden Getrenntschreibungen ("Ich fühle mich allein gelassen" oder "Viel versprechende Politiker" - OK. Letzteres stimmt meistens, deswegen würde es eine Ausnahme und es darf wieder "Viel versprechende Politiker" geben) über all den ideologischen GendersternchenInnenquatsch bis hin zu politisch korrekter Sprache ("Kinder! Kommt! Es gibt Schaumzuckerware mit Waffelboden und Schokoüberzug!", "Dunkelhäutiger" statt "Schwarzer", "südländisch statt "Dunkelhäutig" oder "nordafrikanisch-arabisch", "Hass und Hetze" statt "andere Meinung").


4
 
 Chris2 15. August 2020 
 

GfdS und das "Unwort des Jahres"

Wer glaubt, die GfdS würde immer noch das "Unwort des Jahres" küren: "Bis 1994 wurde das „Unwort des Jahres“ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als 'Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres' selbständig." (Wikipedia). Man beachte vor allem die letzten Unworte seit 2013, Noch Fragen?

de.m.wikipedia.org/wiki/Unwort_des_Jahres_(Deutschland)


3
 
 Stephaninus 14. August 2020 
 

Abschaffung der deutschen Sprache

Mal abgesehen von Ideologischen: mit dem Genderstern wird man die deutsche Sprache so schädigen, dass das Englische weiter an Bedeutung (als Alternative) gewinnt.


6
 
 Veritatis Splendor 14. August 2020 

Babel

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Auflösung der Sprache und Auflehnung gegen den Schöpfer der natürlichen Ordnung?


7
 

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